Call of Cthulu - Ägypten


Meister: Maik
Richard von Herhausen (Flo), Geheimdienst (D)
Ioannis Alexandros (Nico), Photograph (GR)
Tom Maitland Edwardson (Mira), Kolumnist (UK)
Dr. Lily Roth (Regina), Archäologin (D)
Friedrich Grünewald (Jan), Privatlehrer und Arzt (D)

Etwa zwei Wochen dauert die Reise mit der Eisenbahn nach Brindisi und weiter mit dem Schiff nach Alexandria. Es sind einige Touristen unterwegs, um die ägyptischen Weltwunder zu besichtigen, nicht zuletzt wegen Carters kürzlicher Entdeckungen im Tal der Könige in Theben. Neben einigen Engländern, mit denen Edwardson ab und zu Bridge spielt, reisen auch einige Deutsche mit. Unter anderem eine bunt zusammengewürfelte Reisegruppe unter der Ägide von Mr. Rosenstein, einem deutsch-amerikanischen Organisationstalent und Reiseleiter eines Berliner Reisebüros. Mit dieser Gruppe reisen die Familie Bernd & Charlotte Kemmer mit Tochter, die Damen Volkmar-Schlüter, die ihre Erbschaft genießen und der Sachse Albert Sachs, ein Reiseschriftsteller unterwegs zu seinem neuen Ägyptischen Abenteuerroman. Die Schiffspassage verläuft recht angenehm und ohne irgendwelche Vorkommnisse. Einzig Alexandros arbeitet weiter und übersetzt den Tindalos ins Neugriechische. Es fallen die Namen Thot und Nyarlathotep.

Nach den üblichen Zollkontrollen erreichen sie schließlich das kühle und regnerische Alexandria. Dort erwartet sie Rosies postlagernder Brief vom gestrigen Tage, denn sie ist bereits nach Kairo vorgereist. Man fände sie im Shepherd’s – einem aristokratischen Nobelhotel, wie Tom erstaunt anmerkt. Ein ordentlicher Zug der Luxusklasse befördert alle Reisenden gemächlich und wohlbehalten nach Kairo. Der einfahrende Zug gibt den Blick frei auf Basare und Moscheen, Lehmgebäude aller Art und zerfallende Paläste im Osten der Stadt. Dieser Teil sei jedoch nicht ungefährlich für Europäer, klärt Rosenstein die Reisenden auf. Er empfiehlt auf Nachfrage für den Aufenthalt zwei Mittelklassehotels im Westteil der Stadt.

Als sie nachmittags endlich am Bahngleis ankommen, erwartet sie bereits ein etwas verhärmt dreinblickender, aber braungebrannter Heinrich Mohr. Er freut sich sichtlich, dass Lily Roth die Einladung angenommen hat und mitgereist ist. Mit leuchtenden Augen berichtet er von der vollständig erhaltenen Katzenmumie, die er über den Schwarzmarkt erworben hat. Er konnte herausfinden, dass sie bei Bergungsarbeiten nach dem Bruch eines Straßendammes am Nil gefunden wurde. Mit kurzfristiger Unterstützung des Ägyptischen Museums, zu dessen Leiter Fahed Mubarak er freundschaftliche Bande unterhält, konnte er den Fundort sichern. Es wurden dort auch noch die Überreste eines Schiffes gefunden. Kurzentschlossen lädt er Lily ein, bei ihm zu wohnen, während die anderen sich Hotelzimmer im Oriental organisieren. Im angestrebten Hotel sind tatsächlich zwei Doppelzimmer frei. Während Alexandros und Herhausen dort bleiben, begeben sich Grunewald und Edwardson zu Mohr nach Hause, da ihr Zimmer noch nicht fertig ist. Mohr wohnt in einem baufälligen und verwahrlosten Mietshaus aus der französischen Kolonialzeit. Allerdings ist die Wohnung so penibel sauber gehalten wie das Haus äußerlich heruntergekommen ist. Nur der Schreibtisch ist übervoll mit kreuz und quer gestapelten Notizen und Büchern. Bei marokkanischem Minztee berichten die Reisenden detailliert von ihren Untersuchungen in Heidelberg. Mohr ist erschüttert wegen der mysteriösen Todesumstände seines Sohnes und auch wegen Nevilles Entkommen. Das war ein kaltblütiger Mord! Er vermutet, dass Neville aufgrund seiner Herkunft Kontakte nach Ägypten hat und wahrscheinlich hierhin geflohen ist. Lily zeigt ihm das gefundene Pergament und ihre Arbeit dazu und wird von Mohr für ihre gute Übersetzung gelobt. Das ist besser als Grunewalds Fragen („Können Sie das überhaupt, Mädchen?“)!
Nach etwa einer Stunde kommen die anderen beiden nach. Inzwischen berichtet Mohr wieder von seinem wunderbaren Fundstück. Er skizziert die Fundsituation der Mumie mit Holzmaske, befestigt auf einem Holzbrett mit Inschrift. Der Fundort an sich sei auch herausragend, da weit von der Hauptstätte der Katzenanbetung im alten Ägypten entfernt. Wahrscheinlich ist die Mumie auf dem Schiff befördert worden. Auf der Rückseite des Brettes lassen sich Hieroglyphen erkennen. Mohr liefert die Übersetzung gleich mit: „Drei Wächter / wachet, wachet / wachet über Majherperi“. Er datiert den Fund auf die 4. oder 5. Dynastie, allerdings sei die Fachwelt in zwei Lager gespalten. Manche halten die Mumie für eine gelungene Fälschung, nicht zuletzt wegen des außerordentlichen Erhaltungszustandes. Soll die Katzenmumie einer der Wächter sein? Wacht sie über die letzte Ruhestätte eines Bastetpriesters? Aber warum wurde sie dann hier gefunden und nicht in Perbastet?
Er zeigt ihnen auch eine andere Inschrift aus der 4. Dynastie, die 1911 bei Dahschur gefunden wurde: „Der Zweck der Gesandtschaft war unbekannt / Sie kamen auf dem Nil und brachten mancherlei Waren von ungewisser Herkunft / Sie gingen an Land und verschwanden / Als sie wiederkehrten, verspotteten uns ihre Frauen“. Insbesondere die Nennung der Frauen in Verbindung mit dem Verspotten sei ein Hinweis auf den Bastetritus.
Die politische Lage in Ägypten sei zur Zeit stabil, erklärt Mohr den interessierten Zuhörern. Das Land sei ja seit wenigen Jahren unabhängig und nach und nach etabliert sich ein stabiles Behördennetz. Vor allem das Vereinigte Königreich unterstütze sein ehemaliges Protektorat.
Die Katzenmumie soll morgen von Ms. Gene O'Hanlon Gobier untersucht werden, um eine zweite Expertise zur Datierung zu erhalten. Gegen 12 Uhr könne sie kurz besichtigt werden, wenn das erwünscht sei. Am darauffolgenden Tage kann ein Besuch der Ausgrabungsstätte organisiert werden.
Man verabredet sich also für den nächsten Mittag im Ägyptischen Museum und verabschiedet sich. Lily befragt derweil Mohr zu den erhaltenen Texten. Wird hier ein Zauber beschrieben, eine Art Ritus? Mohr hat auch schon von Sarkowski und seiner verschwundenen Dissertation gehört. Er gibt ihr verschiedene Aufsätze über den Bastetritus u.a. zur Lektüre.
Am nächsten Vormittag wird zunächst Bargeld beschafft, Richard wendet sich an die deutsche Botschaft und Alexandros kauft sich einen Kaftan, den er auch gleich anlegt.
Mittags findet man sich dann im Ägyptischen Museum ein, das am Ostufer des Nils liegt. Über einen Nebeneingang gelangt man in den administrativen Bereich und ein Angestellter weist ihnen den Weg zu Mohrs Präparation. Im Laboratorium schlägt ihnen der Gestank von Chemikalien und Verfall entgegen. Mohr stellt ihnen Ms. Gobier vor, eine unglaublich schlanke, sonnengebräunte Engländerin mit rotem Haar, die an einer Werkbank arbeitet. Sie legt gerade helle Bröckchen in eine Edelstahlschale. Es handelt sich um ein merkwürdiges Gestein, das zwischen Katzenmumie und Holzbrett eingeklemmt war. Grunewald verweist auf die Ähnlichkeit mit Carrara-Marmor. Die Probe wird in ein externes Labor weitergereicht.
Die Katzenmumie selbst ist etwas weniger als 1m lang und trägt eine plastische Maske, die mit etwas verblichenen Farben bemalt ist. Der Mumienkörper ist bandagiert, imprägniert und fest. Die Schultern sind ausgebildet.
Man spekuliert über die Herkunft der Gesteinsbröckchen, denn im Süden Kairos, am Ostufer des Nils, gibt es derartige Vorkommen. Allerdings befinden sich alle Gräber bedeutender Persönlichkeiten am Westufer in Gizeh oder Memphis, dem altägyptischen Totenkult entsprechend nach dem Sonnenuntergang ausgerichtet.
Aber wie kann die Mumie noch so gut erhalten sein?!! Es gibt nur minimale Wasserschäden am Brett, obwohl sie ja im Wasser gefunden wurde. Auf der Rückseite des Brettes befindet sich die bereits von Mohr genannte Inschrift.

Das Mittagessen wird in der Nähe in einem orientalischen Restaurant eingenommen. Richard scheint das ungewohnte Essen, das im Übrigen allen schmeckt, nicht so gut zu vertragen. Er ist sehr ruhig, scheint unkonzentriert und ein Schweißfilm ziert schon bald seine Stirn.
Mohr unterhält sich mit Grunewald über irgendein obskures Buch, das er wohl kürzlich gelesen hat. Frau Roth nimmt das Thema Sarkowski wieder auf und spricht mit Heinrich über das überlassene Skript. Dieser ist der Ansicht, dass es eine Art inquisitorische Organisation geben muss, die alle Veröffentlichungen Heilands, Sarkowskis und anderer Wissenschaftler beseitigt. Sarkowski sei in Sofia unter ungeklärten Umständen verbrannt – gibt es da nicht eine Parallele zum Tode Trollopes? Dr. Li Wong hatte einen tödlichen Verkehrsunfall, Dr. John Crown wurde im Regenwald von einem giftigen Skorpion gestochen und auf Heilands Hotel wurde ein Anschlag verübt. Das kann doch kein Zufall sein!
Grunewald bemerkt einen Araber mit zusammengewachsenen Augenbrauen, der die Gruppe zu belauschen scheint.
Mohr doziert weiter über das Neconomicon, verfasst von Kitap al Azif, von dem er Abschriften und Kommentare besitzt, und in dem von verschiedenen okkulten Gottheiten gesprochen wird. Unter anderem von Nyarlathotep ("dort gibt es keinen Frieden, wo das Tor ist"), Satem (entspricht dieser Cthulu?), Azathoth und Hastur.

Richard geht es schlechter, deshalb bricht man auf und bringt ihn zurück zum Hotel. Der Portier hat einen verwandten Apotheker, der nach Herhausen sehen soll. Grunewald kauft aber lieber in besagter Apotheke ein und versorgt Richard dann selbst. Mohr will ein Telegramm aufgeben. Alexandros sucht einen Teppichhändler auf und kauft sich einen Gebetsteppich. Kurz darauf trifft er Frau Roth in einem Buchladen (er will sich einen Koran kaufen) und klärt diese dann in einem kurzen Abriss über einige der Berliner Vorkommnisse auf. Edwardson und Grunewald kaufen ein (Ausgrabungsquipment: Wasserschläuche, Mäntel und Schlafsäcke, Kopfbedeckungen, Jagdmesser, Stiefel, Westen und robuste Hosen, Rucksäcke). Später ins Hotel zurückgekehrt, müssen sie feststellen, dass es Richard trotz der Medikamente unverändert schlecht geht. Grunewald ist aber nicht weiter beunruhigt.
Er begibt sich auch noch auf den Bücherbazar und "bestellt" dort den König in Gelb. Es wird ihm ein ledergebundenes Buch angeboten, ein Tagebuch eines Deutschen namens Frank Leiden. Da Scherenberg und Dellwey von sogenannten "Leiden-Dokumenten" gesprochen hatten, zeigt er Interesse und erwirbt es. Auf dem Heimweg entbrennt eine Diskussion zwischen Friedrich und Tom, der dessen Bestrebungen in Sachen Carcosa nicht sehr schätzt.

Gegen 8 Uhr abends erscheinen Grunewald, Edwardson und Alexandros wie verabredet bei Mohr – doch der ist nicht da. Frau Roth lässt sie ein und man lässt sich derweil im Wohnzimmer nieder. Erst nach 21:15 Uhr klingelt es; ein Botenjunge überbringt eine Nachricht von Mohr. Er musste eilig nach Heluan und schlägt vor, den morgigen Tag unzuorganisieren. Man solle sich in Heluan treffen, evtl. mit dem berühmten Ägyptologen Fernand Bisson de la Rocque, und dann erst die Ausgrabung aufsuchen.
Nach einiger Diskussion und Planung beschließt man, das Angebot anzunehmen, und plant die Reise. Lily und Tom nehmen einen Imbiss im Oriental, die anderen speisen im Restaurant. Tom ruft im Shepherd's an und erfährt, dass Rosie unpässlich ist. Im Hotel hängen Plakate vom "weltberühmten Gagliari", einem Hypnotiseur, der übermorgen Abend eine Vorstellung geben wird. Alexandros, Edwardson und Grunewald ergehen sich in Andeutungen über wüste Erfahrungen in der jüngeren Vergangenheit (tote Bekannte u.ä.) und verstören Frau Roth entsprechend, was in Alexandros Frage gipfelt: "Nun, erzählen Sie mal, was war das Gruseligste, das Sie erlebt haben, bevor Sie uns getroffen haben?".
Bei dem Genuss verschiedener Cocktails macht man die Bekanntschaft eines Halborientalen namens George Mustafa Barnington-Lloyd, offenbar ein bekannter Partylöwe und Mitarbeiter der Kairo Tribune, der seine Visitenkarte überreicht und seine Gesellschaft in Form einer Führung durch die Altstadt anbietet. Spät am Abend erhält Tom noch Nachricht von Rosie. Sie sei noch krank, schlage aber ein Treffen am nächsten Abend vor.

Am nächsten Morgen trifft man sich bereits um 8 Uhr an der Anlegestelle am Nil, um die "Nile Princess" zu besteigen. Eine illustre Gesellschaft aus Engländern, Franzosen und Belgiern und auch der Familie Kemmer, die sie bereits auf dem Schiff nach Alexandria kennengelernt hatten, bevölkert das kleine Schiff. Abgesehen von der hervorragenden Aussicht (Kairo – Felder – Pyramiden) verläuft die Fahrt unspektakulär. Alexandros photographiert und unterhält sich auch mit den anwesenden, nervtötenden Hobbyphotographen an Bord. Von der Anlegestelle aus wird man mit dem Bus (oder wahlweise Taxi) in einer atemberaubenden Fahrt nach Heluan verbracht. Am Buswendeplatz werden sie bereits von Mohr erwartet, der ein Mittagessen mit De la Rocque vorschlägt.
Im Hotel Clémentine, das eine gute französische Küche hat, trifft man auf den Wissenschaftler ("nennen Sie mich Fernand"), einen jugendlich wirkenden Mittvierziger, der leicht hinkt und sein Haar militärisch kurz hält. Er erzählt, dass er in Abu Rouasch seit 1921 drei Stufenpyramiden ausgegraben hat. Er sei immer noch an katalogisieren. De la Rocque distanziert sich deutlich vom Vorgehen Howard Carters bei der Ausgrabung Tutanchamuns. Bei Medamud will er noch in diesem Jahr mit neuen Grabungen beginnen. Zu detaillierteren Angaben lässt er sich nicht hinreißen und auch Mohr ist eher zurückhaltend. Schließlich berichtet er doch vom Fund der Katzenmumie und zeichnet eine kleine Skizze auf eine Serviette. Ob De la Rocque es für möglich hält, dass es eine Grab dieses Majherperi südlich von Kairo geben könne? Ungewöhnlich sei doch auch der Fund der Mumie auf einem Schiff. Es gebe nur sehr dürftige Hinweise in gleichaltrigen Gebäuden; eine mögliche Verbindung wäre evtl. Cheops.
Nach dem Essen tritt die Gruppe in die Mittagsglut hinaus. Richard wirft einen Blick zurück in die Lobby und sieht, wie jemand, gekleidet wie ein Gast, zielstrebig zum soeben verlassenen Tisch geht und dort etwas wegnimmt. Tom eilt zurück und stellt fest, dass die bemalte Serviette fehlt!

Die anderen haben derweil ein Taxi gerufen, das auch bald erscheint. Auf dem Weg zum Wagen aber stolpert Mohr und verknackst sich den Fuß. Grunewalds Kurzdiagnose lässt auf eine Bänderdehnung schließen. Also wird der Verletzte zurück in die Hotellobby gebracht, um den Fuß zu kühlen – Mohr ärgert sich fürchterlich. In einem Nebenzimmer wird er von seinem Freund verarztet, es werden Erfrischungen gereicht. Währenddessen fragt dieser ihn über De la Roque aus. Mohr ist voll der Sympathie; er schätzt ihn als kompetenten Archäologen, auch wenn er dessen Traumdeuterei nicht teilt. Er beschäftigt sich offenbar intensiv mit einem wenig erforschten altägyptischen Stiergott.
Am offenen Fenster erscheint eine Gestalt, ein etwa dreißigjähriger Ägypter, der sich durch Klopfen am Fensterladen bemerkbar macht und Grunewald ein Papier überreicht. Es enthält eine Skizze und einen begleitenden Text. "You come – now!" meint der Araber "200 Pounds!" Mohr versucht sich auf arabisch, will den Mann auf einen späteren Zeitpunkt verweisen, doch der drängt auf Eile. Mohr will mittels eines Schuldscheines das Geld kurzfristig vom Hotel borgen. Zu dritt stoßen sie zu den wartenden Anderen. Mohr holt das Geld und will los, und zwar allein, wie es der Araber fordert. Trotz des Risikos...
Richard und Tom beschließen, die beiden zu verfolgen.
Eine laut schnatternde Reisegruppe stürmt die Lobby, ein Taxi hat ein elegantes Ehepaar abgesetzt. Von hinten dringt das lautere Motorengeräusch eines Lieferwagens herein, Türen schlagen. Richard eilt zum Hinterausgang und blickt durch das Fenster. Mohr humpelt dem Ägypter hinterher, passiert das schmiedeeiserne Tor und besteigt einen alten, verwaschen hellblauen Lieferwagen, der dann losfährt.
Richard und Tom schnappen sich das Taxi, Lily und Friedrich kommen mit, jedoch nur, um auf die anderen einzureden, von einer Verfolgung abzusehen. Nichtsdestotrotz wird der Fahrer instruiert, fährt los und zwei Ecken weiter kann dann die Verfolgung aufgenommen werden. Der Fahrer weiß zu berichten, dass dieser Wagen keinem Ortsansässigen gehört. Die Verfolger halten Abstand und nutzen Parallelstraßen, soweit es geht, und folgen dem Lieferwagen erst in Richtung Kairo, dann weiter in Richtung des arabischen Gebirges. Das Taxi folgt der Staubwolke in der offenen Ebene mit größerem Abstand. Auf der Anhöhe kann man Ruinen erkennen – vielleicht ein französisches Fort? Der Lieferwagen müht sich langsam die Serpentinen hinauf. Kastellartige Ruinen lassen sich am oberen Hang ausmachen, verfallene Terrassen und Natursteinmauern. Rechter Hand ergießt sich ein Wadi ins Tal. Ein schmaler Pfad windet sich ebenfalls den Berg hinauf und Richard und Tom verlassen das Taxi, um dem Lieferwagen zu Fuß hinterherzueilen. In dem gleißenden Sonnenlicht lässt sich der Wagen als heller Fleck vor dem dunkleren Fort ausmachen. Schwitzend und außer Atem kommen die beiden oben an und spähen durch das spärliche Gestrüpp. Ein Ziegenpfad führt rund um das alte Gemäuer. Ein Motor wird gestartet – sie eilen zur Mauerecke und schauen vorsichtig... Der Lieferwagen fährt langsam bergan, durch das Heckfenster sind zwei Personen zu erkennen. Mohr steht mit einem Bündel im Arm am Wegesrand und blickt dem Wagen sinnierend nach. Richard erkennt das Fahrzeugmodell (Citroen, ein Nachkriegsmodell von 1918/19), als er um die Ecke biegt. Inzwischen sind auch die anderen oben angekommen. Mohr hat eine weitere Katzenmumie erworben, die ebenfalls auf einem Holzbrett befestigt ist, das dieselbe Inschrift trägt: „Drei Wächter / wachet, wachet / wachet über Majherperi“. Mohr erzählt, dass der Ägypter mit den zusammengewachsenen Brauen dabei war, den Grunewald neulich entdeckt hat, als er die Runde im Restaurant belauscht hat. Interessant ist auch die im Hotel überbrachte Nachricht: Sie ist in deutscher Sprache abgefasst und besitzt eine Skalierung in cm, entspricht also einer wissenschaftlichen Zeichnung. Mohr will unverzüglich den stellvertretenden Kurator des ägyptischen Museums Fahed Mubarak informieren, damit dieser den sicheren Transport der Mumie nach Kairo veranlassen kann. Also macht man sich an den Abstieg.
Während des Wartens auf das Taxi entdeckt Mohr auch bei dieser Mumie weiße Gesteinsbröckchen zwischen Holzbrett und Mumienkörper. Ob die Grabstätte tatsächlich hier, in der Nähe von Heluan, sein könne? Schließlich widerspricht das total dem bisher bekannten Ritus der hochägyptischen Hauptreligion. Mohr beginnt, über die verschiedenen Varianten der Grablegung zu dozieren, woran sich die anderen archäologisch Vorbelasteten beteiligen.
Zurück in Heluan mietet sich die Gruppe im Clémentine ein. Mohr möchte ohnehin dort bleiben, da man ihm eine dritte Mumie für 400 Dollar angeboten hat. Er behält seine neue Errungenschaft, die er in einen Kissenbezug gewickelt hat, die ganze Zeit im Auge, selbst beim Abendessen sitzt diese mit bei Tisch. Am morgigen Tage will er sie im Safe der örtlichen Bank einlagern. Vorsichtshalber halten Richard und Tom Nachtwache – man weiß ja nie.
Am nächsten Tag wird die Mumie vorsichtig in ein Schließfach der Crédit Francaise Egyptienne eingelagert. Außerdem wird eine leichte Säure aus der Apotheke besorgt, mit der die Gesteinsbröckchen später getestet werden. Tatsächlich entwickelt sich Schaum, das Gestein ist sehr kalkhaltig. Eventuell handelt es sich um Alabaster. Frau Roth hat zu Recherchezwecken zwei Bibliotheken aufgesucht und Alexandros offenbar einen Narren an der malerischen Altstadt gefressen. Er findet viele schöne Motive für seine Photoarbeiten.
Abends vergnügen sich die jungen Leute und Alexandros im Nachbarhotel, während Grunewald ein medizintechnisches Buch über das Altertum studiert.

Am nächsten Morgen begibt sich Frau Roth nochmals in die arabische Bibliothek, wo sie gerade noch verhindern kann, dass eine kratzbürstige Bibliothekarin die zurückgelegten Bücher fortbringt. Edwardson studiert die Times, die Frankfurter Allgemeine und die Kairo Times und erfährt unter anderem, dass die politische Lage im Land derzeit ruhig ist, Lilys Ausgrabung an der koptischen Kirche offenbar bewilligt wurde, De la Roque ebenfalls weitergräbt und die ägyptische Kulturbehörde eine Inventur anberaumt hat, bei der alle erhaltenswerten Kulturgüter erfasst werden sollen. Alexandros zehrt noch von seinem gestrigen Opiumgenuss.
Nachmittags machen sich Richard und Tom auf, Informationen über Steinbrüche und Sehenswürdigkeiten in der Gegend zu sammeln. Tom will sich an den Reiseleiter der englischen Gruppe wenden, den er jedoch nicht erreicht. Im empfohlenen Laden namens "Abus Souvenirshop" erstehen sie eine Umgebungskarte mit arabischen Eintragungen, die wohl auf englischen Karten beruht. Lily sucht wieder ihre Bibliothek auf, wo sie erkundet, dass es im Umkreis von etwa 8 km mehrere Steinbrüche gibt, doch nur in einem Alabaster gefördert wird. Die Stadt Heluan ist aus dem alten Umschlagplatz der Steinverschiffung entstanden.
Abends beschließt man dann, am nächsten Tage die Steinbrüche zu besichtigen, Tom hat bereits ein Taxi organisiert. Alexandros zeigt großes Interesse an Lilys nächster Arbeit an der koptischen Kirche in Kairo.
Plötzlich fällt ein Schatten über den Tisch, an dem sich die Gruppe versammelt hat. Ein kleiner, schmaler, europäisch gekleideter Ägypter mit Glubschaugen, winziger, Brille mit dicken Gläsern und dreieckigem Gesicht nähert sich. Alexandros grinst belustigt, während Tom noch rechtzeitig an sich halten kann. Lily ist sauer wegen Alexandros überaus herablassender Art... Mohr springt auf und empfängt seinen Bekannten freudig, der die Begrüßung mit sanfter, fester Stimme erwidert. Selbstverständlich wird Fahed Mubarak genauestens über alle Vorkommnisse und Überlegungen informiert... Der kann aber auch Interessantes beitragen: Ein deutscher Archäologe namens Georg Schweinfurth hat im Wadi Geraui einen Damm gefunden, der das Wadi quert. Dessen Ostseite ist mit Kalkstein verkleidet. Der "Sadd el Kafara" wurde in der 4. Dynastie errichtet und befindet sich etwa 10 km von Heluan entfernt.

Morgens erscheint die "Passage" überraschenderweise pünktlich, Shamir erscheint mit einem bunten und verbeulten Renault-Pritschenwagen am Hotel. Auf zum Wadi Geraui! Auf der Fahrt begegnet ihnen kurz vor dem Wadi der blaue Citroen. Shamir hält die Insassen, die Tom eindeutig wiedererkannt hat, für Angestellte des Kulturministeriums, die mit der großen Inventur beschäftigt sind. Schon von Weitem ist zu erkennen, dass der große Wall gebrochen ist, das Gestein scheint auch schon sehr unter Wind und Wetter gelitten zu haben. Über einen Holzsteg kann die Dammkrone aber befahren werden. Am anderen Ende des Dammes befinden sich zwei einfache, alte Zelte mit Feuerstelle und hinter dem Wall öffnet sich der Blick in einen steilen Talkessel.
Eine der großen Kalksteinplatten im oberen Bereich wurde offenbar vor kurzem gelöst. Von der Öffnung aus erstreckt sich ein enger Gang, den Tom, mit seiner Taschenlampe bewaffnet, erkundet. Man kann Spuren von Grabarbeiten erkennen, offenbar wurde der Gang nachträglich etwas erweitert. Kurz darauf öffnet er sich in einen etwa 2 qm großen Hohlraum. Tom hebt den Kopf und stößt sich erst einmal ordentlich, als er den Raum im Schein der Lampe inspiziert. Er ist vollkommen leer, sehr staubig – und im Staub lassen sich Fußspuren ausmachen. Es sieht so aus, als ob sich jemand dort hingekauert hätte. An zwei Stellen lassen sich Spuren je eines quadratischen Abdruckes erkennen. Sie könnten von den Brettern der Mumien stammen. Die hintere Wand ist gemauert, zwar glatt, aber unter Verwendung von Mörtel. Im unteren Bereich lassen sich eingefärbte Linien erkennen, die u.U. Wasserstände markieren könnten. Tom kriecht wieder hinaus und zeigt den Raum Frau Roth. Es wird kurz beraten, wie weiter vorzugehen ist, aber es ist im Grunde klar, dass Mubarak sofort zu benachrichtigen ist. Tom tritt zurück, um Lily Platz zu machen, stolpert und fällt hintüber. Er schlägt auf seinem Arm auf und rutscht noch 3 m die Schräge hinab. Er rappelt sich dann zwar gleich wieder auf, hat aber einen verstauchten und zerschundenen Arm zu beklagen.
Im Hotel angekommen, müssen sie zunächst auf Mubarak warten. Dieser hatte Mohr an Bord geholt und die Verfolgung des Lieferwagens aufgenommen. Als sie schließlich eintreffen, ist Mubarak still, aber offensichtlich ungehalten, liefert Mohr ab und bricht gleich wieder zum Staudamm auf. Richard und Lily begleiten ihn. Grunewald verarztet derweil seinen anderen Freund im Sanitätsraum. Nach etwa 1,5 Stunden kommen sie zurück. Sie haben die zwei Typen in flagranti erwischt, Mubarak hat sie zur Rede gestellt. Er gibt Mohr die 200 Pfund zurück, die Übergabe der dritten Mumie soll morgen stattfinden. Daraufhin holt Mubarak die Mumie aus dem Schließfach und bringt sie noch am Abend nach Kairo. Frau Roth und Mohr beratschlagen über die erforderliche Ausgrabung und schicken Mubarak noch ein Telegramm nach. Alexandros und Edwardson eilen zur Bibliothek und versuchen, etwas über den Priester Majherperi herauszufinden. Leider bleiben sie erfolglos, doch liest sich Tom fest und entwickelt ein Interesse an altägyptischer Geschichte. Er lässt sich einen Leseausweis anfertigen und nimmt ein paar Bücher mit.

Am nächsten Morgen erscheint Mubarak mit einem total vollgestopften Wagen. Er hat seinen Gehilfen Abo Boku dabei, einen leicht angegrauten Ägypter mit einem halben Ohr, was ihm ein etwas gefährliches Aussehen gibt, der sich ebenfalls europäisch kleidet.Er ist bewaffnet. Man bricht sogleich auf – die anderen müssen ein Taxi nehmen – und erreicht den Sadd el Kafara gegen 10:30 Uhr. Dort warten Muhandi und Kechnet bereits, die beiden Angestellten der Kulturbehörde. Die Übergabe dauert keine 15 Minuten, dann werden die beiden Übeltäter im Taxi nach Kairo gefahren.
Alexandros beteiligt sich aktiv an den Vorbereitungen und erweist sich als durchaus talentiert. So kommen Frau Roth, Alexandros und Herhausen gut mit den Vermessungsarbeiten voran. Mubarak und Mohr loben das Vorankommen, Boku ist überrascht. Bis zum Mittag sind alle umgebenden Kalksteinplatten entfernt, am Spätnachmittag ist ein Schacht mit etwa 140 cm Breite bis zum Hohlraum hergestellt und abgestützt. Mohr schlägt vor, die Mauer noch am gleichen Tage zu öffnen. Allerdings erweist sich die gemauerte Wand als massiv, hinter der Backsteinmauer befindet sich eine Mörtelfüllung. Nach und nach werden die einzelnen Steine vom Zentrum aus entfernt, da die Mauer an den Seiten tragend ist und abgestützt werden muss. Lily dokumentiert das Vorgehen, während Alexandros ein Gruppenbild anfertigt.
Da – es ist etwas im Mörtel! Lily birgt einen größeren Mörtelklumpen, in dem ein weißer Gegenstand und ein rot-schwarzes Keramikgefäß eingeschlossen sind. Es stellt sich heraus, dass der Kalkmörtel doch kleinere Hohlräume besitzt, da die Steine offenbar schnell und etwas nachlässig aufgesetzt wurden. Kurz nachdem Mohr meint, "ich glaube, wir sind gleich durch", fallen Steine, Staub wallt auf und damit auch ein gräßlicher Odem, der die Lungen zu zerdrücken scheint. Mit dem Geschmack von Moder und Tod werden bei allen Umstehenden Erinnerungen an die schlimmsten Momente der eigenen Jugend wachgerufen. Persönliche Niederlagen und Misserfolge, Verluste, von anderen zugefügte Grässlichkeiten stehen den Grabungsteilnehmern in ihrer vergangenenen Frische und Deutlichkeit vor Augen. Tom empfindet den Odem vor allem als eine Welle von Hass, von blankem, kaltem, uraltem Hass, der ihnen entgegenschlägt. Der Staub hat sich noch nicht gelegt, das allgemeine Keuchen und Husten noch nicht gelöst, als er nicht mehr an sich halten kann und seinen Mageninhalt auf die Arbeiter unter ihm und seine Schuhe verteilt. Alexandros löst versehentlich noch ein Photo aus. Im Raum unten geht eine Taschenlampe an.
Mohr lässt seine Taschenlampe über den geöffneten Raum schweifen. Es befindet sich ein Körper am Boden, auf die eigenen Ellenbogen gestützt liegt er halb aufgerichtet gegenüber der entfernten Mauer. Der Raum ist ansonsten leer, es gibt keine weiteren Ausgänge. Dann entdeckt er Hieroglyphen an der Wand und steigt vorsichtig in die Höhlung hinein. Die Leiche liege seltsam verkrümmt da und sei in einem sehr schlechten Zustand, berichtet er und verlangt nach Grunewald. Sie liegt tatsächlich auf dem Rücken, aufgestützt auf ihre Ellenbogen mit Blick auf die Öffnung. Sie ist teils mumifiziert, teils bis auf die Knochen skelettiert. Der Oberkörper weist Bekleidungsreste auf. Offenbar ist Wasser eingedrungen und hat zur teilweisen Verwesung geführt. Das Geschlecht kann Grunewald im Augenblick nicht bestimmen. Die Hieroglyphen sind keineswegs kunstfertig, sondern vielmehr schnell und grob angebracht worden. Es gibt zwei Hieroglyphenfelder und eine Namenssigille. Mohr paust die Schriftzeichen vorsichtig ab und entdeckt an der Innenseite der Mauer noch mehr Schriftzeichen. Lily fertigt eine Skizze von der Mumie an. Richard entdeckt vorne rechts eine Reflexion, die sich als zerrissene Goldkette mit fehlendem Anhänger herausstellt, die Mubarak einsteckt. Schließlich schleppt sich Mohr entkräftet nach draußen und Mubarak schließt das Loch mit einer Zeltplane. Tom entschuldigt sich bei dem betroffenen Arbeiter und entschädigt ihn großzügig. Richard wundert sich, dass die Leiche trotz des Wassereinbruches mumifiziert wurde. Auch Mubarak zeigt sich erstaunt, zumal die Katzenmumien ja auch in einem hervorragenden Zustand sind.
Oben auf dem Damm angekommen machen sich Mohr und Grunewald sofort an die Deutung der Hieroglyphen, was von den anderen interessiert verfolgt wird. Über dem Zugang stand geschrieben: Diener / Stein / weiß / Du / bist / gefangen / nicht, niemals / wird aufsteigen / Seele / Deine. Lily liest die Aufschrift der rechten Wand: wachen / Auge / Pyramide / über / Dich / Cheops (Sigille) / großer / selbst / Feind / Deine und Mohr und Mubarak bezwingen die letzte Inschrift der hinteren Wand: Land / Träume / verschlossen / für Dich / mögen zerstören / Katzen / Dich.
Boku und die beiden Arbeiter bleiben am Staudamm, während die anderen die Artefakte auf dem Lieferwagen verstauen und nach Heluan fahren. Bei Einbruch der Dunkelheit erreichen sie das Hotel. Mubarak lädt uns in sein Institut nach Kairo ein und bricht noch abends mit den Fundstücken auf. Mohr will frühestens übermorgen folgen und solange Boku unterstützen.
Frau Roth gibt uns noch eine Interpretation der gefundenen Inschrift: Sklave des hellen Steins, eingesperrt, Du wirst nie leben / das Auge ruht auf Dir, Cheops ist gegen Dich / Du träumst nicht mehr, Katzen beißen Dich. Es folgen Spekulationen, Diskussionen über das weitere Vorgehen und der Alkohol fließt in Strömen.

Beim Frühstück beginnt die Diskussion von neuem. Grunewald vermutet, dass die Kette dem Priester gehört hat. Derartige Ketten gehörten zu den Insignien des Bastet-Kultes, die Katze fehlt allerdings. Mohr ist der Ansicht, dass bei der Leiche nicht mehr viel Neues auftauchen wird. Richard, Friedrich und Ioannis wollen bei Mohr bleiben und die Leiche bergen. Lily und Tom packen schnell und eilen zur Fähre nach Kairo. Während der Fahrt fragt Tom die Archäologin über Cheops aus. In Kairo angekommen begeben sie sich nach einem kurzen Abstecher zum Hotel bzw. Mohrs Wohnung ins Institut.

Währenddessen wird die Leiche geborgen. Grunewald unterzieht sie dabei einer eingehenden medizinischen Untersuchung. Es handelt sich um einen etwa 30 bis 35 Jahre alten Mann. Ein Schulterblatt ist gebrochen und der Schädel weist im hinteren Bereich Frakturen auf. Allerdings waren diese Verletzungen nach Grunewalds Meinung nicht tödlich, zumal die Hirnhaut noch intakt ist. Mit Erstaunen bemerkt er, dass die Hände im Rücken gefesselt waren. Die Wirbelsäule ist seltsam versteift, so dass die Segmentierung kaum noch zu erkennen ist. Auch die Beinknochen sind deformiert, er muss o-beinig gewesen sein.
Alexandros ist total übermüdet und hat eine Überdosis Kaffee zu sich genommen und auch Grunewald klagt über sanfte Kopfschmerzen. Wahrscheinlich hat er einfach zu wenig Flüssigkeit zu sich genommen. Die leere Grabkammer ist unspektakulär, nur die Hieroglyphen sind bemerkenswert. Gegen 15:30 Uhr kehren sie ins Hotel zurück und nehmen ein spätes Mittagessen ein. Richard zeigt wieder Magenbeschwerden...

Gegen 13:30 Uhr erscheinen Lily und Tom im Institut, aber alle Mitarbeiter scheinen in der Mittagspause zu sein. Der Mörtelklumpen wurde bereits geöffnet. Herausgearbeitet wurden folgende Gegenstände, die im Laboratorium zur weiteren Untersuchung aufgebahrt sind: Eine Maske aus einem unbekannten, weiß-opalisierenden Material. Sie ist glatt, dünnwandig, leicht und erstaunlich hart und besitzt anstelle von Pupillen runde Löcher. Ein kleiner, rot-schwarz marmorierter Krug, dessen Siegel und Abdeckung vorsichtig entfernt wurde. Darin befinden sich drei kleine, violette Klumpen. Und schließlich noch ein fünfzackiger Stern mit erhabenem Grat aus einem beigen Stein. Die dabeiliegenden Aufzeichnungen der fleißigen Ms. Gobier sind penibel oder fast schon pedantisch zu nennen. Sie vermutet, dass es sich um Parafernalien handelt und rätselt über das Material der Maske. Für einen Opal ist die Maske schlichtweg zu groß. Tom hat allerdings ganz eindeutige und unangenehme Assoziationen zur Maske, die er Lily nicht mitteilt. Wie sollte er auch diese Szene vergessen? Der König in Gelb, reglos auf seinem Thron. Und Rosie, die auf ihn zugeht und ihm die Maske abnimmt...
Ihm ist schwindelig. Mit bleichem Gesicht wendet er sich der Goldkette zu. Hier stimmt Ms. Gobiers Diagnose mit der am Fundort gestellten überein. Lily ist Toms Reaktion aber doch aufgefallen und sie beginnt, unangenehme Fragen zu stellen. Immer diese Andeutungen und auf Nachfrage gibt es nichtssagende Antworten! Was ist denn in der Vergangenheit vorgefallen? Tom winkt ab und verspricht ihr, beim Abendessen Tacheles zu reden.
Anschließend gehen die beiden in die Institutsbibliothek und forschen auch hier nach Majherperi und Cheops. Lily feilt weiter an der Übersetzung der Hieroglyphen. Nach nochmaliger Bearbeitung kommt sie zu folgendem Ergebnis: Getreuer des weißen Opals, Du bist gefangen, Deine Seele soll niemals aufsteigen / Das Auge der Pyramide wacht über Dich, der große Cheops selbst ist Dein Feind / Das Land der Träume ist Dir verwehrt, mögen die Katzen Dich zerreißen.
Sie müssen ebenfalls feststellen, dass nirgendwo etwas über diesen Priester zu finden ist. Lediglich die Aufschriften der Katzenmumien weisen den Namen auf und Mohr sprach davon. Mubarak kommt nachmittags vorbei, kann aber nichts Neues berichten. Frau Roth präsentiert ihm ihre Übersetzung, die er dann in die offizielle Dokumentation aufnehmen will. Die Untersuchung der ersten Katze sei inzwischen fertiggestellt, Ms. Gobiers Bericht könne morgen eingesehen werden. Er erkundigt sich auch nach Toms Aktivitäten und empfiehlt ihm zwei weitere Bücher. Cheops hat eine rege Bautätigkeit entwickelt und z.T. auch ältere Bauwerke überarbeiten lassen (z.B. die Knickpyramide von Dahschur, an der Bisson de la Roque gearbeitet hat).
Irgendwann packt Tom ein starkes Unbehagen in der Bibliothek. Trotz des erwachten Interesses ist ihm nicht wohl bei den Nachforschungen, er verspürt sogar einen regelrechten Widerwillen, weiter nach Informationen zu suchen. Die Unterhaltung zwischen Frau Roth und Mubarak hat er teilnahmslos angehört. Er versucht erfolglos, sich zu konzentrieren und wälzt ziellos weitere Bücher. Währenddessen berichtet Lily von weiteren Funden: Der Bau des Staudamms wurde zwar von Heluan initiiert, aber von Cheops mitfinanziert und von einer Abordnung aus Perbastet in Form von Sklaven, Material und Getreide unterstützt. Tom ist froh, als Lily die Recherche für einen Imbiss und einen Minztee unterbrechen will. Als sie die Bibliothek spätnachmittags noch einmal aufsuchen, um sich über den Bastet-Kult zu informieren, geht es ihm wieder besser.
Der Bastet-Kult beschäftigte sich wohl vor allem mit der Meditation bzw. Entrückung, oft unter Zuhilfenahme von Drogen. Allerdings ohne übertriebene Dekadenz. Es gibt dazu nur sehr verstreute Fragmente, meist nur Bezugnahmen in antiker Sekundärliteratur. In einem Reisebericht Herodots findet sich folgender Text zum jährlichen Fest der Göttin (2. Buch): "Männer wie Frauen zu gleichen Teilen bestiegen die Boote / die Männer blasen ihre Pfeifen auf der Fahrt / und wo immer ihre Boote anlegen, steigen ihre Frauen aus und verhöhnen die Weiber der Dörfer / während manche andere vielerlei Unfug treiben. / Das ist die rechte Art."
Man bedenke die Übereinstimmung mit der 1911 entdeckten Inschrift von Dahschur aus der IV. Dynastie!
Ein kurzes Fragment aus dem Bericht eines Mittelmeerreisenden trägt nicht direkt zur Deutlichkeit bei: "Die heiligen Flöten der Katzen ruhen in Thraa im Lande Mnar."
Gemäß des Osiris-Mythos verkörpern Bastet und Sachmet die zwei verschiedenen Aspekte der Katzengöttin. Bastet in Gestalt der sitzenden Katze galt als Göttin der Fruchtbarkeit und der Liebe, auch der Freude, des Tanzes, der Musik und der Feste. Sachmet, die Löwenköpfige, steht für die dunkle Seite Bastets. Sie ist die Göttin des Krieges, der Krankheit und der Heilung. Einer ihrer Beinamen lautet "Herrin des Zitterns". Der Ort der größten Verehrung mit einer umfangreichen Tempelanlage und berühmten Feierlichkeiten lag in Bubastis, in Per-Bastet nahe dem heutigen Zagazig, wo sich derzeit nur noch ein Trümmerfeld und ein kleines Museum befinden.

Abends gehen Tom und Lily essen und nach zwei starken Drinks beginnt Tom, wie versprochen, zu erzählen... Er erzählt ihr alles. Angefangen von den schlimmen Erfahrungen in England, wo er Grunewald kennengelernt hatte, über die Einladung zu Steinmanns Maskenball und Reisen in andere Welten bis zum skrupellosen Archäologen, der seine eigene Verlobte opfern will. Kurz nachdem er zu erzählen begonnen hat, erheben sich zwei andere Gäste kurz nachdem sie sich niedergelassen haben. Ein europäisch gekleideter Südländer spricht Tom an und drückt ihm seine Visitenkarte in die Hand. "Kommen Sie doch in meine Praxis..." Entrüstet stopft Tom die Visitenkarte von Dr. Kamaletis in seine Rocktasche, wurde er doch dabei belauscht, wie er die Ursache seiner größten Verunsicherung und seiner schlimmsten Ängste offenbart. Trotzdem versucht er, das Gespräch genauso offen, detailliert und kritisch fortzuführen, wie er es begonnen hatte. Lily hört sich alles an, stellt auch zwischendurch klärende Fragen und wird allmählich immer bleicher und wortkarger. Tom ist sehr froh, dass sie ihm seine Offenheit gedankt hat und ihn nicht (offensichtlich) für einen total verrückten Spinner hält. Nun ja, schließlich kann sie ja auch noch die anderen fragen...

An diesem Abend soll in Heluan ebenfalls eine Aufführung des Hypnotiseurs im Speisesaal des Hotels stattfinden. Gerade rechtzeitig treffen die anderen dort ein, nachdem sie die Leiche geborgen haben, um sich frisch zu machen und umzukleiden. Der "weltberühmte Gagliari" ist ein kleiner, etwas molliger Mann mit brünettem Haar und Schnauzer. Er bringt unter anderem einen Mann dazu, unter Hypnose eine Zitrone genüsslich als Orange zu verspeisen, was das Publikum durchaus amüsiert. Als abschließendes Spiel gibt er einer hypnotisierten Frau zu verstehen, dass sie auf Fragen nicht mit ja oder nein antworten könne. Egal wie direkt und geschickt das Publikum fragt, die Frau gibt immer ausweichende Antworten. Gagliari verwendet ein Pendel, um die Leute in Trance zu versetzen. Dies gelingt ihm regelmäßig in so kurzer Zeit, dass man sich schon überlegt, ob er wirklich so gut ist, oder ob die Frau nicht vielleicht gekauft ist? Richards Neugier ist geweckt, Alexandros lediglich amüsiert und Grunewald ist voll dabei.
Nach der Aufführung zerstreut sich das Publikum schnell. Der Hypnotiseur packt seine Sachen zusammen und macht sich auf, wird jedoch von Richard aufgehalten, der sich mit ihm unterhalten möchte. Den angebotenen Drink nimmt er gerne an. Richard möchte wissen, ob so etwas jeder erlernen könne? Wo er selbst denn das Hypnotisieren gelernt hätte? Gagliari fühlt sich geschmeichelt und winkt ab. Ob man auch größere Menschenmengen hypnotisieren könne? Oder Menschen dazu bringen, Dinge zu tun, die sie nicht wollen? Das bejaht er. Er schätzt, dass man 10 bis 15 Personen zugleich hypnotisieren könne, das aber sehr schwierig sei. Das ginge nur mit mehreren Akteuren und sehr begabt müssten sie auch sein. 200 Menschen? Das hält er für unmöglich. Es gibt natürlich einige Scharlatane – er sei jedoch ein Ehrenmann! Man stimmt überein, dass die Gabe wohl leider nicht nur an ehrenvolle Menschen falle. Er fragt noch einmal nach Richards Namen und verabschiedet sich dann.
"Sie sollten endlich akzeptieren, dass es passiert ist!" fährt Alexandros ihn an, als sie wieder allein sind. "Aber wir haben gesehen, dass es möglich ist..." entgegnet dieser und verlässt ebenfalls den Raum.

Am nächsten Tag reisen die Vier um 10 Uhr zurück nach Kairo, die Leiche wird direkt zum Deutschen Institut gebracht. Grunewald begleitet Mohr ans Institut, während Richard sich zur deutschen Botschaft begibt und Alexandros auf eigenen Wegen durch die Stadt streift.
Als sie dort eintreffen ist die Leiche, die per Automobil transportiert wird, noch nicht da. Grunewald inspiziert derweil das Labor und beginnt dann, in Mohrs Buch zu lesen. Insbesondere Mohrs Randnotizen sind interessant. Er erfährt, dass Cheops Mitfinanzierer des Staudamms war und auch während des Baus Einfluss genommen hat. In der ersten Bauphase haben Priester das Fundament geweiht, unterstützt von Gesandten aus dem Nildelta (Bubastis).
Als Richard, Tom und etwas später auch Grunewald im Hotel aufeinandertreffen, ergibt sich ein Gespräch über Alexandros merkwürdiges Verhalten. Es macht den Eindruck, als ob er sich in diese okkulten Dinge hineinsteigert und um jeden Preis derartige Rituale durchführen will. Man bedenke das fieberhafte Studieren der alten Bücher und sein Verhalten in Heidelberg... Er ist dem Magier einfach hinterhergesprungen und hat seinen Mut fast mit dem Leben bezahlt. Er scheint aber nichts daraus gelernt zu haben, im Gegenteil. Man ist sich einig darüber, dass Alexandros eine unkalkulierbare Gefahr für sich selbst und die Gruppe darstellt. Tom informiert die beiden auch noch darüber, dass er Frau Roth in die vergangenen Vorkommnisse eingeweiht hat.
An der Rezeption informiert man Grunewald, dass Besuch für ihn da war. Er habe keinen Namen hinterlassen, wolle aber nochmals vorsprechen.

Tom lädt zum Abendessen in ein arabisches Restaurant gehobener Qualität. Während des Essens werden natürlich die neueren Erkenntnisse besprochen. Es macht den Eindruck, dass der Priester bestraft wurde, eingesperrt in diese Kammer, von einer Pyramide aus überwacht. Was ist "das Auge der Pyramide"? Stellt die Maske eine Totenmaske dar? Offenbar wollten sie die Maske und die anderen Gegenstände nicht haben und er sollte sie nicht haben, deshalb wurden sie eingemauert. Laut der Inschrift gehört die Maske ihm ("Diener des weißen Opal"). Außerdem wurde er abseits begraben, die Kammer mit Bannsprüchen geschmückt und Priester haben die Begräbnisstätte besonders geweiht.
Grunewald äußert laut seine Verwunderung darüber, dass ihnen noch nichts passiert sei. Er berichtet auch, dass er in dem Buch, dass Mohr ihm im Heidelberg hinterlegt hatte (Quests in Dreams von Aaron Winthrop), einen vielversprechenden Verweis auf ein anderes namens The Golden Bough gefunden hat. Das Essen endet leider im Streit; Grunewald und Frau Roth sind aneinandergeraten und der Professor zeigt sich von seiner schlechten Seite: Er schimpft sie eine schlechte Wissenschaftlerin und hält ihr gleichzeitig vor, sie halte Informationen zurück. Nachdem Lily sich zurückgezogen hat, klingt der Abend dann doch noch gesellig aus.

Am folgenden Tage fahren die Drei zum Deutschen Institut. Frau Roth ist nicht da, Tom kann sie auch nicht in der Bibliothek finden. Deshalb schickt er ihr eine Nachricht nach Hause. Also führt Tom die anderen zu den Artefakten, die offenbar gerade auf den Weg ins Museum gebracht werden sollen. Aber noch sind sie nicht verpackt, so dass sie ohne Probleme besichtigt werden können. Richard und Grunewald sehen die Maske zum ersten Mal. Der Professor nimmt sie in die Hand, um sie genauer anschauen zu können, und hält sie hoch. Als er sie näher an seine kurzsichtigen Augen heranführt, springen plötzlich silbrige Fäden von der Innenseite der Maske aus zu seinem Gesicht und ziehen sie ruckartig heran, begleitet von einem schmatzenden Geräusch. Fassungslos beobachten Richard und Tom das Geschehen. Weich und luftdicht schmiegt sich die Maske an Friedrichs Gesicht, nur die erstaunten Augen sind durch die Öffnungen zu erkennen. Tom schreit auf und beide stürzen sich auf den Professor und versuchen, die Maske abzubekommen – erfolglos, wie sich zeigt. Sie ist wie angewachsen, hat sich perfekt an Grunewalds Gesicht angepasst. Wo man sich mit Gewalt zu schaffen macht, fließt Blut, also lassen sie davon ab. Ms. Gobier, die in einem anderen Laborbereich beschäftigt war, wird auf das Geschehen aufmerksam. Der Professor schwankt, Tom stützt ihn und führt ihn zum nächsten Tisch. Richard und Tom suchen panisch eine Lösung, fuhrwerken hin und her, und schließlich bricht Grunewald zusammen. Ein Luftröhrenschnitt wird angesetzt, aber mangels medizinischer Kenntnisse abgebrochen. Warum muss es auch unbedingt den einzigen Arzt treffen! Er wird von Krämpfen geschüttelt und zuckt, die Augen treten hervor, die Äderchen gerötet. Schließlich erschlafft er. Plötzlich rutscht die Maske wie ein geschmeidiges Tuch von Grunewalds Gesicht. Er ist bleich und liegt leblos da, die übrige Gesichtshaut leuchtet rot. Tom versucht eine hektische Wiederbelebung – und schafft es Gott sei Dank, seinen Freund wieder unter die Lebenden zurückzuholen. Verstört, aber außerordentlich erleichtert wird ein Krankenwagen gerufen, der Grunewald ins Hospital bringt. Ms. Gobier sammelt derweil die Maske ein, sie benutzt zu diesem Zweck eine Zange. Die Maske wird verpackt und von ihr mit einem entsprechenden Warnhinweis versehen.
Richard und Tom warten im Flur des Krankenhauses, wo Mohr und Lily später zu ihnen stoßen. Ihnen wird das Geschehene plastisch beschrieben. Nach einiger Zeit kommt eine ägyptische Krankenschwester heraus und berichtet, dass es Grunewald besser geht. Sie dürften zum Tee wiederkommen, jetzt müsse sich der Patient ausruhen.
Man begibt sich ins Krankenhauscafé, um die Zeit zu überbrücken. Dort berichtet Lily, dass sie des Nachts im
Frazer (Der Goldene Zweig) gelesen hat, dass Gegenstände aus versteinertem, opalgleichem Holz vor "wenig segensreichen Einflüssen" aus den Traumlanden schützen sollen. Allerdings sei das zweischneidig, man müsse vorher Bastet anrufen (Beschwörung). Mohr pflichtet sofort bei. Er weist auch darauf hin, dass die Nile Empress in Richtung Gizeh und Per-Bastet fährt.

Lily verabschiedet sich und wandert nachdenklich und etwas abwesend in der Stadt herum. Sie lässt sich ziellos treiben und vom orientalischen Kairo umfangen, bis sie schließlich auf den Bazar der Buchhändler stößt. Dort stöbert sie ein wenig in den angebotenen Büchern, bis sie von dem griechischen Arzt angesprochen wird, Dr. Kamaletis, der Tom neulich seine Visitenkarte gegeben hat. Er trägt ein Bündel Bücher unter dem Arm und erkundigt sich, ob es ihr gut geht. Sie lädt ihn spontan auf einen Tee ein. Der Nervenarzt ist etwa 1,90m groß, schlank, etwa 35 bis 40 Jahre alt und trägt moderne ägyptische Kleidung. Er trägt eine Hornbrille, ist glattrasiert und besitzt ausnehmend feingliedrige Hände. Sie unterhalten sich über dies und das, er erzählt von seinem Studium in Großbritannien. Dann fragt er nach Tom. Er erschien ihm etwas verunsichert, habe jedoch eine starke Aura. Lily fragt ihn, was er damit meint. Die Fähigkeit, Kontakt zur Umwelt zu halten, Energie zu kanalisieren... Er habe zum Beispiel einen Hypnotiseur getroffen vor einiger Zeit... Er spricht von der Unruhe, die er bei Tom gesehen habe und dass er sich noch nicht selbst gefunden habe. So verwirrt Frau Roth ist, so gelassen redet Kamaletis weiter. "Es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde, die nur geglaubt werden können." Er spricht in Rätseln. Tom sei sich seiner Möglichkeiten nicht bewusst, genauso sei es mit den "Dingen" – Mächten, die ruhen, aber irgendwann erwachen können. Kamaletis behauptet, dem Belauschten Glauben zu schenken.

Richard und Tom gehen etwas gemeinsam spazieren. Nach kurzer Zeit kommen sie an das Ufer des Nils, wo sie sich niederlassen und sich einem kontemplativen Schweigen hingeben. Die Fischerboote, Raddampfer, das fließende, braune Nass haben etwas Beruhigendes, beschäftigen die Augen und lassen die Gedanken wandern...

Alexandros, der sich auch auf dem Büchermarkt herumgetrieben hat, sieht Kamaletis weggehen, ihre Blicke treffen sich. Er stellt Frau Roth grob zur Rede, wer das gewesen sei. Sie lässt sich von dem alten Griechen jedoch nicht einschüchtern und erklärt ihm stattdessen, dass sie Grunewald im Krankenhaus besuchen will.
Pünktlich zur teatime erscheinen alle im Hospital, wo selbige Schwester konstatiert, dass Grunewald auf dem Wege der Besserung sei und eine Viertelstunde lang Besuch empfangen darf. Der Professor sieht tatsächlich schon etwas besser aus, kann sich jedoch nicht an das Geschehene erinnern. Er hielt die Maske in der Hand – und das nächste, was er weiß, ist, dass er von Tom wiederbelebt wurde. Als Richard und Tom ihm berichten und die Lücke füllen, ist er sprachlos. Ganz er selbst, ist er aber sofort an den medizinischen und – wie soll man sagen – okkulten Aspekten interessiert (die Maske löste sich offenbar erst von selbst, als er wirklich tot war) und verschwendet keinen Gedanken daran, dass er um ein Haar tot gewesen wäre. Mohr schlägt vor, übermorgen mit Grunewald die Nile Empress nach Zagazig zu nehmen.
Abends im Restaurant wird weiter diskutiert. Hinweise auf die Bastet-Verehrung und –riten finden sich in der Inschrift von Dahschur aus der IV. Dynastie, bei Herodot, Frazer und auch im Fragment des Reisenden. Frau Roth fragt sich, wo eigentlich die Fundberichte zu den Katzenmumien bleiben. Was für Spezies sind das eigentlich? Die zeitliche Abfolge der Funde wird ermittelt. Begonnen hat alles mit dem Bruch des Straßendammes am Nil, bei dessen Reparaturarbeiten die spärlichen Überreste eines Schiffes inklusive der Katzenmumie entdeckt wurden. Der Erhaltungszustand der Mumien ist wirklich erstaunlich und muss Mohr erhebliche Probleme bei der wissenschaftlich fundierten zeitlichen Einordnung in die IV. Dynastie gemacht haben. Immer wieder gibt es Hinweise auf die "Traumlande". Man beschließt, Mohr und Grunewald dazu zu befragen. Lily erzählt Tom von ihrem Treffen mit Kamaletis. Sie schlägt ihm vor, sich doch einmal mit ihm zu treffen. Tom ist erstaunt und bestürzt über dessen Einschätzung und will nichts davon wissen.

Am nächsten Morgen findet Lily Mohr schlafend an seinem Schreibtisch inmitten von Papieren, weckt ihn und schickt ihn zu Bett. Sie bietet ihm auch ihre Mithilfe bei der Abfassung des Fundberichtes aufgrund seiner Tagebuchnotizen an. Gerne geht er auf ihr Angebot ein, weiß er doch ihre Arbeit aus früheren Tagen zu schätzen. Sie fragt ihn auch nach Kamaletis, doch scheint der Name im archäologischen Bereich nicht bekannt zu sein.
Gegen 9 Uhr trifft sich die Gruppe in den Präparationsräumen. Ms. Gobier räumt gerade auf, die Artefakte sind schon fort und was noch zu bewältigen ist, sind die umfangreichen Schreibarbeiten. Die Wissenschaftlerin erklärt, dass es sich um mumifizierte Spezies der kurzschwänzigen Rohrkatze, Felis chaus, handelt, einer sehr eigenwilligen und nur teilweise domestizierten Wildkatzenart. Sie wartet noch auf externe Laborberichte, ohne die sie eine abschließende Beurteilung nicht vornehmen kann. Anhand der Ornamentik und Wickeltechnik würde man die Mumien der IV. Dynastie zuordnen. Der Erhaltungszustand ist allerdings mehr als erstaunlich. Die zuerst gefundene Mumie lag definitiv vor kurzem und nur für kurze Zeit im Wasser und die beiden anderen entweder gar nicht oder es hat ihnen aus unerfindlichen Gründen nicht geschadet. Für die menschliche Mumie liegt die Genehmigung zur Obduktion bisher noch nicht vor. Auch zu den Klümpchen aus dem Tontiegel gibt es noch keine Erkenntnisse. Es handelt sich wahrscheinlich um ein Harz unbekannter Zusammensetzung, das evtl. als Parafernalium verwendet wurde. Sie selbst wurde bereits von Henri Naville angefordert; dessen Ausgrabung weiter vorangeschritten ist, es wurde ein neues Grabgewölbe gefunden. Allerdings gab es in Abwesenheit des Professors einige Unregelmäßigkeiten, weswegen sie dazugezogen wird. Sie verabschiedet sich.
Im Krankenhaus sitzt Grunewald bereits völlig angekleidet beim Mittagessen. Er kann sich allerdings noch immer nicht an die fehlenden Minuten erinnern.
Am Nachmittag zerstreuen sich die Mitglieder der Gruppe und treffen Vorbereitungen für den nächsten Tag. Tom macht sich selbst auf die Suche, während Richard ein Reisebüro aufsuchen will, um ein Boot zu chartern. Alexandros trifft sich zum Erfahrungsaustausch mit einem anderen Raubgräber zum Tee. Frau Roth bekommt schließlich Mohrs Notizen, die wie erwartet sehr chaotisch sind und zum Teil sogar auf Butterbrotpapier geführt wurden. Das Ordnen und Zusammenfassen der Informationen füllt den ganzen Nachmittag. Sie entnimmt den Notizen, dass bei den Bauarbeiten am Straßendamm mehrere Amphoren gefunden wurden, was dem Dorfältesten berichtet wurde. Glücklicherweise wurde die Information zeitnah an Fahed Mubarak herangetragen. Mohr weilte zu dieser Zeit in Deutschland. Dann wurde die Katzenmumie gefunden. Sie wirkte wie ein Teil der Schiffsladung. Trotz der Aufzeichnungen von Abo Boku ist die detaillierte Fundsituation leider nicht mehr rekonstruierbar. Frau Roth findet noch heraus, dass Abo Boku wieder zur Fundstelle am Nilufer zurückgekehrt ist. Außerdem erfährt sie, dass es unterschiedliche Ausgaben vom Golden Bough gibt, u.a. eine dreizehnbändige Ausgabe von 1911 – 15.

Der nächste Tag beginnt mit einer Bootsfahrt auf dem Nil. Ein kleines Bötchen mit rasselndem Motor bringt die Gruppe zunächst gegen 11 Uhr zum Fundort der ersten Katzenmumie am Nil. Es wurden dort noch weitere altägyptische Keramiken gefunden. Frau Roth erkundigt sich sogleich nach Abo Bokus Aufzeichnungen, die er ihr auch ohne Zögern aushändigt. Während Boku die anderen über das Grabungsgelände führt, fertigt sie eine kurze Kopie der Tagesberichte an. Boku ist der Ansicht, dass sich die Mumie in einem Behältnis befunden haben muss, das zerstört wurde. Er war bei der Entdeckung leider nicht anwesend gewesen und es sind bisher auch keine Überreste eines Behältnisses gefunden worden. Er hält das Boot für ein Frachtschiff, die Mumie für Beiladung.
Zagazig wird am frühen Nachmittag erreicht. Von dort aus lässt sich der Hügel Tel Basta mit dem Ruinenfeld Per-Bastets in der näheren Umgebung gut erkennen. Der Nachmittag ist bereits fortgeschritten, als sie das Ruinenfeld erreichen. Das ist allerdings absolut unspektakulär, da wirklich alles zerstört ist. Ein kleines Museum im Kolonialstil, offenbar Teil einer ehemaligen Kaserne, birgt wohl alles Nennenswerte. Es ist allerdings geschlossen, worauf ein handgeschriebenes Schild hinweist ("back soon"). Als sie vor der Eingangstür stehen und überlegen, wann das Museum wohl geöffnet hat, erregen Geräusche hinter dem Haus ihre Aufmerksamkeit. Ein behäbiger Mann in Kaftan und Fez mit kurzem, grauem Bart nähert sich und spricht sie in gebrochenem Englisch an. Er ist überrascht und begeistert, als Frau Roth ihm auf arabisch antwortet und schließt das Museum auf. Der Inhalt des Museums entspricht leider dem Ruinenfeld: Es gibt viele langweilige Steinbrocken und einige kleine Figurinen. Eine kleine, hölzerne Katze, bemalt in schwarz und rot, ist eines der wenigen schönen Objekte. Lily fragt den Museumswächter nach der Kultstätte und erfährt neben Geschichten aus der Kolonialzeit einige illustre Märchen und Sagen. Für die Archäologen ist ohne Probleme erkennbar, dass die echten Funde sinnreich durch andere "Katzen-Artefakte" ergänzt wurden.
Etwas enttäuscht begibt man sich des Abends zur Unterkunft in Zagazig zurück. Von der Ausgrabungsstätte des größten Bastetheiligtums hatte man sich eindeutig mehr versprochen. Es ist ein einfaches, kleines Hotel mit Restaurant, das aber für eine Übernachtung genügen dürfte. Herhausen schläft allerdings heute Nacht schlecht und begibt sich noch auf einen kleinen nächtlichen Spaziergang.
Als Richard sich seiner bewusst wird, steht er mit dem Feuerzeug in der Hand vor der kleinen, bemalten Katzenfigur. Im Eingang zum Nebenzimmer steht der schlaftrunkene Museumswächter mit weit aufgerissenen Augen und einer Muskete in der Hand und schreit ihn an. Erschrocken hebt Richard die Hände. Der Wächter kommt näher und versucht ihn auszufragen. Warum er die Türe aufgebrochen hätte, was er hier wolle, was ihm überhaupt einfiele! Richard ist total verwirrt. Der Wächter lässt die Waffe sinken und treibt ihn die Treppe hinunter Richtung Ausgang. "Police!" Seine Schulter schmerzt etwas und als er an sich herabsieht, entdeckt er auch entsprechende Spuren an seinem Jackett. Er greift in seine Taschen und bietet dem Wächter Geld an, alles ,was er dabei hat. Dieser schaut, überlegt, streitet offenbar mit sich selbst und greift schließlich doch zu. Richard fragt ihn dann, was geschehen sei. Der Wächter hat keine Ahnung; er hörte Lärm im Museum und als er dort eintraf, fand er ihn oben vor der Vitrine. Ob er etwas gestohlen hätte? Richard räumt seine Taschen aus, aber es findet sich nichts Auffälliges darin. Schließlich zuckt der Wächter die Achseln und scheucht ihn vor sich hinschimpfend weg. Richard versteht die Welt nicht mehr. Seine letzte Erinnerung vor dem bestürzenden Erwachen ist die an einen kleinen Rundgang mit einer Zigarette um das Hotel... Als er dort ankommt ist es Mitternacht, der Nachtportier schnarcht in seinem Kämmerchen vor sich hin. Zeitlich würde das passen... Aber er hat gar keine Erinnerung an den Weg zum Museum und warum zum Teufel sollte er überhaupt dort einbrechen?!! Er setzt sich erst einmal vor das Hotel und zündet sich mit zitternden Händen eine weitere Zigarette an. Warum erinnert er sich nicht? Was soll das alles? Wird er etwa verrückt? Als er dann zu seinem Zimmer hochgeht, schaut Alexandros aus seiner Zimmertür. Er erzählt ihm etwas wirr, was er eben erlebt hat, aber der winkt nur ab und schickt ihn ins Bett.

Am nächsten Morgen sitzen die Ausflügler beim ägyptischen Frühstück mit dicken Fladen, einer etwas schleimigen Suppe, Bohnen und Zwiebeln, als Richard von seinem nächtlichen Ausflug berichtet. Tom findet, dass das nach Schlafwandlerei klingt, allerdings war er ja zum Zeitpunkt des Eintretens wach gewesen... Man findet keine Erklärung dafür, macht sich aber Sorgen um Richard. Der wirkt etwas gehetzt und hat wohl nicht sehr viel geschlafen.
Sie nehmen dann das Schiff zurück nach Kairo und widmen sich verschiedenen Beschäftigungen.
Grunewald strebt sogleich zum Deutschen Institut, um sich der Obduktion der Mumie zu widmen. Alexandros begibt sich, wie so oft, auf die Suche nach okkulten Büchern. Richard denkt noch einmal über seine Unterhaltung mit Gagliari nach. Ein Hypnotiseur kann den Willen seines Opfers unterdrücken und es seinem eigenen unterwerfen. Ein Fokus wie das Pendel ist wahrscheinlich nicht immer erforderlich... Gab es denn eine Einflussnahme? Er kann sich einfach nicht erinnern! Ob Gagliari wohl doch gefährlich ist? Er hat offenbar Potential... Wurde er womöglich neulich nach der Vorstellung hypnotisiert?!! Er ergeht sich in Selbstzweifeln. Tom erkundigt sich in einem europäischen Reisebüro nach Fahrten nach Gizeh. Die Nile Empress fährt auch dorthin, Gruppenführungen werden angeboten. Richard erkundigt sich nach Gagliari und erfährt, dass dieser heute nach Alexandria gereist ist. Kurzentschlossen eilt er zum Schnellzug. Grunewald spürt, trotz seiner Verleugnung, deutlich die körperlichen Nachwirkungen des Nahtodes. Umso eifriger stürzt er sich auf seine Arbeit. Die Obduktionsverhältnisse sind suboptimal, aber schließlich ist das hier keine deutsche Pathologie. Auf dem Labortisch des Institutes wirkt der Körper auch nicht mehr so bedrohlich wie in der kleinen Grabkammer. Er widmet sich speziell den eigenartigen Deformationen von Rückgrat und Beinen. Die Wirbelsäule ist viel dichter, starrer und kompakter, als sie normalerweise beschaffen ist. Auch die Ausformung der O-Beine ist extrem. Es ist kaum vorzustellen, wie sich ein derartig deformierter Mensch fortbewegt hat. Es reizt ihn einerseits, diese erstaunlichen Ergebnisse zu publizieren, doch andererseits ist ihm bewusst, dass ihn Derartiges leicht seinen guten Ruf kosten kann. Zu seinem großen Erstaunen findet sich im Schädel noch ein gallertartiger Rückstand an Hirnmasse. Tom ist langweilig. Er stromert in der Stadt herum und gelangt irgendwann zu seiner alten Kaserne. An der Pforte erfährt er, dass ein alter Bekannter, William Peter Huntington, noch dort arbeitet. Da er gerade nicht erreichbar ist, lässt er ihm seine besten Grüße ausrichten und schlägt ein Abendessen vor. Grunewald trifft nach der Obduktion auf Frau Roth, die ihn auf einen kleinen Spaziergang begleitet. Sie konnte den Bericht zum Fund der ersten Katzenmumie heute fertigstellen.
Richard gelingt es, Gagliari in seinem Hotel in Alexandria ausfindig zu machen. Er spricht vor und wird in den Salon gebeten. Herhausen erkundigt sich nach begabten Personen, die ihre hypnotischen Fähigkeiten missbraucht haben. Zur Erklärung seines dringlichen Interesses erzählt er auch von seiner Erfahrung in Per-Bastet. Gagliari hört sich die Geschichte an und schlägt dann vor, ihn zu hypnotisieren, um herauszufinden, ob er dominiert wird. Richard kämpft mit seinen Ängsten und dem Misstrauen und reißt sich dann zusammen. Der Hypnotiseur sitzt ihm gegenüber und fordert ihn auf, sich zu entspannen. "Schauen Sie in meine blauen Augen..." Richards Gesichtsfeld reduziert sich rapide und er stürzt förmlich in diese blauen Augen, um dann in Dunkelheit zu versinken... Er fühlt sich einsam und ausgeliefert, hilflos in dieser Schwärze. Ohne Orientierung. Eine Woge der Furcht erfasst ihn, ganz plötzlich, noch bevor die Angst angekommen ist. Es wird wieder hell, Richard orientiert sich und findet sich in dem Salon des Hotels in Alexandria wieder. Er sitzt ganz verkrampft und bleich auf seinem Sessel. Gagliari sitzt ihm gegenüber wie sein Spiegelbild: Weiß wie ein Leintuch, Schweiß auf der Stirn, steht ihn die Furcht ins Gesicht geschrieben. "Mon Dieu!" ächzt er und lehnt sich zurück. Er sieht deutlich älter und verbrauchter aus als noch gerade eben. Richard kippt zitternd seinen Brandy hinunter. Gagliari stottert "Ich.. ich muss Ihnen sagen,... Sie haben einen außerordentlichen Geist. Nur glaube ich nicht, dass es nur Ihrer ist." Auf seine Frage hin hätte zumindest nicht nur einer geantwortet. Richard erkundigt sich, ob er sich Sorgen machen muss? Gagliari rät zum Besuch eines Psychologen. Er will irgendwie nicht ganz heraus mit der Sprache. Eine Stimme hätte in einer sehr alten Sprache, ähnlich dem Ägyptischen, gesprochen. "Ich habe in einer Sprache gesprochen, die ich selbst nicht beherrsche?" "Sie haben mir auf französisch geantwortet." erwidert Gagliari. Er habe eine Präsenz gespürt, die sich verbergen wollte. "Was soll ich tun, um es loszuwerden?" Es sei nicht mehr da, am Schluss gab es keine Antworten mehr. Alexandros schickt Mohr eine Notiz, dass man, nachdem die Ausgrabungen vorbei sind, doch jetzt einmal in Ruhe über die Vorgänge in Berlin sprechen könne. Tom trifft sich dann tatsächlich mit Huntington, der mittlerweile als Berater des ägyptischen militärischen Geheimdienstes arbeitet, zum Essen. Sie verbringen eine angenehme Zeit, während der Tom folgende neue Erkenntnisse gewinnen kann: Mehon Bahari überwacht als Ressortleiter der Kairoer Kulturbehörde die Grabungsstätten. Er wäre ein guter Kontakt. Informativ wäre sicherlich die Bekanntschaft mit George Mustafa Barnington Lloyd, dem Reporter der Kairo Tribune, dessen Visitenkarte Tom Dank des kürzlichen Zusammentreffens bereits besitzt. Huntington berichtet außerdem, dass es verstärkt Probleme mit religiösen und nationalistischen Gruppierungen wie den Ophiten gibt, offenbar aufgrund eines erstarkenden nationalistischen Bewusstseins infolge der Unabhängigkeitsbewegung. Die verschiedenen Empfindlichkeiten behindern zunehmend die sinnvolle Zusammenarbeit in Politik und Geheimdienst. Tom zeigt Interesse an der Geheimdienstarbeit und die beiden verabreden weitere Treffen.

Frau Roth holt den Professor im Keller des Institutes zum Abendessen ab. Sie fühlt sich absolut unwohl in Anwesenheit der Leiche. Auch Grunewald war heute öfter als gewöhnlich an der frischen Luft, würde das jedoch in Anbetracht seiner Berufsehre niemals zugeben. Die beiden treffen im Hotel auf Alexandros und auch Herhausen, der sich noch eben frischmachen will, stößt dazu. Edwardson hinterlegt man eine Nachricht, er kommt später nach.
Die Gruppe macht einen etwas heruntergekommenen Eindruck. Frau Roth erscheint genauso freundlich und verbindlich wie sonst, der Grieche aber in seiner ägyptischen Kluft, behängt mit Talismanen, mit ungepflegter Frisur und Bart kann auf den ersten Blick als abgerissener Eingeborener durchgehen. Richard kommt hohlwangig daher, mit dunklen Augenringen und etwas verstörtem Blick und selbst der Professor, den sonst so leicht nichts umwirft, bewegt sich steif und vorsichtig und sieht aus wie von den Toten auferstanden.
Frau Roth erkundigt sich, womit Herhausen seinen Nachmittag verbracht hat, der spricht jedoch nur von den beeindruckenden Ereignissen der letzten Nacht. Grunewald berichtet von der Obduktion und bestreitet das angegebene Alter der Leiche, was zu einem Streitgespräch mit Frau Roth und Alexandros führt. Er diskutiert mit Alexandros über irgendwelche Linien auf dem Boden – die gar nicht da waren. Der Grieche stellt noch fest, dass so eine Mauer ja kein Hindernis darstellen würde und hier ein Verräter seine gerechte Strafe erhalten habe. Herhausen wirft ihm einen warnenden Blick zu. Alle Anwesenden machen sich Sorgen um Grunewald, der sich immer wieder an den Hals fasst und schließlich kurz an die frische Luft geht. Lily erkundigt sich gerade nach Toms Nachmittag, als Grunewald zurück in das Restaurant stürzt und "Feuer!" ruft. Er stürzt wieder hinaus. Edwardson und Roth springen auf und hinterher. An der Tür hat Grunewald gerade den Türsteher gepackt und schüttelt ihn. Er soll etwas tun, es brennt! Eine Rauchwolke wallt aus einem Fenster des Deutschen Archäologischen Institutes – Mohrs Zimmer!
Tom und Lily rennen los, mit dem klapprigen Grunewald im Gefolge. Richard und Alexandros folgen. Sie orientieren sich zuerst und suchen einen Hydranten, wo sie sich auch Löschsand und eine Feueraxt besorgen. Die anderen sind schon im Gebäude verschwunden. Es schlägt ihnen dichter Rauch entgegen, der eine erstaunlich würzige Komponente an sich hat.. Es rumort im Büro, durch den dichten Qualm sind nur Schemen zu erkennen. Aus Richtung des Schreibtisches lässt sich ein orangenes Glühen ausmachen. "Ich glaub, ich hab ihn!", gefolgt von einem Hustenanfall. Schließlich schält sich die Gestalt von Peter Horstmayr, Mohrs Assistenten, aus den Rauchschwaden, der mit Hilfe des Pförtners den bewusstlosen Mohr aus dem Raum zieht. Tom springt hinzu und hilft, ihn nach unten zu bringen. Er hat Verbrennungen erlitten (Haare und Kleidung versengt, der linke Arm mit offensichtlichen Brandwunden) und röchelt. "es ist verbrannt... alle Unterlagen... ich weiß nicht... die Berichte...die Übersetzung..." Er wird ohnmächtig. Richard und Alexandros versuchen derweil im immer dichter werdenden Qualm ihre Löschutensilien in Betrieb zu nehmen. Das Feuer flackert auf und greift auf das Bücherregal über. Mit einiger Mühe gelingt es ihnen jedoch, den Brand unter Kontrolle zu bringen und schließlich zu löschen.
Grunewald schickt Tom in den Keller, um Laudanum aus der Hausapotheke zu holen. Er selbst begibt sich eilends in den Keller, um seine Unterlagen "zu retten", während Lily versucht, den Verletzten bei Bewusstsein zu halten.
Oben im Büro legt sich der Rauch langsam. Die Brandquelle scheint eine umgefallene Schreibtischlampe zu sein. Alexandros wendet sich unverblümt dem Bücherregal zu und will sich dort bedienen. Er wird jedoch von einem Hustenanfall unterbrochen und Herhausen wird aufmerksam. Er zerrt den Griechen aus dem Raum, der zeternd noch einmal zugreift und sich doch noch ein Buch greifen kann. Die beiden haben mittlerweile das Gefühl, dass ihnen der Kopf platzt, es scheint alles irreal. Sie taumeln über den Flur, gleichsam schwebend und entrückt. Was war in dem Rauch? Es riecht anders als in Heidelberg, scheint kein Opium zu sein. Schließlich wanken sie aus dem Eingang auf die Straße, lassen sich dann erschöpft und röchelnd auf die Stufen sinken. Lily redet immer noch unablässig auf Mohr ein. Ihr Erzählfluss stockt nur kurz, als eine schwarze Katze nahe vorbeigeht und kurz auf die Szene blickt. Tom hat Wasser besorgt und tränkt alle damit. Mohr bekommt das Laudanum. Schließlich rückt auch die Feuerwehr an, es haben sich bereits Schaulustige angesammelt. Mit einem Taxi wird Mohr dann ins nächste Krankenhaus gebracht.
Nachts werden alle von Alpträumen geplagt.
Grunewald erzählt Tom, dass er geträumt hat, wie drei Katzen durch einen Spiegel gesprungen sind. Er will deshalb gleich ins Ägyptische Museum fahren und sich die Katzenmumien noch einmal anschauen. Gesagt, getan. Dort erfahren sie, dass die Katzenmumien noch nicht freigegeben sind. Außerdem gab es offenbar nachts einen Vorfall, ein Nachtwächter sei ausgefallen. Sie müssen warten, bis sie zu Mubarak vorgelassen werden. Der informiert sie dann, dass der Nachtwächter Achmed in Raum II verrückt geworden sei. Das sei der Raum mit den Katzenmumien. Der Mann sei in ein Krankenhaus gebracht worden. Sein Assistent Edward führt die beiden durch eine Nebentür in den Ausstellungssaal. Die Vitrine mit den drei unverändert aussehenden Katzen befindet sich darin. Achmed hätte immer wieder gesagt, "sie haben die Katze gerufen!", berichtet Edward. Hinter der Absperrung drängeln und schubsen etwa 150 Personen, die – aufgestachelt von Gerüchten – jetzt erst recht die neuen Katzenmumien sehen wollen. Grunewald umrundet die Vitrine und ermittelt auf diese Weise, aus welcher Perspektive er die Katzen beobachtet hat. Der Spiegel müsste praktisch der hinteren Vitrinenwand entsprochen haben... Also sind sie so hinuntergesprungen... Ihn schaudert es. Tom hat sich so lange, eine Entschuldigung murmelnd, entfernt. Der Professor sieht sich noch etwas um, im Nachbarsaal werden Funde der IV. Dynastie ausgestellt, und begibt sich dann zu den Sanitärräumen. Dort kann er Tom nicht finden. Er fragt bei den Mitarbeitern nach, doch keiner hat ihn gesehen. Achselzuckend verlässt er das Museum, um sich ein Taxi zu rufen. Er hat eine Verabredung auf dem Bücherbazar.
Tom wacht aus einer Art Tagtraum auf und findet sich auf einer Bank gegenüber des Ägyptischen Museums sitzend. Seine letzte Erinnerung ist die an eine Katze, eine Bastetstatuette, die er betrachtet. Er befindet sich in Dunkelheit, es ist kühl und feucht, die Luft riecht muffig. Ein sanftes Leuchten erstrahlt aus ihrem Innern, verdunkelt nur an der Stelle, wo sie von Toms Hand verdeckt wird. Er steigt über einen Körper hinweg und eilt zurück zur Treppenflucht nach oben. Dort entnimmt er seiner Jackettasche einen Gegenstand und legt ihn ab. –Schnitt- Um den erschrockenen Mann herum wuselt der alltägliche Irrsinn. Einheimische, Touristen, Karren, Automobile schwärmen um ihn herum und bevölkern die Straße. Schmerzen an der rechten Hand lassen ihn aufmerken. Er findet Schrammen an seinen Fingerknöcheln, fast als hätte er sich eben geprügelt. Verwirrt bleibt er zunächst eine Weile dort sitzen. Plötzlich fühlt er sich wieder von Dunkelheit umfangen.Ein diffuses Leuchten geht von einem länglichen Stein aus, der maskenähnlich gearbeitet ist. Er ist etwa 4 x 15cm groß, massiv und makellos weiß. Er stellt ein wie unter Qualen verzerrtes, langgezogenes menschliches Gesicht dar. Es geht einen katakombenähnlichen Gang entlang, er hält den Gegenstand kurz in der Hand. Tom schreckt erneut auf, als ein Polizeiwagen mit lauter Sirene vor dem Museum hält. Polizisten steigen aus und eilen in das Gebäude. Tom hat das deutliche Gefühl, eben noch etwas in der Hand gehalten zu haben, fast als hätte es einen Abdruck hinterlassen. Er greift in seine Taschen, findet jedoch nichts. Was auch immer er in der Hand gehalten hatte, er muss es zwischen Korridor und Parkbank losgeworden sein. Als er das Erscheinen der Polizei mit seinem "Traum" in Verbindung bringt, steht er abrupt auf und stürzt sich in das Straßengewühl. Nur schnell weg hier! Er könnte schwören, dass die Statuette genauso aussah wie die Holzstatuette in Per-Bastet...
Lily hat sich schon morgens zu Mohr ins Krankenhaus begeben und harrt dort lesend etwaiger Neuigkeiten über Mohrs Gesundheitszustand. Sie hat sich in den Analsyebericht der Harzklumpen vertieft. Später kommen Alexandros und Herhausen und die drei machen einen Spaziergang auf dem Krankenhausgelände.
Grunewald ist inzwischen auf dem Bazar angekommen. Viele Händler mit Auslagen und Kisten voller verschiedenster Bücher und Schriftrollen bevölkern die Innenhöfe. Es wird ihm ein altes Buch in lateinischer Sprache namens Clavis Salomonis angeboten, aus dem 17. Jahrhundert. Er schätzt es auf etwa 1650, der Druck stammt aus Nürnberg. Es enthält einige drastische Holzschnitte, die ihn an Alexandros Buch erinnern. Es ist auch streckenweise beschädigt, die Seite mit der Widmung ist halb zerrissen, etwa zehn Seiten fehlen, aber der Rest ist in gutem Zustand. Der Professor feilscht noch mit dem Händler, wie es sich gehört, und wird dann von ihm zum Hotel begleitet. Dort wird das Buch auf seinen Namen im Tresor hinterlegt, da Grunewald das Entgelt erst beschaffen muss.
Gegen 12 Uhr kommen die drei Spaziergänger zurück und dürfen eintreten. Mohr wird gerade von einer Schwester gefüttert. Er hat Verbrennungen unterschiedlicher Grade an Hals, Brust, Händen, Armen und einem Oberschenkel. Er wird ungeduldig, schlingt und verschluckt sich – die Schwester schickt sie dann erst einmal wieder hinaus. Tom stößt zu der Gruppe hinzu. Er ist bleich, hat einen starren Blick und wirkt ernst und gehetzt. Er blockt Fragen ab und erkundigt sich stattdessen nach Mohr. Nach dem Essen dürfen sie zu ihm. Er sieht schlecht aus und scheint etwas verwirrt zu sein. Frische Verbände zieren seinen Oberkörper. "Was ist eigentlich passiert?" fragt er in die Runde. "Das wollte ich Dich eigentlich fragen!" entgegnet Lily. Er müsse wohl eingeschlafen sein... Mit trockenem Lachen macht Mohr Witze über seinen Assistenten, Alexandros stichelt frech gegen Frau Roth. Maske, Stein und Tiegel – die Dinge lagen im Postausgang – sind nicht auffindbar! Richard fragt, wie das Loch im Fenster entstanden ist. Mohr wirkt gestresst und seine Antwort irgendwie zurechtgelegt: Er hätte versucht, das Fenster aufzureißen, um die brennenden Dokumente herauszuwerfen. Die Papiere befanden sich auf seinem Schreibtisch. Alexandros bezweifelt das ungerührt. Mohr bleibt dabei, wirkt jedoch unsicher und scheint etwas zu verbergen. Grunewald und Lily, die sich mit dem Verletzten beschäftigt hatten, sind sich sicher, dass er die Maske nicht bei sich hatte. Der Tiegel lag zerbrochen auf dem Boden und die Überreste der Akten rochen nach Harz. Lily liest den Untersuchungsbericht zu den Harzklümpchen vor. Es handelt sich um verschiedene Halluzinogene aus landestypischen Ausgangsstoffen, v.a. endemischen Pflanzen, verschnitten mit Tabaken. Die Substanz ist nur leicht giftig und besitzt eine entsprechende Wirkung. Kein Wunder hatten alle Kopfschmerzen und Alpträume! Ein Durchsuchung des Stoffbeutels mit den Überresten von Mohrs Kleidung bringt den fünfzackigen Stern zu Tage. Er steckte in der Hosentasche. Dann werden sie von der resoluten Krankenschwester hinausgeleitet. Draußen im Gang kommt ihnen Mohrs Kollege Professor Anderlin entgegen. Er spricht in fließendem Arabisch auf die Schwester ein und versucht, Einlass zu erlangen.
Tom will einen Drink, Lily hat Hunger, also begibt man sich in ein Restaurant. Dort wird wild spekuliert. Was bedeuten die Tiegelreste am Boden, warum war der Stern in seiner Hosentasche, wo ist die Maske? Ob Mohr auch ein Blackout hatte? Tom erbleicht. Mohrs Erklärungen waren zwar fadenscheinig, aber möglich. Der Pförtner und Horstmayr waren zuerst im Raum, vielleicht haben sie etwas beobachtet.
Anschließend begibt man sich auf einen Nilspaziergang, nicht zuletzt, um den Uferbereich am Institut zu untersuchen. Es stellt sich heraus, dass es hier gar kein Ufer gibt; die Hauswand geht nahtlos in eine Ufermauer über. Von hier aus kann kein Eindringling gekommen sein und wenn er tatsächlich Papiere aus dem Fenster geworfen hat, hat sie längst der Nil verschlungen.
Oben im Büro versuchen sich Richard und Tom im Scheibenpuzzle. Sie markieren die Bodenscherben und setzen die Scheibe vorsichtig wieder zusammen. Nur wenige Splitter sind in den Raum gefallen, d.h. dass die Krafteinwirkung tatsächlich von innen nach außen erfolgt ist. Da das entstandene Loch zu klein ist, müsste die Maske noch im Raum sein, wenn sie nicht durch die Tür nach draußen gelangt ist. Lily setzt in minutiöser Feinarbeit die Reste des Tiegels zusammen und stellt fest, dass größere Teile fehlen. Es gibt auch keine Harzrückstände. Die anderen durchsuchen derweil den Raum, bleiben aber alle an dem einen oder anderen interessanten Buch hängen. Richard findet schließlich die Maske. Sie lag auf der rechten Seite im Regal, hinter einer Buchreihe, etwas höher als das Schreibtischniveau. Die Vier stellen dann verschiedene Szenen am Schreibtisch nach, um zu ermitteln, was wirklich passiert ist.
Nach einiger Zeit wird die Pantomime ergebnislos abgebrochen und man begibt sich ins Hotel. Dort schließt Grunewald den Kauf ab und nimmt das Buch eilig an sich. Frau Roth geht noch einmal zu Mohr ins Krankenhaus. Der erzählt ihr munter von den Traumlanden. Als er schließlich meint, sie solle Grunewald fragen, der könne ihr auch davon erzählen, versteht sie die Welt nicht mehr. Abends findet man sich, wie so oft, bei Erfrischungsgetränken im Salon des Hotels wieder. Alexandros wird von einem Portier dezent, aber unmissverständlich darauf hingewiesen, dass das Rauchen von Opium hier nicht erwünscht sei. Frau Roth stößt später dazu. Sie fragt Grunewald direkt nach Mohrs Buch ("irgendwas über Träume"), worauf dieser abrupt aufsteht und Lily in sein Zimmer lotst. Er ergeht sich in Beschreibungen und der Reise dorthin unter Zuhilfenahme von Drogen. Alexandros und Edwardson schauen sich – plötzlich allein gelassen – an. "Wir sollen da was nicht wissen?!" meint der Grieche. Nach einer Weile kommen die anderen zurück. Tom schlägt vor, übermorgen nach Gizeh zu fahren, um etwas über "das Auge des Cheops" herauszufinden. Es entbrennt eine heiße Diskussion, in deren Folge Alexandros aus Nevilles Tagebuch zitiert, was er aber nicht besitzen will. Dafür erwähnen die anderen die okkulte Schriftrolle aus Heidelberg, deren Existenz sie Alexandros vorenthalten hatten.
Die Herren kleiden sich dann zum Abendessen um, während Frau Roth an der Bar wartet. Im Zimmer erzählt Tom auf Grunewalds Frage, warum er denn heute Morgen so plötzlich aus dem Museum verschwunden sei, von seinem Tagtraum. Er zeigt Ansätze von Panik ("Was habe ich getan?!!") und ist sehr aufgewühlt. Bei Tisch reißt Grunewald das Thema Träume an. Lily fragt nach, wer denn Träume gehabt habe? Grunewald berichtet von seinem Traum und dem verrückt gewordenen Nachtwächter. Ist das Aberglaube oder das Zweite Gesicht? Die Verwendung von Drogen wird diskutiert, Grunewald ist besonders eifrig dabei. Toms Frage, warum sie denn die Drogen aus dem Harz nachkochen sollten, bleibt unbeantwortet. Beim Aufbruch bemerken sie eine bräunliche Tigerkatze, die die Lobby zusammen mit einem Pulk Gäste betreten hat. Sie ähnelt der Katze, die Tom heute Mittag vor dem Museum gesehen hat. Grunewald macht den Portier auf das Tier aufmerksam. Während Lily ein Taxi ruft, nimmt Alexandros noch einen Kaffee im Salon. Grunewald und Edwardson begeben sich über das Treppenhaus, wo gerade zwei Lampen ausgetauscht werden, nach oben. Als Alexandros später folgt, kommt etwas aus dem dunklen Treppenbereich hervorgeschossen und springt zwischen seinen Beinen hindurch. Der Grieche stolpert und kann sich gerade noch mit der Hand abfangen, die er sich allerdings dabei verstaucht. Fluchend holt er sich etwas aus seinem Zimmer und macht sich auf einen langen Abendspaziergang.

Frau Roth macht sich früh am nächsten Morgen zu Fuß auf dem Weg zum Oriental. Wenige Straßen vom Hotel entfernt, reißt sie ein aufheulendes Motorengeräusch aus ihren Gedanken. Ein Omnibus rast direkt auf sie zu! Sie erstarrt und blickt auf den Fahrer, der mit schreckgeweiteten Augen am Lenkrad reißt, bevor ihr Bewusstsein mit einem lauten Rums erlischt. Als sie wieder aufwacht, befindet sie sich in dämmerigem Licht, sie verspürt starke Schmerzen im Brustbereich. Direkt über ihr befinden sich merkwürdige Metallteile, diffuses Licht fällt von der Seite herein. Dort sind auch viele Füße... Mit sanfter Gewalt wird sie unter dem Geräusch reißenden Stoffes unter dem Bus hervorgezogen. Die blendende Helligkeit macht sie blinzeln, eine Traube gestikulierender und diskutierender Araber schaut auf sie herab. Jemand bedeckt ihren teilweise entblößten Oberkörper, ein Krankenwagen wird gerufen.
Frau Roth verspätet sich. Die anderen nehmen ein Taxi und wollen Lily zu Hause abholen. Unterwegs steht ein Bus halb auf dem Gehsteig, ein großer Menschenauflauf verdeckt die Sicht. Grunewald und Alexandros entdecken dort eine totgefahrene schwarze Katze. Ein Krankenwagen fährt gerade unter Sirenen los, den sich der Fahrer ungerührt zunutze macht.
Das Krankenhaus, in das Achmed gebracht wurde, ist eine Art Irrenanstalt. An der Pforte werden sie durchgewunken, doch im zweiten Stockwerk hält sie ein Pfleger auf. Der Arzt sei heute schon dagewesen, sie könnten nicht hinein. Der behandelnde Arzt sei Dr. Kamaletis; ohne dessen Erlaubnis könne er sie nicht zu Achmed lassen. Also ziehen sie unverrichteter Dinge wieder ab. Im Institut ist Frau Roth auch nicht zu finden, deshalb geht es mit einem Abstecher zum Hotel, um Kamaletis Visitenkarte zu suchen, weiter zur Praxis des Nervenarztes. Der empfängt die unangemeldete Gruppe tatsächlich. Der Professor stellt sich als Arzt vor, er habe den Auftrag von Mubarak, Achmed zu untersuchen. Kamaletis erkennt Tom wieder. Kamaletis betont, dass er beauftragt sei, sich um Achmed zu kümmern. Mubarak hätte Grunewald zwar erwähnt, es müsse sich jedoch um ein Missverständnis handeln. Er bittet sie in sein Arbeitszimmer. Das besitzt neben einem großen Bücherregal auch verschiedenartige Kunstwerke. Neben südafrikanischen Kunstgegenständen hängen kubistische Bilder an den Wänden, eine bemerkenswerte Mixtur aus alt und neu, naiv und vergeistigt, nüchtern und verspielt. Dort berichtet der Arzt, dass Achmed stark katatonisch sei. Tom erkundigt sich, was denn im Museum vorgefallen sei? Achmed hatte Wache in Saal II bei den Katzenmumien. Er hätte wirres Zeug geredet und immer wieder Bezug genommen auf die drei Katzenmumien und gesagt "sie haben die Katze gerufen!" So als ob die Mumien eine Katze gerufen hätten. Kamaletis erläutert, dass einem solchen Zustand gewöhnlich ein Erlebnis vorangeht, das das Weltbild des Patienten in seinen Grundfesten erschüttert hat. Alexandros hat sich solange dem Bücherregal zugewandt. Ein stilisierter Buchrücken in Gestalt eines schmalen Gesichtes sticht ihm ins Auge. Als er es herausnehmen will, fährt Kamaletis dazwischen, nimmt es selbst aus dem Regal und reicht Alexandros ein Paar Handschuhe. Der zieht sich die etwas zu schmalen Handschuhe notdürftig über und blättert vorsichtig in dem Buch. Die "Ode an einen Gott" enthält ein sehr langes, in Griechisch verfasstes Gedicht. Kamaletis hat sich offenbar bereits über Grunewald informiert, er lässt auch Frau Roth grüßen. Alexandros hat sich festgelesen und muss aufgefordert werden, mitzukommen, als man wieder aufbricht. Bei der Gelegenheit fällt auch Grunewalds Blick auf das Regal. Ein tiefschwarzer Ledereinband, tief in das Regal geschoben, scheint das Licht förmlich zu schlucken. Es heißt "Die unaussprechlichen Kulte", klärt ihn der Arzt auf, geschrieben von von Junst im Jahre 1839. Ein anderes Buch mit der Aufschrift "True Magic" in goldenen Lettern auf weißem Einband stellt das optische Gegenstück dar. Dr. Kamaletis weigert sich strikt, diese Bücher auszuleihen, da sie "gefährlich sind". Er empfiehlt, mit einem Seitenblick auf Tom, für weitere offene Fragen seine psychologische Beratung. Dann entschuldigt er sich. Draußen vor der Tür zieht Alexandros einen Zettel hervor und macht sich an der Hauswand Notizen. Auf die Frage, was er da für Erkenntnisse niederschreibe, antwortet er barsch und unfreundlich.
Also lassen ihn die anderen stehen und fahren zu Mohr ins Krankenhaus. Dem geht es zwar besser, doch hat er eben Nachricht von Lily erhalten. Sie liegt in einem Krankenhaus im arabischen Teil, weil sie angefahren wurde. Grunewald und Tom ziehen gleich los und schaffen es mit Nachdruck und etwas Bakschisch, eine Verlegung in Mohrs Krankenhaus zu erwirken. Sie bringen sie selbst dorthin und informieren sie über das zwischenzeitig Erfahrene. Zum Glück ist sie nicht so schwer verletzt wie befürchtet. Anschließend zieht Tom los, um Lily Kleidung zu besorgen, ihre Handtasche ist leider gestohlen worden. Der Hauswart lässt ihn ein, so dass er ihr "Quests in Dreams" und ein paar Kleidungsstücke mitbringen kann. Leider kennt er sich nicht mit Damenbekleidung aus und traut sich auch nicht, zu sehr in ihren privaten Dingen zu wühlen, so dass die Kombination interessant ausfällt: Eine üppig orientalisch bestickte Jacke, ein Rock, eine Handvoll Unterwäsche. Er beauftragt den Hauswart, wegen des Diebstahls das Schloss auszutauschen. Entsprechend informiert er auch den Pförtner des Deutschen Institutes, damit er das Büroschloss austauscht.
Grunewald hat solange Mubarak im Museum aufgesucht. Dort erfährt er, dass gestern ein Mitarbeiter des Institutes niedergeschlagen und etwas aus einem bislang unbekannten Geheimfach einer Statuette aus Per-Bastet entwendet wurde. Er konnte nur eben so erkennen, dass es sich um einen Europäer handeln musste, bevor er ohnmächtig wurde. Dieser muss aus Richtung des Verwaltungstraktes gekommen sein. Der Mitarbeiter sei aber nicht schwer verletzt worden, er sei heute wieder im Dienst. Grunewald versucht, Mubarak über Kamaletis auszufragen, doch verweist der ihn nach kurzem Gespräch, sich doch besser mit ihm selbst zu unterhalten.
Alexandros hat inzwischen das Hotel aufgesucht, noch einmal mit Kamaletis telefoniert, den neuen Text studiert und den Bazar aufgesucht, bevor er essen geht. Mohr bietet an, dass Dr. Horstmayr sie nach Gizeh begleiten könne. Er schickt ihm eine Nachricht. Als Tom, Friedrich und Richard essen gehen, hören sie Gerüchte über aus dem Zoo entlaufene Raubkatzen. Tatsächlich wird in der Abendzeitung davor gewarnt, sich nachts auf der Straße aufzuhalten.

Lily erwacht in der Morgendämmerung. Sie steht in ihrem Büro, bekleidet mit den Sachen, die Tom ihr mitgebracht hat, und hat einen Schreibtisschlüssel (den Ersatzschlüssel!) in der Hand. Sie war wohl gerade dabei, sich schwerfällig zu bücken, um an die Schublade zu kommen. Sie öffnet jetzt die verschlossene Schublade – und stellt fest, dass die Maske fehlt! Aber Lily hat eine Handtasche (ihre große alte Ersatzhandtasche, die immer im Büro steht) bei sich. Darin findet sich die Maske. Was ist hier los?!!! Schnell packt sie die Maske wieder in die Schublade und schließt ab. Dann geht es hinaus und die Treppe hinunter. "Frau Roth, haben Sie gefunden, was Sie gesucht haben?" fragt der Pförtner freundlich. "Jja, ja..." antwortet sie unsicher. "Ach ja, gestern ist eine Sendung für Sie gekommen, die Rücksendung vom Labor." Lily möchte sie aber lieber am nächsten Tag mitnehmen. Ob er ihr ein Taxi rufen solle? Es seien doch wilde Tiere aus dem Zoo entflohen. Er erklärt der verwirrten Frau, dass gestern Abend zwei Panther aus dem Tierpark entwichen sind. Sie nimmt das Taxi dankend an, muss dann aber Mohr wecken und um Geld bitten, da sie keines bei sich hat. Das Pflegepersonal ist durchaus überrascht, als sie vor der Tür steht.

Ein Telefonat am frühen Morgen ergibt, dass Horstmayr tatsächlich Zeit hat, mit nach Gizeh zu fahren. Sie treffen sich um kurz vor 10 Uhr am Anleger der Nile Empress.
In Gizeh herrscht eine drückende Hitze, die sich nicht nur körperlich bemerkbar macht, sondern sich auch wie ein bleiernes Gewicht auf das Gemüt legt und ein unbestimmtes Unbehagen verursacht. Horstmayr scheint davon wenig zu bemerken; er doziert über Bau und Funktion der Cheopspyramide, den Pharao selbst und das damalige Zeitgeschehen. Er weiß von keinem Bezug zum Sadd el Kafara, außer dass Cheops den Bau befürwortet hat. Auch der Bastet-Kult, für Horstmayr nur eine unter vielen religiösen Gruppierungen, stehe nicht in besonderer Verbindung mit Cheops. "Das Auge der Pyramide" sagt ihm nichts, evtl. hätte das aber etwas mit Bisson de la Roques Arbeiten in Dahschur zu tun. Der Assistent gibt noch einmal einen kurzen Abriss über das altägyptische Pantheon. Im Bastetritus gab es, laut Herodots zweitem Buch, ein Fest der Göttin, das immer zum Sommeranfang abgehalten wurde. Mit Kähnen fuhr man nach Bubastis, hielt einen ritualisierten Singsang während der Fahrt ab und feierte dann ein ausgelassenes Fest zu Ehren der Fruchtbarkeitsgöttin.
Das ungute Gefühl hat sich inzwischen zu einer ausgewachsenen Migräne gesteigert, so dass die Zuhörer die dargebotenen Informationen kaum noch aufnehmen können. Nur Horstmayr und Herhausen scheint es blendend zu gehen.Alexandros erkundigt sich, ob denn noch Kulte erhalten geblieben sind? Horstmayr weiß von den schlangenverehrenden Ophiten und vermutet, dass es auch noch Nachfahren des Apis-Kultes gibt. Am späten Nachmittag brechen sie wieder nach Kairo auf. Mit steigender Entfernung von Gizeh lässt erstaunlicherweise auch die Migräne nach. So sind alle Reisenden froh, wieder in Kairo anzukommen, nicht zuletzt auch wegen der neuen Informationen.
Sie begeben sich ins Deutsche Institut, um mehr über das Fruchtbarkeitsfest herauszufinden. Horstmayr berichtet dem Pförtner erstaunt, dass sein Schlüssel nicht passt, und der klärt ihn auf, dass Frau Roths Schlüssel gestohlen wurde. Verwundert nehmen sie zur Kenntnis, dass diese heute Morgen schon ganz früh im Institut gewesen ist. Alexandros erkundigt sich nach Scherenbergs Expedition bei der Unas-Pyramide in Sakkara und erfährt, dass Henri Naville im Auftrag des Egyptian Exploration Fund dort forscht. Die Grabungskonzession habe er nur mit Müh und Not erhalten. Dann gab es Probleme mit dem Assistenten, der verschwand, und eine antike Mumie samt goldplättchenverziertem Innensarg sei abhanden gekommen. Auf der Suche nach dem Grab Imhoteps, einem Magier und Gelehrten, der u.a. die Djoser-Pyramide in Sakkara gebaut hat, wurde ein unbekannter Würdenträger aus der V. Dynastie gefunden. Die Hieroglyphen sind noch nicht ausgewertet worden. Die Grabung scheint wirklich vom Unglück verfolgt zu sein; erst verschwindet der Deutsche samt Mumie, dann wurde die Leiche eines arabischen Helfers gefunden, ein weiterer fehlt ebenfalls. Naville sei wochenends oft in Kairo, wenn er wolle, könne er sie bekanntmachen.

Vormittags hat Lily mit Mohr gesprochen und ihm von ihrem morgendlichen Ausflug erzählt; das war ja auch kaum zu vermeiden. Mohr attestiert ihr daraufhin eine bezeichnende psychische Instabilität. Sie erkundigt sich bei ihm nach Dr. Kamaletis. Er hat nur Gutes von ihm gehört, der Arzt sei – ähnlich Fahed Mubarak – sehr aufgeklärt und ein bekannter Psychologe. Er habe in Deutschland studiert. Lily schlägt vor, sich bei ihm in Therapie zu begeben, vielleicht sogar alle? Mohr winkt ab; er stehe unmittelbar vor einem Durchbruch und habe dafür jetzt keine Zeit. Außerdem ginge von ihm ja keine Gefahr aus, da er ja bis auf Weiteres im Krankenhaus bleiben müsse. Sie solle sich aber informieren, ob noch andere von dieser Krankheit befallen seien. Frau Roth darf dann mittags nach Hause, wo sie sich nach einer ausgiebigen Siesta wieder ihren Studien widmen will.

Nach dem Besuch des Instituts fahren Herhausen, Grunewald, Edwardson und Alexandros mit dem Taxi zu Lily. Im Treppenhaus macht sich gerade der Hausmeister mit einer Leiter zu schaffen. "Frau Roth, Sie sind ja wieder da!" ruft er aus, als diese die Wohnungstür öffnet. "Wir haben uns aber doch vorhin erst gesehen, als ich die Schlüssel bei Ihnen abgeholt habe." entgegnet sie etwas erstaunt. "Ja, aber Sie sind ja nochmal weggewesen, in der größten Mittagshitze..." Tom komplimentiert den etwas aufdringlichen Hausmeister fort. Lily lässt sie ein, murmelt etwas wie "muss kurz was nachlesen" und geht kurz ins Nebenzimmer. Sie schaut an sich herab: Sie trägt bequeme Kleidung und ist völlig durchgeschwitzt. Was ist hier wieder passiert?!! In Herhausen lodert neues wissenschaftliches Feuer – er ist voll bei der Sache, schmiedet Pläne und diskutiert drauf los, während er schwitzt wie ein Schwein. Die anderen Beteiligten scheinen jedoch eher grau und müde und wollen sich nicht so recht von seinem Eifer anstecken lassen. Tom folgt Lily in die Küche und spricht sie direkt auf die Merkwürdigkeiten an: "Kann es sein, dass Ihnen – eine Erinnerung abhanden gekommen ist?" Richard kommt dazu und berichtet von seinem Besuch bei Gaglieri in Alexandria. Lily erzählt von Mohrs Vermutungen. Die Betroffen fühlen sich wie Marionetten – in einem Theaterstück, wie Richard schaudernd ergänzt. Zurück im Wohnzimmer fragt Tom auch Alexandros und Grunewald nach eventuellen Gedächtnislücken, was beide verneinen. Es stimmen alle überein, dass es sich nicht um eine "Krankheit" handeln kann, wie Mohr vermutet. Der Engländer erzählt schließlich vor allen von seiner Episode im Museum. Er ist entsetzt, dass er jemanden niedergeschlagen hat und außerordentlich dankbar, dass er nur die Faust verwendet hat und keine Waffen im Spiel waren. Er hätte jemand töten können! Man stelle sich das vor; ohne das gewollt zu haben oder verhindern zu können... Auch Frau Roth berichtet von ihrem morgendlichen Erlebnis. Wer dirigiert sie? Woher hat er die Kenntnisse? Außerdem wimmelt es in letzter Zeit von Katzen. Folgt man dieser kruden altägyptischen Logik muss man davon ausgehen, dass sie von ihnen überwacht werden. Schließlich haben sie ja den "Geist" freigesetzt. Majherperi kann also nicht aufsteigen und missbraucht sie, um seine Ziele zu erreichen. Alexandros entgegnet, dass das nicht Majherperi sei, sondern vielmehr der, dem dieser diene. Sein Ach, die Verklärungsseele des Verstorbenen, sei fort, das Ka, die Quelle der Lebenskraft, von seinem Körper getrennt und sein Ba, die Freiseele, wurde mit den Bannsprüchen daran gehindert, aufzusteigen. Frau Roth möchte noch einmal mit dem Hausmeister sprechen, Tom folgt mit Abstand und belauscht das Gespräch. Sie erklärt dem Araber, dass sie durch den Unfall Gedächtnislücken habe, wie das vorhin gewesen sei. Sie habe gegen 15 Uhr das Haus verlassen. Er habe sie noch angesprochen und gefragt, ob sie schon wieder auf den Beinen sei. Sie stammelt verwirrte Entschuldigungen und kommt wieder hinauf. Es scheint mehr als dringlich, dass der Verbleib der Maske gesichert werden muss. Deshalb wird ein Taxi gerufen und die Gruppe fährt ins Institut. Auf dem Weg dorthin fahren sie auch beim Oriental vorbei, damit Herhausen seine Pistole holen kann. Als sie im Deutschen Institut ankommen fragt der Pförtner Lily sogleich nach der Probe. "Sie haben vorhin gesagt, dass das wichtig sei!". Das Büro ist abgeschlossen, Horstmayr schon nach Hause gegangen. Nur sein Pfeifengeruch hängt noch in der Luft. Lily nimmt den Ersatzschlüssel aus der Schale und öffnet die Schublade. Die Maske ist nicht da. "Guten Abend!" tönt es aus dem Gang. Horstmayr ist wohl doch noch dagewesen. "Ich wollte nur ein paar Sachen holen", meint Lily. "Das hast Du doch vorhin schon getan! Du hast auch nach der Probe gefragt..." Grunewald platzt heraus: "Sie kann sich nicht erinnern!" Jetzt wirft Frau Roth den Mob aus dem Büro. "Du hast die Artefakte mitgenommen und Aufzeichnungen" berichtet Horstmayr. "Das waren die Funde aus Heluan", erklärt sie spröde. "Oh mein Gott!" ruft Horstmayr aus. Sie bittet ihn, die Probe des Harzes in Empfang zu nehmen und auf jeden Fall aufzubewahren, bis Mohr wieder da ist. Edwardson klopft an: "Alles in Ordnung?" Sie gibt ihm eine patzige Antwort. Hat sie die Maske ins Museum gebracht, wo evtl. das andere Artefakt ist? Als sie zurückkommt meint sie, vorhin hätte sie Horstmayr gesagt, sie wolle ins Museum... Zunächst gehen sie essen. Ob ein bestimmter Ort erforderlich sei? Alexandros hat darüber nichts gelesen. Frau Roth weiß aus dem Golden Bough, dass es sich bei der Maske um ein Hilfsmittel, einen Ritualgegenstand handeln muss. Grunewald und Edwardson schlagen vor, eine Nacht im Museum bei den Katzenmumien zu verbringen, was auf keinen großen Anklang stößt. Eigentlich wollen sie nach dem Essen ins Hotel zurück, doch dann fahren sie doch noch kurz beim Museum vorbei.
Friedrich, Ioannis und Tom gehen zur Hintertür, werden jedoch vom Wächter nicht eingelassen. Mubarak komme um 9 Uhr und sein Assistent gegen 8 Uhr früh, da könnten sie wiederkommen. Er selbst würde einfach nicht in den Raum mit den Katzenmumien gehen, es sei alles in Ordnung.
Sie gehen zurück zum Auto. Grunewald: "Sehen wirs doch mal so, die Katzen stehen doch für das Gute" Und Tom: "Und wir stehen zur Zeit für das Böse!" Lily sitzt im Taxi, Richard und der Fahrer stehen in der Tür. Ein großer, schwarzer Schatten springt über den Kotflügel des Automobils auf den Fahrer zu und reißt ihn um. Dann wendet er sich Richard zu; seine Zähne verfehlen ihn nur knapp. Richard sprintet wie ein Wiesel um das Fahrzeug herum und zieht seine Pistole. Der Panther nutzt die offene Tür und springt ins Auto hinein. Die überraschte Lily schlüpft zur anderen Tür hinaus und schlägt sie mit aller Wucht der Raubkatze vor die Schnauze. Richard wollte gerade schutzsuchend vorne ins Auto steigen, zögert kurz, beugt sich dann hinein und schießt. Der Treffer wird von einem zweistimmigen Aufkreischen begleitet, denn nicht nur die Katze schreit vor Schmerzen auf, auch Lily ist bei dem Schuss erschrocken. Der Fahrer hat sich mittlerweile aufgerappelt und wirft geistesgegenwärtig die hintere Tür zu, so dass der Panther nun versucht, sich nach vorne zu arbeiten. Grunewald und Alexandros haben sich zum Museum zurückgezogen und versuchen, den Wächter herauszuklingeln. Tom ist erst erstarrt, dann ratlos, schließlich fällt ihm die Parkbank wieder ein. Er sprintet dorthin und reißt eine der Bohlen heraus. Der Wächter fummelt langwierig an den Schlössern herum, als die Wartenden einen Schatten am Museum entdecken. Er bewegt sich schnell auf sie zu und setzt zum Sprung auf Grunewald an. Alexandros drückt panisch an der Tür herum (die nach außen aufgeht). Die Raubkatze strauchelt auf dem Podest und setzt dann zum zweiten Sprung an. Grunewald lässt sich nicht lumpen und holt mit seiner alten Schere aus, wirft sich der Katze entgegen. Das Zusammentreffen endet für beide blutig; Grunewald wird von den Tatzen an der Schulter getroffen und fügt dem Panther seinerseits einen großen Riss an der Brust zu. Alexandros erkennt seinen Irrtum und reißt die Tür plötzlich auf, so dass ihm der Nachtwächter entgegenfällt. Der Grieche wirft sich ins Innere. Grunewald liefert sich derweil einen ungleichen Kampf mit der Bestie. Er holt wieder mit der Schere aus, verfehlt das wendige Tier jedoch. Dessen Kiefer schlagen dicht neben ihm zusammen; Glück gehabt. Grunewald setzt ihr nach – es ist ein wahrlich spannender Kampf. Tom entdeckt den zweiten Panther und bewegt sich dorthin, um seinem Freund zu Hilfe zu kommen, Richard folgt. Währenddessen schlägt der Fahrer auch die letzte offenstehende Tür des Taxis zu und zieht Lily mit in Richtung des nächsten Restaurants. Grunewald und der Panther kämpfen weiter, der Professor kann einem weiteren Hieb gerade noch ausweichen. Für Tom, der mit dem Knüppel in der Hand zu seinem Freund rennt, bleibt die Welt plötzlich stehen: Der nächste Hieb wird tödlich sein! Und er kommt nicht schnell genug dorthin!!! Die Verzweiflung ballt sich in seinem Magen zusammen und er brüllt: "Stop!!!"
Plötzlich wird der Panther, der eben noch kurz davor war, seine Zähne in den Professor zu schlagen, wie ein großes Stofftier von der Treppe gewirbelt. Grunewald rappelt sich auf und stürzt in das Museum, er hält die Tür für Tom offen. Der gewinnt an Geschwindigkeit, während sich die Katze wieder aufrappelt. Er holt weit aus und rammt dem Panther die Bohle mit aller Wucht auf den Nacken. Ein hässliches Knacken ertönt. Im Fallen reißt die Katze ihm noch mit der Pranke den Oberarm auf. Jetzt verschwindet auch Tom im Museum, die Tür wird hinter ihm fest verschlossen.

Etwa 20 Minuten später wimmelt es vor dem Museum nur so vor Polizisten, Museumspersonal, Journalisten und Schaulustigen. Auch Mubarak ist noch spätabends herbeigeeilt. Die Teilnehmer des Kampfes werden vor Ort verarztet und befragt. Eine Raubkatze ist offenbar noch in Freiheit, es waren drei ausgebrochen. Die Beteilgten werden aufgefordert, am morgigen Tage ihre Aussagen auf dem Amt zu bestätigen. Frau Roth vermisst schon wieder ihre Handtasche und nach einigem Suchen wird diese teilweise entleert im Fußraum des Taxis gefunden. Ein kurzer Blick über das Sammelsurium ergibt, dass ihre Schlüssel fehlen. Da fällt Grunewald auf, dass er Alexandros schon länger nicht gesehen hat. Bestürzung breitet sich aus. Es wird schnell der Plan gefasst, im Institut und in Mohrs Wohnung nachzuschauen, ob Alexandros aufgetaucht ist. Über den Hintereingang verlassen sie das Museum, was einen Journalisten nicht daran hindern kann, ein trautes Gruppenbild anzufertigen. Am Institut stürzt Lily aus dem anhaltenden Wagen und eilt zum Pförtner. Der berichtet, dass Horstmayr vor etwa einer halben Stunde nach Hause gegangen ist. Nein, es sei niemand vorbeigekommen. Sie bittet ihn um den Ersatzschlüssel, will nachsehen, ob alles in Ordnung ist. Richard klopft an die Scheibe der Haustür, will sie nicht allein nach oben gehen lassen. Lily lässt ihn eiskalt dort stehen, gibt eine patzige Antwort und eilt die Treppen hinauf. Grunewald und Edwardson dürfen im Foyer warten und den Pförtner so lange mit brandheißen Geschichten über die ausgebrochenen Panther unterhalten. Im Institut ist jedoch alles unverändert, so dass man schnell zu Mohrs Wohnung weiterfährt.
Dort stellt Lily fest, dass Licht brennt, im hinteren Teil der Wohnung. Sie eilen zum Hintereingang, wo dann Tom und Friedrich mit verschiedenen ungeeigneten Mitteln versuchen, die Tür zu öffnen. Richard und Lily versuchen sich derweil in ungeübter Fassadenkletterei. Schließlich bricht die Hintertür auf und der überraschte Hausmeister erwartet sie auf der anderen Seite. Frau Roth erklärt ihm, dass jemand ihre Schlüssel gestohlen hat und in der Wohnung sei. Auf dem Weg nach oben holt dieser dann Zweitschlüssel und Gewehr. Als er die Wohnungstür aufschließt, ertönt ein klirrendes Geräusch. Als Lily das Wohnzimmer erreicht hat, sieht sie, wie sich zwei Hände vom Gitter des Wohnzimmerfensters lösen. Sie kann gerade noch erkennen, wie Alexandros auf dem Pflaster aufkommt, sich aufrappelt und wegrennt. Diese Information gibt sie an Grunewald, Richard und Tom weiter, die sofort umkehren und die Treppe hinunterrennen. Frau Roth untersucht dann die Wohnung und findet heraus, dass im Arbeitszimmer etwas verändert wurde, während sie versucht, dem Hausmeister das Geschehen zu erklären, ohne Alexandros Namen fallen zu lassen.
Alexandros hetzt durch die Dunkelheit, er ist sehr aufgeregt und fühlt sich gedrängt. Er verspürt stechenden Schmerz im Bewegungsapparat und der Angstschweiß steht ihm auf der Stirn. Seine Körperwahrnehmung schwindet und mit ihr auch sein Bezug zur Realität.
Glücklicherweise konnten sie die Verfolgung aufnehmen und rennen dem alten Griechen, der erstaunliche Reserven zu besitzen scheint, hinterher. Richard holt auf, während Grunewald und Edwardson langsam zurückfallen. Dann verliert er den Sichtkontakt. Nachdem Alexandros zuerst in Richtung des Flusses gelaufen ist, biegt er ab und findet sich dann in einem Innenhof wieder. Er ist gerade dabei, eine windschiefe Balustrade zu erklimmen, dann weiter über diverse Kisten auf ein Schuppendach, wo er mit großen Schritten weiterläuft. "Alexandros!", ruft Richard seinen Kameraden. Der hört seinen Namen – hat er ihn selbst gerufen? Von Grunewald gefolgt klettert Richard ihm nach, Tom versucht solange außen herum zu kommen und Alexandros den Weg abzuschneiden. Der flitzt über das Dach, als wäre er wieder 20 und kennte keine Furcht. Als Richard verbissen zum Endspurt ansetzt, hüpft Alexandros ins Dunkel. Dort rappelt er sich mühsam wieder auf und humpelt weiter. Jetzt ist es einfacher, ihn einzuholen. "Ioannis!" schreit Richard den Greis an und schüttelt ihn. Der scheint dann langsam wieder zu sich zu kommen, sein Blick klart sich. "Was ist denn los?" Tom muss eine Weile suchen, bis er die richtige Gasse findet und die beiden erreichen kann. Der Grieche lässt sich erschöpft aufs Pflaster sinken. Sein Puls rast, doch er wirkt irgendwie schläfrig. Ein Griff in die rechte Manteltasche bringt die Maske zutage; er schleudert sie von sich weg. Grunewald, der mühsam vom Dach gekrabbelt kommt, nimmt sie an sich. Die Berührung weckt ein warmes Gefühl in ihm. Es dauert noch eine halbe Stunde, bis sie mit dem humpelnden und total erschöpften Griechen Mohrs Wohnung erreichen. Lily ist schon sehr ungeduldig. Ob noch etwas fehlt, konnte sie nicht herausfinden, jedenfalls war er im Arbeitszimmer, wo herumgeräumt wurde und sich jetzt zwei große Bücherstapel befinden. Nach einer angsterfüllten Diskussion beschließt man, die Maske sicher in einer eisenbeschlagenen Kiste in Mohrs Wohnung zu lassen und den Schlüssel anschließend im Hotelsafe zu verwahren.
Dr. Lily Roth wacht auf und hält die Maske in der Hand, sie fühlt sich angenehm weich an. Sie hatte einen merkwürdigen Traum... Eine Lichtsäule hüllte sie von oben her in ein gleißendes Licht. Sie trug die Maske auf ihrem Gesicht. Dann trat sie aus der blendenden Lichtsäule heraus, wonach die Lichterscheinung langsam wieder nach oben entschwand. Zwei Bewaffnete eilen herbei, die jedoch, sobald sie in die Nähe der Lichtsäule treten, eine grausige Verwandlung erfahren. In wenigen Augenblicken wird praktisch ihr Innerstes nach außen gekehrt und die pervertierten Leiber dann mit dem Licht nach oben gesogen. Panisches Entsetzen erfasst die Archäologin. Sie blickt an sich herab – ja, sie ist es, es ist kein Traum! Ein Blick zurück zeigt einen länglichen Gegenstand, der von einem hellen Schein umgeben in der Mitte des Plateaus liegt. Plateau? Sie befindet sich auf der Spitze einer Pyramide! Schüsse erklingen in der Nacht. Sie muss schnell weg hier! Sie steigt, halb kletternd, halb rutschend, die hohen Stufen hinab und verstaucht sich unterwegs die Hand. Als sie unten ankommt ist es gegen halb fünf Uhr morgens, ganz im Osten lässt sich das erste Morgengrauen erkennen. Sie flieht über ein angrenzendes Gräberfeld, rennt um ihr Leben, über Stock und Stein, ohne sich umzusehen. Was hat sie da oben getan?!! Sie rennt weiter, über eine Böschung, den Hang hinauf, über ein weiteres Gräberfeld, bis sie sich sicher ist, dass sie ihre Verfolger abgeschüttelt hat. Dort gönnt sie sich eine kleine Verschnaufpause, während der ihr der Kopf nur so brummt. Hat sie die Wachen umgebracht? Irgendwie? Haben die anderen Wachen sie erkannt? Die Maske, die Maske muss den Unterschied gemacht haben, sonst wäre dasselbe mit ihr passiert. Sie hatte auch keine Probleme gehabt, zu atmen, als sie die Maske trug. Wo ist die überhaupt? Sie muss sie auf der Pyramide verloren haben. Lily braucht noch etwa drei Stunden, bis sie zu Hause ankommt. Ihre Hosen sind total verstaubt; der Staub verdeckt einige Blutflecken. Ihr Blick fällt auf die Kiste: Neben der an den Angeln aufgebrochenen Truhe liegt ein kleines Brecheisen. Frau Roth ruft die Polizei an, um einen Einbruch zu melden, zieht sich um und fährt zum Hotel.

Als sie den Frühstücksraum erreicht, stoßen Grunewald und Edwardson gerade zu den anderen beiden Frühaufstehern, die sich bereits an einem gedeckten Tisch niedergelassen haben. Alle wirken etwas angeschlagen, sind zum Teil auch verletzt und vor allem nach den vielfältigen und gefährlichen Erlebnissen des gestrigen Abends bedrückt und verwirrt. Frau Roth schafft es allerdings, noch schlechter auszusehen und druckst zunächst etwas herum. Doch schließlich erzählt sie leise und in kurzen Worten von ihrem nächtlichen Ausflug nach Gizeh. Dann müsse sie praktisch sofort aufgebrochen sein, nachdem die anderen gefahren sind, bemerkt Tom. Die verlorene Maske würde sich bestimmt wiederfinden, meint er. Lily weigert sich, im vollen Frühstückssaal weiter über solche Themen zu reden. Sie steht plötzlich auf, ganz bleich und fragil wirkend, und geht hinaus. Richard folgt ihr, während die anderen weiter frühstücken. Grunewald beginnt, gelehrt über Gizeh zu dozieren, was Alexandros mit giftigen Bemerkungen über Laienhistoriker quittiert. Tom verlässt die beiden Streithähne zugunsten der Bar. Grunewald kommt auf die Ophiten zu sprechen. Gibt es hier eine Verbindung zu Farukh? Oder zur Ouroborosschlange, die als Symbol für die Wiedergeburt und das ewige Leben fungiert? Er identifiziert Nyarlathotep als Gegenspieler Bastets.
Grunewald möchte sich nach dem Frühstück noch einen Schönheitsschlaf gönnen und auch Alexandros geht ab. Tom zieht sich mit Kairo Times, Whiskey und Zigarre in den Salon. Als er den Concierge passiert, unterhält sich dieser gerade mit einem belgischen Ehepaar, das ihm gerade in einem furchtbaren Englisch mit starkem französischen Akzent berichtet, dass sie in Gizeh wegen einer "Lichtinstallation" abgewiesen wurden. Gegen 11:30 Uhr kehren Richard und Lily zurück, auch Ioannis erscheint wieder auf der Bildfläche. Lily sieht immer noch sehr schlecht aus. Richard sucht eben sein Zimmer auf, nachdem sich Alexandros unverblümt erkundigt hat, ob denn etwas aus dem Tor herausgekommen sei. Tom fragt Lily leise aus. Sie umschreibt das Geschehen auf der Pyramide teils grob, offenbar scheut sie sich, das Verschwinden der beiden Wächter genauer zu beschreiben. Sie seien gestorben und nach oben in das Licht gezogen worden. Der Grieche referiert dann über Tindalos und Nevilles Tagebuch. Der Tag vergeht mit Nichtstun und vielfältigen Gesprächen über die mannigfaltigen okkulten Hinweise und archäologischen Erkenntnisse, mit dem angestrengten Versuch, die bestürzenden und verwirrenden Ereignisse in eine logische und zumindest auf der Basis des altägyptischen Kanons nachvollziehbare Reihenfolge bzw. Begründung zu bringen. In der 'Ode an einen Gott', dem Gedicht, das Ioannis bei Kamaletis angelesen hatte, ist ebenfalls von einem "Diener des weißen Opals" die Rede. Sind das Menschen wie sie? Ist Nyarlathotep mit Apis gleichzusetzen? Er will auf jeden Fall Rache an Bastet nehmen und benutzt offenbar sie zu diesem Zweck. Mohr hatte damals von den Traumlanden gesprochen als eine Welt jenseits der Mauer des Schlafes, die zwar gefährlich sei, aber alle Möglichkeiten eines zweiten Lebens in sich trüge. Da es inzwischen zu spät ist für den Besuch der Polizeiwache, telefoniert Tom mit dem zuständigen Beamten und kann den Termin auf den morgigen Tag verschieben. Nachmittags versucht Lily dann "unter Aufsicht", ein wenig Schlaf zu finden. In der Abendzeitung findet sich ein Zeitungsartikel über die "Lichtinstallation" in Gizeh:

Eine neue Attraktion

Die Regierung investiert

Nach einer Verlautbarung Mehon Baharis, eines Vertreters der Kulturbehörde von Kairo, werden zur Zeit auf der Spitze der Cheops-Pyramide Bauarbeiten zur Installation eines neuartigen Lichtstrahlers durchgeführt, der die uns wohlbekannte Illumination des Plateaus in Zukunft um eine weitere Attraktion bereichern wird.
Man darf sich allerdings wundern, warum gerade jetzt, nicht viel später als zwei Monate nach einer erheblichen Kürzung des Kulturetats, eine offensichtlich sehr aufwendige Konstruktion dieser Art in Angriff genommen wird. Man wird wohl abwarten müssen, ob sich eine solche Investition tatsächlich lohnen wird, obwohl wir gerne zugeben, daß bereits die ersten Tests des Strahlers recht vielversprechend erscheinen.
Merkwürdig erscheint uns nur, warum es notwendig wurde, die Baustelle durch bewaffnete Beamte zu sichern – welche revolutionäre Technik haben sich die Behörden hier geleistet, Herr Bahari? (gmbl)

Alexandros verabschiedet sich, um seinen Termin bei Kamaletis wahrzunehmen.
Dort erfährt er, dass es eine Spezialität des dunklen Gottes ist, sich anderer Leute zu bedienen. Er habe großen Einfluss auf Menschen. Allerdings gibt es noch andere "Persönlichkeiten", die derartige Fähigkeiten besitzen. In der "Ode an einen Gott" gebe es tatsächlich Parallelen zu unserer Situation, wie sie ihm von Ioannis geschildert wurde. Dort geht es um eine mächtige Wesenheit, die die "Herrin der Katzen" zu Fall bringen will. Der anonyme Autor stellt sich dabei in den Dienst dieser dunklen Macht. Als Alexandros von dem in der Ode genannten Gegenstand spricht und ihn mit der weißen Maske in Verbindung bringt, merkt Kamaletis auf. Der "weiße Opal"! Das sei äußerst aufschlussreich... Eventuell handle es sich bei der mächtigen Wesenheit tatsächlich um Nyarlathotep. Der habe auch Einfluss auf die Traumlande. Alexandros berichtet ihm dann vom Fund der Leiche Majherperis und seiner "Grabbeigaben".
Im Hotel diskutieren die Anwesenden derweil über eine Übernachtungsmöglichkeit für Lily, sie soll auf keinen Fall alleine in Mohrs Wohnung bleiben. Eine modern gekleidete, junge Frau kommt aus dem Foyer und steuert direkt auf ihren Tisch im Salon zu: Rosie ist da. "Tom!" ruft sie aus und der überraschte Engländer steht auf und geht ihr entgegen. Hocherfreut begrüßt er sie und fasst sie bei den Händen. Richard ist fast ebenso schnell bei ihr. Tom stellt dann Frau Dr. Roth als Mohrs Assistentin vor, was diese als Übertreibung von sich weist. Nachdem sie sich gesetzt haben, erzählt Tom ausgiebig von den derzeitigen Problemen, die sie beschäftigen und bedrohen. Lily ist überrascht über seine Offenheit, aber Rosie scheint nicht weiter auf das Dargebotene eingehen zu wollen. Sie spricht lieber über ihre ägyptischen Reiseziele. Da sie wegen ihrer Reisen ihre Suite im Shepherd's aufgegeben hat, benötigt Rosie auch ein Zimmer. Mit etwas Überredung und Toms Bemühungen an der Hotelrezeption gelingt es, trotz der Belegung ein geeignetes Zimmer im dritten Stock für Lola zu bekommen. Es enthält ein Doppelbett, so dass auch Lily dort unterkommen kann. Die anderen werden abwechselnd und paarweise Wache halten. Die erste Wacht übernehmen Grunewald und Edwardson, die sich zum Erstaunen der Dienerschaft auf zwei Stühlen links und rechts der Zimmertür niederlassen. Währenddessen genießen die beiden Damen einen Martini in der lauen Frühlingsnacht auf dem Balkon. Man ist sich nicht unsympathisch und unterhält sich bald angeregt. Als das Gespräch auf die merkwürdigen Ereignisse und Probleme der Gruppe kommt, breitet sich plötzlich eine unangenehme Stille aus. Was weiß die Archäologin über die Geschehnisse in Berlin? Es zeigt sich, dass sie – offenbar recht detailreich – instruiert wurde, so dass sich das Gespräch fortsetzt – allerdings in eine Richtung, die Frau Falk offenbar unangenehm ist. Sie nimmt eine defensive Haltung ein, während Lily offen Fragen stellt, die ihr auf der Seele brennen. Rosie empfiehlt Lily, einfach ihre Sachen zu packen und fortzugehen. Als diese Dinge in Berlin passiert waren, hätte sie selbst einfach nichts mehr mit derartigen verrückten und gefährlichen Dingen zu tun haben wollen und hätte sich von der Gruppe getrennt. Sobald sie alleine unterwegs war, sei auch nichts Unnatürliches mehr passiert. Es müsse daran liegen, dass sie diese furchtbaren Dinge verstehen wollten und sich immer weiter hineinbegeben würden – nur deshalb geschehen ihnen diese furchtbaren Sachen. Lily entgegnet, dass man solche Dinge nicht einfach vergessen könne! Nur durch ihre Entschlüsselung könne man sie verarbeiten und sich davon distanzieren. Und diese Alpträume passieren trotzdem, ob sie nachforschen würden oder nicht. Noch lange nach Mitternacht diskutieren die beiden Frauen, bereits im Bett liegend, und halten sich dabei gegenseitig den Spiegel vor.
Zwischendurch wird Grunewald unruhig und engagiert zwei verwunderte Hoteldiener, damit er das Bad aufsuchen kann, ohne dass einer alleine bleibt. Es passiert jedoch nichts, bis sie gegen drei Uhr von Richard und Ioannis abgelöst werden. In dieser Nacht haben Friedrich und Tom den gleichen Traum, wie sich später herausstellt:

Er befindet sich auf einem Spaziergang durch das orientalische Kairo. Nach einer Weile fällt ihm ein Torbogen auf, aus dem ein pulsierendes, rotes Licht scheint. Neugierig geht er dauf zu. Eine Katze streift ihm um die Beine und geht dann weiter, die anschließende Wendeltreppe hinab. Dann hält sie inne und schaut zu ihm zurück. Tom folgt ihr dann etwas zögernd, während Friedrich die Katze an dieser Stelle anspricht – und Antwort erhält. Die Wendeltreppe weitet sich zu einer großen Freitreppe, die sich weiter und weiter in den Untergrund schraubt. Schließlich öffnet sie sich zu einer riesigen, beleuchteten Kaverne. Vor dem Eingang wartet die Katze, deren große und verzerrte Schatten ihm entgegengeworfen werden. An dieser Stelle wachen Tom und Friedrich gleichzeitig auf.

Am nächsten Morgen wirken Alexandros und Herhausen etwas derangiert, aber auch die anderen haben weniger als erforderlich geschlafen. Beim Frühstück wird wieder angeregt diskutiert. Friedrich und Tom berichten von ihrem entsprechenden und gleichzeitigen Traum. In der Morgenzeitung befindet sich ein erstaunlicher Artikel über eine unbekannte Insektenart, die 'per Lastkraftwagen' zur näheren Untersuchung abtransportiert worden sei. Plötzlich steht Dr. Kamaletis am Tisch und bittet um eine Unterredung mit Frau Roth. Währenddessen erzählt Richard, dass dieser Arzt den Namen einer vor über 100 Jahren tätigen Bastet-Priesterin aus dem Effeff kennen würde. Alexandros möchte die Dienste des Psychaters in Anspruch nehmen. Nicht zum ersten Mal entbrennt eine kontroverse Diskussion, was von Dr. Kamaletis zu halten sei und wie man mit ihm umgehen sollte. Tom spricht von der Zwiespältigkeit der sachlichen Unterhaltung über hochokkulte Dinge, die ihn sehr beschäftigt. Im Anschluss brechen alle außer Frau Falk, die sich an der Bar niederlässt, zur Polizei auf. Dort wird sie von einem Schotten angesprochen, der sich als Sean MacDermid, Journalist bei der Kairo Post, vorstellt. Da Lola nicht sehr gut englisch, geschweige denn schottisch spricht, kann sie ihm aber nicht recht folgen. Er überlässt ihr seine Visitenkarte und verabschiedet sich freundlich. Auf dem Weg zur Polizei spricht Alexandros Frau Roth auf Kamaletis an. Sie meint, sie kenne ihn nicht näher, sähe da aber kein Problem und hält ihn für durchaus kompetent. Auf dem Revier zeigt sich die Polizei höflich und sehr bemüht. Ihre Aussagen werden aufgenommen und sie werden dann auch umgehend entlassen. Rosie studiert so lange die örtlichen Zeitungen. In einer findet sie ein merkwürdiges Photo, das eine Elefantenherde zeigt, die gerade durch eine ägyptische Siedlung bricht. Eine Lupe enthüllt ihr, dass die Elefanten sehr lange und geschwungene Stoßzähne besitzen. Gibt es denn überhaupt solche Elefanten in Ägypten? Sie nimmt den Artikel mit. Den restlichen Vormittag über arbeitet sie an ihrem Reisetagebuch weiter.
Nach dem Polizeitermin will man sich zu Mohr begeben. Zu aller Überraschung ist jedoch einzig Grunewald nicht daran interessiert, seinen alten Freund zu besuchen. Er will lieber zum Bazar, um Kräuter einzukaufen. Während die anderen direkt zum Krankenhaus fahren, benachrichtigt Tom Rosie und kauft einen guten Whiskey und ein paar Bücher für Mohr. Der ist nicht in seinem Krankenzimmer anzutreffen, sondern wird vielmehr von einem Pfleger in einem Rollstuhl im Garten des Hospitals spazieren geschoben. Lily berichtet Mohr alles Geschehene, dass das Ritual durch Sie beendet wurde. Alexandros erkundigt sich nach dem Antagonisten der Bastet, ob es sich dabei um den schwarzen Pharao handle. Mohr verneint das. Dann vielleicht Hypnos? Bastet wird auch in einem anderen Land verehrt, allerdings sei das nur über Träume erforschbar. Thraa sei eine Stadt und Mnar ein Land dort. Wer dorthin wolle, müsse das selbst erkunden und die Kaverne des Feuers finden. "Da war ich heute Nacht!" ruft Tom daraufhin aus. "Dann gehören Sie zu den Glücklichen, die sie finden konnten." antwortet Mohr. "Aber ich wurde hingeführt – von einer Katze!" entgegnet Tom. "Dann ist etwas passiert." stellt Mohr fest. "Wo?" fragt Tom weiter. "Das Harz, warum wollte ich nur das Harz zerstören?" Mohr schweift ab.
Lola kommt über den Rasen zu der Gruppe geschlendert. Es werden höfliche Floskeln ausgetauscht. Sie präsentiert den Artikel aus der Morgenzeitung mit dem merkwürdigen Photo. Der Druck ist wirklich sehr schlecht, die seltsamen Elefanten lassen sich gerade noch deutlich genug erkennen. Der zugehörige Artikel ist in englischer Sprache abgefasst und berichtet von einer außerordentlichen Fata Morgana im Südosten Kairos, die in dieser Photographie eingefangen werden konnte. Darauf ist eine Herde riesiger Elefanten zu sehen, die sich ihren Weg durch eine Siedlung aus ärmlichen Hütten bahnen, die aussehen wie aus einem anderen Jahrhundert. Die Quelle des Photos sei unklar, berichtet der Journalist, der das Ganze nicht ganz ernst zu nehmen scheint. Der Artikel stammt aus der Kairo Tribune und ist mit dem Kürzel mb gezeichnet.
Grunewald kauft so lange auf dem Bazar verschiedene Kräuter, Essenzen und andere Dinge ein und eilt dann direkt zum Deutschen Institut. Dort erfährt er auf Nachfrage, dass das Paket tatsächlich angekommen ist. Der Aufenthaltsort sei jedoch unbekannt, in Frau Dr. Roths Büro sei es nicht. Also begibt er sich in die Laborräume im Keller, um mit seinen Neuerwerbungen zu experimentieren.
Mohr erklärt dann, dass er morgen nach Hause könne, wenn eine entsprechende Betreuung möglich sei. Er habe Emma Gerlach, seine Sekretärin im Institut, mit der Organisation beauftragt. Er erkundigt sich bei Rosie, was sie in Ägypten unternommen habe. Sie berichtet dann von der Ankunft in Alexandria und der Fahrt nach Kairo, wo sie im Shepherd's untergekommen ist. Dann hätte sie einige Reisen unternommen, um die touristischen Attraktionen Ägyptens zu erkunden. Es schließt sich eine lockere Unterhaltung über die Nilquellen und andere Reiseziele Rosies an. Mohr verabschiedet sich dann und die anderen gehen zu ihrem Lieblingsrestaurant am Nilufer. Dort treffen sie auf Dr. Horstmayr und Frau Gerlach, die sich an den Nachbartisch setzen. Das hindert die anderen jedoch nicht daran, sich während des Essens über Mohr zu unterhalten. Man tauscht die Gedanken über Mohrs Bedeutung und Einflussnahme aus. Wie war das in Berlin? Mohr war der Einzige, der außer ihnen die Vorgänge in Steinmanns Haus ohne Beeinträchtigungen oder Verletzungen im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte überlebt hat. Was hat er den Abend über getan? Er hat nie darüber gesprochen. Rosie verstummt bei der Erwähnung von Steinmanns Namen sofort.
In der Morgenausgabe der Kairo Post befindet sich eine Notiz über einen etwa einen Yard langen Käfer, eine bisher unbekannte Spezies, der in der Wüste westlich von Kairo gefunden und in den Kairoer Zoo verbracht wurde. Nach dem Kaffee will man wieder ins Hotel zurückkehren. Beim Hinausgehen spricht Emma Lily darauf an, ob der externe Auftrag an Grunewald verlängert worden sei. Der Professor würde nämlich im Labor herumfuhrwerken. Professor Anderlin habe sich heute Nachmittag bereits über die Geruchsbelästigung beschwert.
Kaum auf der Straße angekommen übergibt sich Rosie in den angrenzenden Nil ob der anstrengenden Hitze, der Gespräche über Drogenexperimente und all die anderen unerträglichen Dinge in letzter Zeit. Tom bringt sie dann direkt ins Hotel, wo er sie mit gutem Zureden, Kognak und etwas Schlafmittel aufpäppelt und beruhigt.
Die anderen sind ohne Umweg zum Institut aufgebrochen, um Grunewald zur Räson zu bringen. Sie müssen sich den Weg in den Keller durch immer dichter werdenden Dunst bahnen. Es riecht zunehmend aromatisch und merkwürdig und mit dem rapide abnehmenden Sauerstoffanteil der Luft werden die Leute benommener und langsamer. Unten hantiert Grunewald mit Mundschutz im Labor und köchelt verschiedene Dinge in Kolben und Reagenzgläsern. Die anderen rufen ihm zu, umgehend damit aufzuhören, das sei unerträglich und gefährlich! Als er nicht darauf reagiert, will Alexandros den Professor aus dem Raum zerren. Er schafft es jedoch nicht und fällt benommen zu Boden. Die anderen haben bereits den Rückzug angetreten. Also packt Grunewald seinen Kameraden und schleift ihn aus dem Raum, die Treppe hoch ins Erdgeschoss, wo er ihn ablegt. Er bekommt dabei erhebliche Gleichgewichtsstörungen und taumelt etwas umher. Er geht dennoch wieder hinunter und schaltet die Bunsenbrenner aus. Ein dunstiger Nebel wabert über dem Arbeitstisch. Dann öffnet er das einzige Fenster im Raum und geht er wieder nach oben zu seinen benommenen Freunden.
Als Tom das Deutsche Institut erreicht, findet er in der Empfangshalle eine Gruppe von Leuten vor. Der Pförtner, Emma und Horstmayr haben sich um eine Schar benommen herumsitzender und –liegender Leute postiert. Grunewald, Frau Roth und Herhausen sitzen neben dem am Boden liegenden Alexandros. Der liegt da wie tot, bis er plötzlich den Arm hebt und sagt: "Seht Ihr auch, dass da oben alles gelb ist?" Ein feiner Geruch, ähnlich dem nach Mohrs Bürobrand, liegt in der Luft. Tom schafft die entrückte Gruppe nach und nach an die frische Luft. Unterdessen ist Professor Anderlin wieder erschienen und schimpft wie ein Rohrspatz. Horstmayr versucht, Dr. Roth und Grunewald mit Hinweis auf ein besonders wirkungsvolles Präparationsharz, das hier hergestellt wurde, in Schutz zu nehmen. Grunewald beeilt sich zu versichern, dass er alles gleich wieder abbaut. Er kümmere sich darum, keine Sorge, bemerkt Horstmayr trocken. Anderlin schlägt vor, dass alles bis 16 Uhr beseitigt wird. Nach einer guten halben Stunde möchte Horstmayr das Labor inspizieren. Alexandros richtet sich mit dem Wort "Majherperi!" plötzlich auf und erschreckt dadurch Frau Gerlach. Der Assistent inspiziert den Keller gründlich und schlägt Grunewald vor, jetzt alles ordentlich aufzuräumen und den Schlüssel anschließend wieder an Frau Roth zurückzugeben. "Den hatte ich doch nie" entgegnet dieser. Horstmayr geht dann hinauf und schärft dem Pförtner ein, dass keine institutsfremden Personen alleine in das Gebäude gelassen werden dürfen. Dann ruft er ein Taxi und schickt die anderen in ihr Hotel. Tom wartet erst oben und geht dann nachschauen, wo Grunewald bleibt. Er ist gerade fertig geworden und stürzt euphorisch an ihm vorbei. Er schimpft über den unvorsichtigen Alexandros, der sich selbst und die Experimente, die allerdings trotzdem recht erfolgreich verlaufen sind, in Gefahr gebracht hat. Tom berichtet ihm, was sie heute Mittag von Mohr erfahren haben. Grunewald meint dann, dass Mohr nicht sehr gesprächig sei, was die Traumlande betreffe. "Aber Ihr habt Euch doch in Potsdam darüber unterhalten, damals an einem Abend im Wohnzimmer. Du hast mir nie davon erzählt!" entgegnet Tom. Als sie im Hotel ankommen, taucht gerade Rosie auf. Sie ignoriert den Professor, Tom winkt ihr zu. Grunewald geht sich frischmachen und die beiden gehen in den Salon, wo sie auf Richard treffen. Rosie schlägt vor, Grunewald einweisen zu lassen. Tom gibt zu, dass dieser in letzter Zeit manische Tendenzen hat, bestreitet aber seine Gefährlichkeit. Richard berichtet, dass Lily wieder nach Hause gezogen ist. Alexandros, der sich ebenfalls im Salon aufhält, bestellt sich Kaffee und geht zur Rezeption.
Lily hat sich an diesem Nachmittag noch einmal mit Kamaletis getroffen und versucht, die Truhe wieder zu reparieren.
Rosie ruft vom Hotel aus bei der Kairo Post an und fragt nach Sean MacDermid. Eine betrübte Angestellte erklärt der fassungslosen Anruferin, dass Mr. MacDermid leider verstorben sei, die Beisetzung habe vor vier Tagen stattgefunden. Wie er aussah? Groß, scharzhaarig, Drei-Tage-Bart, europäisch gekleidet. Sie bedankt sich und legt auf. Als sie das den anderen berichtet, geht Tom noch einmal zum Telefon. Er ruft wieder bei der Kairo Post an und verabredet sich mit der Angestellten. Währenddessen humpelt Alexandros vorbei und ruft sich ein Taxi zum Bazar. Der Engländer bricht also zusammen mit Rosie zur Kairo Post auf. Ein wahrhaft bombastisches Gebäude im Kolonialstil beherbergt die Zeitung. Tom spricht in einer geräumigen und kühlen Empfangshalle vor und sie werden in den zweiten Stock geschickt. Auf der Treppe begegnen sie einem großen, aufrecht gehenden Mann, offenbar ein Mischling, der ihnen freundlich zunickt Oben angekommen stellen sie fest, dass die Redaktion fast nur von Briten bevölkert wird. Irene Hennings erwartet sie bereits. Sie wirkt sehr betrübt bei der Erwähnung MacDermids, offenbar war er durchaus beliebt. Rosie versucht ihrerseits eine Beschreibung ihrer Bekanntschaft, die Ms. Hemmings bestätigt. Sie holt aus dem Schreibtisch eine Andenkenkarte mit einer Photographie MacDermids heraus – Rosie erblasst. Das war der Mann! Es gibt keinen Zweifel. Die Angestellte erklärt, dass der Schotte an Malaria gestorben sei. Er war lange krank gewesen und zusätzlich von einem Unfall geschwächt. Die ganze Redaktion habe an der Beisetzung teilgenommen, am offenen Sarg habe man Abschied genommen. Er liegt auf dem europäischen Friedhof in der Weststadt. Seine letzte Arbeit beschäftigte sich mit der Ausgrabung in der koptischen Kirche. Einer seiner Freunde, Mustafa Barnington-Lloyd, sei eben dagewesen.
Ein Taxi bringt die beiden zum Kairo Tribune. Dort will man sie an der Pforte abweisen, es herrscht auch kein Publikumsverkehr mehr. Mittels Bakschisch gelingt es Tom, vom Pförtner zur Sekretärin Barnington-Lloyds durchgestellt zu werden. Er soll morgen um 9 Uhr wiederkommen. Also kehren die beiden zum Hotel zurück, wo sie sich noch kurz an die Bar begeben und über MacDermid sprechen, bevor sie sich zum Abendessen umziehen. Alexandros erscheint wie so oft voll bepackt von seinem Ausflug zum Bazar.
Als Edwardson das Hotelzimmer betritt, stellt er fest, dass Grunewald noch immer schläft. Er muss ihn mehrmals schütteln und ansprechen, bis er dann endlich langsam zu sich kommt. Er sieht verklärt aus und wirkt merkwürdig euphorisch. Begeistert erzählt er Tom, dass er in dem Raum gewesen ist, in der Kaverne, von der sie letzte Nacht geträumt hatten. Er sei dort von einer Frau bewirtet worden, die Atmosphäre war sehr friedvoll. Eine ältere Katze habe zu ihm gesprochen. Sie müssten heute Nacht ein Ritual durchführen, bevor der Antagonist seines zu Ende bringt. Dazu müssten sie paarweise den Nil hinabfahren. Ob das dann wohl so ablaufen würde wie bei Herodot beschrieben? Oder bei Tindalos? Jedenfalls habe er sich für den Tod der Raubkatzen entschuldigt. Der Professor ist ganz aufgeregt.
Schließlich treffen sie sich alle zusammen zum Essen im arabischen Restaurant um die Ecke. Lily ist etwas nervös, Grunewald euphorisch und Rosie irritiert. Sie erzählt von ihrer Begegnung mit dem toten MacDermid und den Informationen aus der Redaktion. Der Professor winkt jedoch nur ab und berichtet von seinem neuen Traum. Man müsse unbedingt an diesem Ritual teilnehmen. Das veranlasst Rosie ein weiteres Mal, zur Einweisung des Professors aufzurufen. Er sei doch nicht bei Sinnen! Frau Roth weist darauf hin, dass das Licht in Gizeh tatsächlich stärker geworden sei. Es entbrennt eine heiße Diskussion über Sinn und Unsinn einer Teilnahme an einem derartigen Ritual. Welche Konsequenzen haben Handeln bzw. Nichthandeln? Wer sind die Gegenspieler? Die "Ode an einen Gott" ist offenbar aus der Perspektive eines Verräters verfasst. Darin wird davon gesprochen, dass die "Mauern fallen" sollen. Überzeugt ist eigentlich nur Grunewald; Lily, Richard und Tom sind eher zurückhaltend, sehen aber das entstehende Problem, wenn das Unterlassen Konsequenzen hat. Nur Rosie streitet alles vehement ab, sie findet das alles unerträglich und absurd. Schlussendlich einigt man sich darauf, das Träumen zu versuchen und ggf. an dem ominösen Ritual teilzunehmen. Rosie kann sich dazu durchringen, als Wächterin zu fungieren, damit niemand das Weite sucht. In der Hotellobby genehmigen sie sich noch ein paar Drinks (insbesondere Rosie) und klären letzte Dinge. Die Lichtsäule auf der Pyramide sei ein Portal zu den Traumlanden, aus dem diese Wesen kommen (Riesenkäfer, Fata Morgana). Sie müssen es schließen, bevor schlimmere Dinge geschehen und Majherperi es vergrößern kann. Richard meint, dass Hypnos bei der Öffnung des Tores geholfen haben muss. Alexandros spekuliert, dass man nach Thraa müsse, um dort die Flöten zu bekommen, und sich dann damit auf eine Bootsfahrt zur Katze begeben. Man beschließt, zu Mohr zu gehen.
In Mohrs Wohnung richten sich alle häuslich im Wohnzimmer ein. Es entbrennt schon wieder ein Streit, diesmal um die Anwendung der von Grunewald nachgekochten Drogen (Menge und Öffnen / Schließen der Fenster). Rosie schließt die Wohnungstür ab und steckt den Schlüssel ein. Tom sucht ihr auch noch einen improvisierten Knüppel, vorsichtshalber. Sie bleibt dann in der Küche, solange im Wohnzimmer geräuchert wird. Als Tom dorthin zurückkehrt, sind Alexandros und Grunewald bereits eingeschlummert, Frau Roth dämmert gerade weg. Der Engländer setzt sich in den letzten freien Sessel, schließt die Augen und geht wieder in Gedanken in der Stadt spazieren. Es dauert keine zwei Minuten, dann schläft auch er. Rosie kommt nach einer Weile ins Wohnzimmer, lüftet durch und macht überall Licht. Dann setzt sie sich mit einer Pfanne, Martini und ihren Aufzeichnungen dazu.

Sie streben den rötlichen Schatten entgegen, fliegen die Stufen hinab in die riesige Kaverne. Der Boden in dem hohen, grob gehauenen Gewölbe ist in schwarze Ornamente gefasst. Zwei Greise an einem Altarstein weisen zum Ausgang der Kaverne. Mit einer bittenden Handbewegung laden sie die Träumenden ein. Wie im Flug geht es weiter, durch den Ausgang weitere Treppen hinab. Der rötliche Schimmer der Kaverne verblasst allmählich und Dunkelheit breitet sich aus. Dann wird es wieder heller, die Treppe ist mittlerweile aus Holz gearbeitet. Am Fuße der Treppe wird wieder alles dichter, auch die Träumenden, die bisweilen nur noch Schemen in der Dämmerung waren. Durch ein reich ornamentiertes Holzportal treten sie ins Freie. Von der anderen Seite ist das große Tor in die Rinde einer riesenhaften Eiche geschnitten. Sie befinden sich in einem bizarren Wald mit kolossalen, verdrehten Baumgiganten. Das Tageslicht kämpft sich nur mühsam bis zum Boden hindurch. Das meiste Licht geht tatsächlich von einer Art leuchtendem Pilz aus, der den Waldboden bevölkert. Plötzlich verblasst alles. Eine große, scheinbar unendliche Weiße umgibt die Träumenden warm und weich. Sie spüren ihre Glieder wieder und stellen fest, dass sie nackt sind. Sie verspüren auch Körperwärme, eigene und fremde...
Lily schaut sich um und stellt fest, dass sie unter einem riesigen Laken in einem Bett liegt. Darunter befinden sich noch andere Körper. Das geöffnete Fenster erlaubt einen weiten Blick über die Dächer einer Stadt, die auf keinen Fall Kairo sein kann. Fachwerk und rote und ockerfarbene Schindeln bestimmen das Bild. Mit einem Ruck steht Grunewald auf. "Wir sind da, steht auf!" ruft er. Neugierig tritt der nackte Professor an das offene Fenster und genießt die ersten Eindrücke. Nach kurzer Zeit pfeift es von unten und eine Frau macht anzügliche Gesten, lädt Grunewald ein, zu ihr herunterzukommen. Rosie hat Grunewalds Ausruf auch gehört, allerdings nur ganz leise. Es schließt sich ein gedämpftes Gespräch an. Nach einem kurzen Moment weißer Unendlichkeit greift die etwas desorientierte Frau nach ihrem Martiniglas – und glatt durch das Glas hindurch. Panik ergreift sie und sie lässt einen spitzen Schrei fahren. Was ist das für ein Laken, was für eine Zimmerdecke?
Die anderen haben sich mittlerweile ein wenig orientiert. Fenster mit Butzenscheiben auf zwei Seiten zeigen, dass sie sich in einem Eckzimmer befinden. Die Tür zum Gang steht offen. Außer einem riesigen Bett befinden sich noch ein Schrank und ein Tisch mit Hocker in dem Raum. Tom steht (mit Vorwarnung) auf und inspiziert den Schrank. Es befinden sich weiße, togenähnliche Gewänder darin. Er zieht eines an und reicht die übrigen den anderen. Als der Schrei ertönt, stürzt Grunewald in den Flur; er kommt aus dem Nachbarraum. Dort findet er die panische Rosie vor, bleich in das Laken verkrallt. Als sie ihn erblickt, stockt der Schrei, um beim Anblick des nackten alten Mannes erneut aus ihr hervorzubrechen. Der Professor ist ratlos. Lily hat sich schnell angekleidet und schubst Grunewald aus Rosies Zimmer. "Ich will hier raus!" schreit Rosie, als Lily sie beruhigen will, und schlägt um sich. "Ich will nicht hier sein!" Tom klopft, doch Lily will ihn nicht einlassen. Sie versucht weiter, die Frau zu beruhigen. Grunewald kleidet sich schließlich auch an und erwähnt beiläufig, dass er bei seinem letzten Traum auch so "aufgewacht" sei. Er will hinuntergehen. Es kommt ihm aber eine Frau in unbekannten Gewändern und merkwürdigem Kopfputz entgegen, beladen mit einem Tablett voller Schalen mit Essen. Tom bekommt vor der geschlossenen Tür mit, dass Lily langsam Erfolg hat. Aus Schreien wird Schluchzen, Lily spricht weiter breuhigend auf sie ein. Dann kehrt er in das Zimmer zurück Er nimmt ein beiliegendes Messer und ritzt sich damit etwas in den Arm. Das tut weh, scheint also "echt" zu sein. Das Essen verströmt einen zimtartigen Geruck. Alexandros testet ein zähflüssiges, etwas durchsichtiges Gebräu, das geschmacklich Rübensaft ähnelt. Tom wendet sich dem Brot zu, das luftig und leicht ist. Es schmeckt allein durchaus gut, zusammen mit dem Sirup ist das allerdings ein echter Genuss. Alle außer Rosie, die jetzt zwar ruhig ist, aber ihre altbekannte Bockigkeit zeigt, bedienen sich bei den dargebotenen Speisen. Als die anderen aufbrechen wollen, ist wieder einige Überredungsarbeit nötig, um die Widerspenstige zum Mitkommen zu überreden. Sie will unbedingt dableiben und wieder aufwachen. Im Gang kommt ihnen eine alte, graugetigerte Katze entgegen und spricht sie an: "Heute Nacht, Priester der Katze, werden wir Euch nach Mnar bringen. Ich sehe, Ihr habt Frauen dabei, wenn auch nicht genug. Das Ritual ist bekannt, es wird Euch also geholfen werden. Vertraut auf die Hilfe." Grunewald fragt nach dem Antagonisten. Ein Großer sei es, der den Anderen verpflichtet sei. "Achtet darauf, dass Ihr paarweise kommt." "Wo finden wir noch Partnerinnen?" erkundigt sich der Professor. Die Katze zuckt mit den Schultern. "Seid Ihr Seloda?" fragt Alexandros. "Ich bin weder weiblich, noch ist mein Name Seloda – ich bin Rar." entgegnet die Katze. "Aber die Priesterin ist hier im Haus. Der erste Schritt zum Ritual ist begonnen worden." Der Kater schnürt in den dritten Raum, dessen Tür ebenfalls offen steht, springt auf das Fensterbrett und dann nach draußen. Die Gruppe begibt sich die Treppe hinab in den zweiten Stock. Durch ein Fenster ist eine weißbraune, junge Katze im Geäst eines Baumes zu sehen, die die Vorbeigehenden mit schiefgelegtem Kopf mustert. Dann begegnen sie Seloda. Sie komme aus Ägypten, in der Nähe von Kairo. Wenn sie nicht hier sei, sei sie in der wachen Welt. "Warum bist Du jetzt hier?" fragt Lily plötzlich auf arabisch. "Ich warte zu Ehren der Göttin auf die Priester." antwortet diese. Sie komme aus einem kleinen, unbedeutenden Ort namens El Zagazig... Der Ort sei ihnen bekannt, die Siedlung bei Per-Bastet! Lily stellt fest, dass sie alles verstehen kann. Erst als sie bemerkt, dass Tom Hindi spricht, versteht sie nichts mehr. Es scheint so, als ob das Sprachenverständnis universell ist, bis man beginnt, zu diagnostizieren, und mit dem Bewusstwerden das Verständnis schwindet. Seloda umschreibt die Reise, doch die Gruppe interessiert vornehmlich, wo sie sich jetzt befinden. "Die Katzen werden Zeichen geben und uns nach Thraa führen." versichert Seloda. Unten im Schankraum wartet Xini Elet auf die Priester. Über einen Laubengang erreichen sie einen Innenhof, der vollständig von der lichten Krone eines Baumes überschattet wird. Ein Brunnen befindet sich darin. Die aus dem Schankraum dringenden Geräusche betonen noch die verträumte, ja geradezu kontemplative Stimmung des Innenhofes. Rosie findet ein Säckchen mit Kreide und Kohle in ihrer Gewandtasche. Grunewald eilt vorneweg in den Schankraum. Er ist gefüllt mit den unterschiedlichsten Menschen, die meist in kleinen Gruppen die Tische bevölkern. Alle muten unbekannt an, teils tragen sie merkwürdige Kopfschmucke oder ausschmückende Tätowierungen. Die Einrichtung erinnert an die literarischen Erzählungen Alexandre Dumas. Rosie und Lily tuscheln, Richard misst den Innenraum mit geübten Blicken und Tom folgt der Gruppe als letzter und sichert die Rückseite. Ein Blick zurück zeigt Seloda im ersten Stock mit neuem Kopfschmuck aus Tuch und Bronze und passendem Hals- und Ohrenschmuck. Grunewald zögert kurz, das "Bühnenbild" zu betreten, geht dann aber zum Tresen und hält Ausschau nach dem beschriebenen Lockenkopf. Er bestellt sich ein Bier, das ähnlich wie Bockbier schmeckt, wie er feststellt. Der Alkohol steigt ihm sofort zu Kopfe. Richard folgt an den Tresen. Rosie ist auf der Suche nach Papier, bis ihr auffällt, dass sie noch einmal in dem Säckchen nachschauen könnte – und siehe da, es findet sich eine Kartusche mit aufgerolltem Papier. Das war eben aber noch nicht dort gewesen! Rosie gibt ihrer Verwunderung Ausdruck. Wo das wohl herkommt? Tom findet, wie erwartet, nur das Messer und das Brot in seinen Taschen, die er vorhin hineingetan hat. Kann sich Rosie Dinge herbeiwünschen?!! Sie lässt sich am Brunnen nieder und beginnt, den Innenhof zu zeichnen. Währenddessen macht Grunewald Bekanntschaft mit Xini Elet. Er berichtet von ihrem Gespräch mit dem Kater, was diese erstaunt. Ihr sei prophezeit worden, dass die Priester heute kommen würden. Sie habe Angst vor Ratten – hier wie im Wachen. Seloda kommt herab und bemerkt die zeichnende Rosie. Das Herbeiwünschen sei eine Gabe, die nur wenigen gegeben ist. Das würde aber Essenz kosten, d.h. magische Kraft aus einem selbst. Meist blieben die Dinge aber nur für einen Traum existent. Ein Mitnehmen in die wache Welt sei normalerweise nicht möglich, es sei denn, man fände einen der wenigen physischen Ausgänge. Aber mit etwas Glück würde sie sich an das alles hier noch genau erinnern und in der wirklichen Welt noch einmal malen können. "Man kann das alles vergessen?" erkundigt sich Lily. Das sei möglich. Irgendwie wirkt Rosie daraufhin erfreut... Seloda führt weiter aus, dass es sowohl in der realen als auch in der Traumwelt möglich sei, Magie zu wirken. Es sei überhaupt erstaunlich, dass sie als Priester so wenig wissen würden, sie seien geradezu unschuldig. Rosie protestiert. "Du bist noch unschuldiger als die anderen." Seloda lädt sie ein, vor der Reise noch ein wenig zu essen und zu trinken. Drinnen wird Grunewald gerade von Xini Elet aufgeklärt. Ulthar, die Stadt, in der sie sich befinden, liegt in den Sechs Königreichen, die umgeben sind vom Fluss Skai, dem serrheneischen See und dem südlichen Meer. Grunewald stellt fest, dass Geld kein Problem darstellt, solange man sich nicht darauf konzentriert... Alexandros kann ihm aushelfen. Die fehlenden Mitglieder schließen sich der Gruppe um Xini Elet, Grunewald und Richard an. Alle bekommen einen Krug Kwasch, dieses Bockbieres, vorgesetzt und werden vom Professor vorgestellt. Xini Elet kommt offenbar aus Thessaloniki. Lily erkundigt sich auch bei ihr, ob man sich wirklich Dinge herbeirufen könne, wenn man sich nur genug konzentriert? Xini Elet bestätigt das. Grunewald erkundigt sich, wie es weitergeht. "Das schwindende Licht wird den Weg weisen." antwortet Seloda. Grunewald bestellt dann noch eine große Platte mit ihnen vollkommen unbekannt aussehenden Speisen. Es liegt unter anderem ein großes Insekt darauf und nicht zuzuordnende Fleischgerichte. Geschmacklich lässt sich nichts beanstanden, wenn die Gewürze auch unbekannt sind und niemand von dem Insekt kosten will. Xini Elet spricht weiter über die örtliche Geographie. Rosie versucht daraufhin, sich auf eine Landkarte zu konzentrieren, bleibt aber erfolglos. Schließlich lässt sie sich zu dem Genuss von Quellwasser hinreißen. Die Schatten werden langsam länger. Von den beiden neuen Bekannten erfahren sie, dass das Denken den Menschen von der Essenz entfernt und sogar gänzlich am Träumen hindern kann. Das lässt den Professor stutzen. Solange man Träumer sei, könne man in den Traumlanden verweilen, selbst wenn der physische Leib in der realen Welt stirbt. Jetzt bekommt Alexandros leuchtende Augen. Rosie erkundigt sich: "Und wenn man hier stirbt?" Dann gibt es für diesen Menschen keinen Zugang mehr zu den Traumlanden, außer dem physischen über die wenigen Tore. Sie könne aber doch warten, bis der Traum vorüber sei. Spätestens wenn man aufwacht, ist man wieder in der wachen Welt. "Wenn ich also hier sterbe...", lässt Rosie den Satz unvollendet stehen. Tom schreit auf. "Seid Ihr denn sicher, dass Ihr träumt?" Ein direkter Übergang sei möglich, an speziellen Orten, mit der Hilfe von Artefakten und Räucherwerk... Eine Katze springt auf Toms Schoß. Sie mustern sich kurz gegenseitig, dann streichelt er das Tier vorsichtig. Es ist die junge Katze, die vorhin in dem Baum saß. Sie beginnt zu schnurren. Eine andere Katze umschmeichelt Grunewalds Beine und marschiert dann in Richtung Eingang. Dort sitzt eine dritte Katze aufrecht wie eine Bastetstatue. "Zeit, zu gehen" meint Grunewald und erhebt sich. Ob seit seiner Wiederkehr viel Zeit vergangen sei? fragt Lily. "Nicht unbedingt – aber etwas ist immer verändert." "Sind alle hier Träumer?" "Nein, manche sind von hier." Grunewald geht wieder voran. Etwa 35 Katzen erwarten sie im Innenhof. Tom komplimentiert die Katze von seinem Schoß, die schaut ihn an und geht dann erhobenen Hauptes voran. Als die anderen aufschließen, werden es immer mehr Katzen, es müssen an die Hundert sein, so dass sie kaum wissen, wohin sie ihre Füße setzen sollen. Ruhig umschwärmen sie die Menschen. Erstaunt blicken die sich um. Dann kommt Rar und scheidet das Katzenmeer: "Es ist soweit."

Die Katzen springen auf und der Innenhof schwindet. Der Himmel ist erst rot, dann dunkel. Der Mond erfüllt den Horizont. Es wirbelt Staub auf und sie spüren Boden unter den Füßen. Dinge bewegen sich und recken sich den Besuchern entgegen. Die Katzen springen erneut. Rosie wirft einen Blick zurück und erahnt dunkle Schemen, die sich erheben.
Düsteres Grün und verkrümmt Formen erwarten sie. Eine feine Linie durchschneidet das Blickfeld. Der obere Bereich erscheint hellblau, der untere grünlich. Sie stehen auf einer weiten Ebene, wie am Fuße eines grünes Ozeans. Gras wogt vor ihnen im Wind, rechts zieht ein Fluss sein klares Band durch die Landschaft. Flache Boote mit riesigen Dreieckssegeln bewegen sich gemächlich auf ihm fort. Es sind keine Katzen weit und breit zu sehen.
"Ich ehre Euch, Priester der Katze!", ertönt eine Stimme neben ihnen. Ein dunkelhäutiger, schlanker Mann in Seidengewändern begrüßt sie. Schlangen aus Silber umwinden seine Arme. Er führt zwei flaschengrüne, dreihöckerige Kamele mit sich. "Mein Name ist Hoola." "Ist dies der Fluss Ai?" erkundigt sich Grunewald. "Ja." "Und die Stadt Thraa?" "Zur Linken..." Sein Arm weist auf eine große und ausgedehnte Stadt mit Türmen und einer Stadtmauer, etwa vier bis fünf Meilen entfernt. Die Grasebene sei manchmal gefährlich, deshalb begleite er sie gerne dorthin. Er treibe Handel mit Knika, offenbar einer Art meterlangem Käfer. Woran er sie als Priester erkannt hat, fragt Rosie. Sie trügen doch Priesterkleidung, entgegnet Hoola. In der Stadt angekommen erscheinen ihnen die Häuser wie Karikaturen derjeniger aus Heluan oder Kairo. Die Stadttore sind zwar bewacht, man winkt sie jedoch durch. Sie gehen durch viele tiefe, belebte Gassen, von vielen fremdartigen Gerüchen umfangen. Sie fallen durch ihre helle Hautfarbe auf. Alles erinnert an Kairo und den afrikanischen Kontinent mit seiner Exotik. Alexandros erkundigt sich nach dem Tempel der Bastet. Es gibt hier keinen, deshalb bringe er sie zu einem anderen. Dort würden sie auch Instrumente verkaufen. Ein Durchgang bringt sie in einen palmenbestandenen Innenhof. Auf rotem Samt liegen Flöten aus dunklem, poliertem Holz aus, bewacht von einem ausgemergelten, hageren Greis. Hoola verabschiedet sich und wünscht ein gutes Gelingen der Reise. "Was wünscht Ihr?" fragt der alte Mann. "Seid Ihr die Priester?" "Ja!" antwortet Grunewald, "Nein!" ruft Rosie. "Was bietet Ihr?" Der Mann will etwas "Einzigartiges" für seine Flöten haben. Seloda bietet ihren Kopfschmuck, Rosie ihre Zeichnung an. Grunewald versucht, den Mann ohne Einsatz zu überreden. Der Greis akzeptiert den gebotenen Einsatz für zwei Flöten. Sie brauchen aber vier! Dann müssten zwei die Nacht im Tempel der Erkenntnis verbringen. Grunewald meldet sich, dann Alexandros. "Dann wirst also Du (zu Grunewald) mit ihr (Xini Elet) und Du (zu Alexandros)..." er blickt zu Rosie. Nein, Grunewald und Alexandros werden in den Tempel gehen. Er räumt die Auslage zusammen und übergibt die zwei Flöten. Die anderen können unter Bewirtung im Innenhof bleiben. Dann winkt er die älteren Herren in den Tempel. Ein schmaler Eingang führt hinter die turmhohen Wände. Rosie beschwert sich bei Lily, dass alles so geführt sei. Das hätte schon auch Vorteile, sie wüssten ja auch sonst gar nicht, wohin es geht, aber seien sie noch im Besitz ihres freien Willens? Lily fühlt sich aber wach und ganz wie sie selbst. Ganz und gar nicht wie eine Marionette.
Ein Jüngling bringt Brotlaibe und einen Krug, zieht sich dann in den Durchgang zurück und schließt die Tür. Lily macht mit Richard einen längeren Spaziergang durch Thraa, während Tom und Rosie mit den anderen Frauen im Innenhof zurückbleiben. Nach einer Weile stellen die Spaziergänger fest, dass sie verfolgt werden. Als sie den Verfolger stellen, spricht er sie in fremder Sprache an. Es ist ein Junge, er heißt offenbar Tulak. Mit Händen und Füßen gibt er ihnen zu verstehen, dass sie ihm folgen sollen. Richard versucht, sich den Weg zu merken. Tulak führt sie durch die engen Gassen bis zum Fluss, wo er sie an einen Alten verweist. Der zeigt auf die beiden vor Anker liegenden Boote, dann auf sich, die anderen und die untergehende Sonne. Als er den Eindruck hat, dass sie den Mann verstanden haben, führt der Junge sie wieder zurück. Unterdessen beschwert sich Rosie, dass sie hier alleine gelassen wird. Tom macht sich langsam Sorgen, weil die anderen so lange fortbleiben. Seloda entgegnet, dass ihnen nichts passieren wird. Woher sie das wisse? Sie hat bereits letztes Jahr am Ritual teilgenommen. Es sei eine Ehre. Rosie erzählt daraufhin, dass sie sowieso nur hier seien, weil sonst der Weltuntergang in ihrer Realität drohe. "Ja, man könnte tatsächlich sterben..." meint Tom. "Sterben?" fragt Lily, die gerade mit Richard zurückkehrt. Sie berichten von ihrer Begegnung am Fluss. Vor dem Schlafengehen wird noch ein wenig Flötenspiel geübt; grässliche Laute erklingen an diesem Abend aus dem Innenhof.
In dieser Nacht wiederholen sich für Alexandros die Erlebnisse in Carcosa. Er fühlt die Schwäche, die Besessenheit vom dem König in Gelb, den selbstzerstörerischen Wahn. Grunewald muss erkennen, dass der Weg des Wissens auch der Tod des Wissens sein kann. Ihr Vorhaben kann durch die Tiefe des Wissens in Gefahr geraten. Zu viel Wissen führt zum Untergang bei seinem Streben nach okkultem Wissen.
In der Morgendämmerung stolpern zwei Gestalten aus dem Tempel, Grunewald muss den hinkenden Alexandros stützen. Sie eilen auf ihre Vertrauten zu, auf ihre Rettungsanker nach dieser schrecklichen Nacht. Alexandros schweigt, nur Grunewald faselt etwas von zuviel Wissen. Glücklich, dass alle wieder wohlbehalten da sind, nehmen sie das Frühstück am Torbogen ein. Alexandros sieht sehr schlecht aus, so dass die anderen dafür sorgen, dass er reichlich frühstückt. Grunewald strengt sich an und wünscht sich tatsächlich erfolgreich Medizin herbei, die er dann aber angesichts einer leichten Schwäche doch selbst zu sich nimmt. Er ist dann einigermaßen benebelt. Eine Katze sitzt auf der Mauer und beobachtet sie.
Dann geht es los. Richard führt sie den gleichen Weg zum Fluss, wie ihn der Junge gestern gewiesen hat. Dort warten die beiden Boote im Wasser, geschmückt mit Blumenkränzen. Tulak und eine Horde anderer Jungen verschiedenen Alters erwarten sie bereits. Lily und Richard sind bass erstaunt, als Friedrich und Tom auf sie zugehen und sie ohne Umstände ansprechen. Tom erkundigt sich, ob sie zu spät seien. Nein, meint Tulak, es sei alles richtig. Dann lässt er sich von dem Jungen zeigen, wie man ein solches Boot bedient. Grunewald kommt dazu, Tom lädt Rosie ein und erklärt dann seinerseits Richard, was er eben über das Segeln gelernt hat. Der besteigt dann mit Alexandros, Lily und Seloda das eine Boot, während Tom mit Rosie, Grunewald und Xini Elet das andere nimmt. Die Kinder organisieren freudig das Ablegen, während die jungen Männer anschieben und dann schnell an Bord klettern. Einige wenige Stadtbewohner und die Katze beobachten die Aktion schweigend. Es scheint so, als ob die Menge auf etwas warten würde... Während die anderen sich noch ratlos anblicken, ergreift der Professor die Initiative und hebt zu einer pathetischen Rede an. Nun beginnt die kleine Menschenmenge zu jubeln, sie werfen mit Blumen und kommen sogar ins Wasser gelaufen. Langsam legen sie ab. Richard entdeckt Proviant an Bord, es scheint also alles vorbereitet zu sein. Grunewald hilft Edwardson die Segel zu hissen und übt sich dann eher weniger erfolgreich in der Bedienung des Musikinstrumentes. Lily untersucht Ioannis Knieverletzung, die ihn seit heute Morgen humpeln lässt, und stellt fest, dass es sich um eine alte Wunde handelt. Rosie lässt sich im wahrsten Sinne des Wortes treiben und verfällt dem Reiz des Farbenspiels auf dem Wasser und den Eindrücken, die die Gerüche der vorbeigleitenden Landschaften hinterlassen. Die Bilder scheinen sich bei ihr förmlich einzubrennen. Diese Fremdartigkeit, sie muss das zeichnen. Xini Elet schaut ihr dabei zu, als Grunewald endlich von dem unsäglichen Gequäke ablässt und ein wenig vor sich hindöst.
Seloda beginnt zu erzählen: "Das erste Dorf, bei dem wir anlegen, heißt Galaathais. Dort wird es keine Schwierigkeiten geben. Das zweite Dorf allerdings beherbergt die Überlebenden von Golagontol. In einer einzigen Nacht wurden alle bis auf ein paar wenige Überlebende getötet. Voraussichtlich tun sie uns nichts..."
Als sie das erste Dorf erreichen, schaffen Grunewald und Edwardson die Landung zwar hart, aber ordentlich. Herhausen und Alexandros hingegen donnern gegen den Steg und werden vom Wind an Land gedrückt, weil sie die Segel nicht schnell genug raffen können. Nachdem die Peinlichkeit schnell überwunden ist, beginnen die Herren auf Selodas Zeichen hin, ihre Flöten zu blasen. Tom und Richard können sich fast schon auf eine Melodie einigen, während Alexandros und Grunewald total daneben liegen. Die Frauen sind erst etwas zögerlich, fassen sich dann aber ein Herz und bemühen sich, das wartende Dorfpublikum nach Kräften zu verspotten. Rosie ist nicht ganz bei der Sache, macht aber dennoch ordentlich mit. Eine ältere Frau kniet schließlich vor ihnen nieder und bittet sie, aufzuhören. Seloda hebt die Hand und das Gelärme ebbt ab. Dann spricht sie: "Heil der Katze, ihr zu Ehren seid Ihr gegrüßt!" Nun werden sie von den Frauen und Kindern des Dorfes bewirtet. Rosie ist die ganze Zeit abwesend und nimmt die Zeremonie gar nicht richtig wahr. Es beschäftigt sie sehr, ob sie nun wirklich nicht nur träumt, sondern womöglich körperlich hier anwesend ist. Nach einer Weile heißt es "Leinen los!" und sie bringen ihre Boote mit Hilfe der Frauen wieder ins Wasser. Sie nehmen Fahrt auf und passieren die Männer des Dorfes in ihren Fischerbooten. Den Nachmittag über segeln sie weiter in drückender Hitze. Tom hat eine Vision: Da ist die helle Statue, von Dunkelheit umgeben, pulsierend...
Abends erreichen sie den Kai Golagontols. Die Männer bemühen sich redlich und bringen diesmal ein leidlich gutes Flötenspiel zusammen. Die Arbeiter der Kleinstadt schauen von ihren Schiffen aus zu und warten ab. Rosie beschimpft sie mit Verve – und ist selbst ganz erstaunt. Es treten Leute aus einer Seitengasse auf den Kai und beäugen sie misstrauisch. Rosie hebt an: "Schaut mal, die haben alle ihre Stadt verloren! So sehen Verlierer aus..." Eine alte Frau sieht sie finster an und macht eine Handbewegung. Ein Windstoß erfasst Rosie, hebt sie meterhoch und wirft sie hinter dem anderen Boot ins Wasser. Tom sieht das, wirft die Flöte auf das Boot, rennt zum Heck, schnappt sich ein Seil und springt hinterher. Rosie taucht wieder auf und schwimmt Richtung Boot zurück, Tom rudert ihr eher unbeholfen entgegen. Die Menschenmenge kommt drohend auf die Boote zu. Lily und Seloda weichen etwas zurück, Richard und Ioannis halten aber Stellung. Die Stadtbewohner bilden dann eine Kette und drängen sie langsam zurück. Sie springen an Bord (im einen Boot landen nur Lily und Seloda) und legen schnell ab. Auf der anderen Seite klettern Rosie und Tom an Bord. Sie ist der Meinung, dass sie alles vermasselt hätte...
Mit gerafften Segeln fahren sie weiter in den Abend. Plötzlich erhascht Grunewald eine Bewegung am Ufer. Aus dem Augenwinkel kann er für einen Lidschlag ein riesiges Tier erkennen. In der Dämmerung gleiten die Boote lautlos auf der unnatürlich glatten Wasseroberfläche. Es ist windstill. "Irgendwas ist besonders" bemerkt Rosie. Der Fluss sieht aus wie Glas, die Uferlinien lassen sich nur noch als vage Striche ausmachen. Die Gravitation scheint abzunehmen. Jetzt sieht die Wasseroberfläche aus wie schwarzer Marmor. Farne wachsen am Ufer, düstere Mauern engen sie ein, mit roten, quarzartigen Einschlüssen. Sie befinden sich in einem gotisch hohen Raum und ein gleißendes Licht fällt von oben herab. Eine herabschießende Lichtsäule entblößt die Statuette eines lorbeerbekränzten Jünglings. Die Boote und der Fluss sind fort. "Ein Déja vu" bemerkt Lily, Richard nimmt sie bei der Hand. Sie erblicken das Antlitz eines griechischen Jünglings. Rosie bekommt wieder eine Panikattacke, schreit herum und will wegrennen. Tom, der hinter ihr ist, packt sie grob und fährt sie an: "Du willst hier nicht allein sein!" Grunewald ruft zaghaft "Hallo?" Alexandros: "Bastet, was tun wir hier?" Da explodiert die Statue plötzlich, lautlos implodiert das Licht. Rosie zieht sich ins Dunkel zurück. Eine schemenhafte, dunkle Gestalt tritt aus dem Gesteinsregen. Bastet erscheint als elegante Frau im langen, schwarzen Kleid. Ihre Haut gleicht weißem Marmor, ihre dunkelgrünen Augen sind blau umsäumt. Lange, schwarze Handschuhe bedecken ihre Hände. Sie nähert sich jedem von ihnen gleichzeitig und sehr persönlich. Sie kommt ihnen so nah, dass sich ihre Lippen fast berühren. Sie verspüren ein leichtes Kribbeln im Gesicht, fast wie von Schnurrhaaren. Katzen streichen um ihre Beine. Alle sind vollkommen gebannt durch die Intensität des Augenblicks. In Form von Bildern teilt sie sich mit, gibt Einsichten ohne Worte. Sie zeigt ihnen eine komplizierte Geste zum Bannen von Unheil, die die Macht der Gesandten brechen kann. Eine andere Geste ist verbunden mit dem Opfer des eigenen Blutes und dem Zeichnen einer Glyphe. Ein grüner Spiralnebel entsteht, der große Zerstörung anrichten kann. Sie zeigt ihnen, was geschehen ist: Der weiße Opal dient als Fokus für die Lichtsäule, er muss zerstört werden. Majherperi hat diese mit Hypnos Hilfe errichtet, um die Traumlande mit der Realität zu verschmelzen. Sie müssen sich zur schwarzen Pyramide begeben, "die keine ist", der Knickpyramide von Dahschur, um von Majherperis Macht befreit zu werden. Richard folgert, dass der Fokus, in der wachen Welt plaziert, auch dort zerstört werden müsse. Bastet zeigt ihnen die weiten Ebenen am Ai. Ein einsamer Hügel mit der hohen Lichtsäule lässt sich jetzt erkennen. Er muss vorher hinter dem Auwald verborgen gewesen sein. "Können wir den Ort betreten?" Sie zeigt ihnen jetzt Lily mit der schützenden Maske. Aber das sei doch ein Mittel des Feindes? Ja, aber für ihre Zwecke nutzbar. Ist sie denn nicht von Hypnos beeinflussbar? Er habe keine direkte Macht. Grunewald erkundigt sich noch, wie man die Zauberei lernen könne. Bastet zeigt ihnen ein Bild von weisen alten Frauen und Männern, die für ihre Zauberkunst in den Traumlanden berühmt sind. Schließlich wendet sie sich ab und Tausende von Katzen springen herein. Sie befinden sich wieder in dem hohen Tempel. Wie in Zeitlupe springen die Katzen wieder federnd ab und nehmen sie auf ihrer Reise mit. Im Fellgetümmel lässt sich auch der gestreckte Körper von Rar ausmachen, dem weisen Kater aus Ulthar. Unter ihnen leuchtet das silberglänzende Band des Ai. Dann ein Salto – und wieder der Ai. Nein, der Nil! Sie stürzen den Fellbündeln hinterher, nahe am Lichtbündel vorbei auf ein Häusermeer zu. Nein, weich, es ist weich, sie liegen im Zimmer. Nur langsam finden sie in die Realität zurück. Sie bemerken kaum, wie sich die Katzen zerstreuen und im Dunkel der Schatten in den Zimmerecken verschwimmen. Der Geruch von Weihrauch liegt im Raum. Die Anwesenden blicken sich gegenseitig an und ihre Erinnerung kehrt zurück. Heute Nacht ist ihre Zeit gekommen. Sie stellen fest, dass sie alle die gleichen, altertümlichen Gewänder tragen. Alle Dinge, die sie vorher bei sich getragen haben, wurden durch ihre Vorgänger ersetzt. Taschenuhren durch kleine Sonnenuhren, Dokumente durch Papyrus, Feuerzeuge durch Feuerstein und Zunder, Zigaretten durch Pfeifen und Tabak. Sämtliches Geld hat sich in Münzen aus einem silberartigen Material verwandelt. Die Prägung ist ihnen unbekannt, ist von der Machart her aber ins 8. – 13. Jahrhundert einzuordnen. Aufgeregt diskutieren sie, was als Nächstes zu tun sei – sollen sie sich zuerst zur Pyramide begeben oder besser zuerst zur Lichtinstallation? Grunewald ist schon in Mohrs Arbeitszimmer gegangen, um die Ritualgegenstände mitzunehmen. Alexandros wirkt zurückgezogen und Rosie schweigt konsterniert. Tom spürt, dass sie dem Zusammenbruch nahe ist. "Ich verstehe nicht, ist das alles real? Das – ist die Zeichnung aus dem Innenhof!" schreit sie fast, nachdem sie ein Bündel aus der Gewandtasche gezogen hat. Grunewald kehrt ins Wohnzimmer zurück, wo ihm Alexandros auffällt, der hinter einem Sessel mit einem Messer zugange ist. Er hat einen etwa 40cm breiten Kreis aus Blut gezogen und etwas Grünes leuchtet in dessen Mitte auf. Grunewald flucht laut, so dass die anderen aufmerksam werden. Er ist herangetreten und versucht hastig, den Kreis mit dem Fuß zu zerstören. Währenddessen wird das grüne Glosen länglich und dreht sich zu einer Spirale auf. Alexandros beobachtet das mit einem diabolischen Grinsen. Der Professor springt weg und versucht dann, Alexandros zu erreichen, der offenbar Macht über das Ding besitzt. Ein Aufschrei geht durch die Menge. Tom stellt sich vor Rosie, überlegt und versucht die Schutzgeste, die sie eben gelernt haben. Lily, die auf dem Sofa gesessen ist, springt auf, sieht Tom und macht mit. Grunewald hält sich nicht lange auf und beginnt schnell das Ritual, um seinerseits eine Spirale zu erschaffen. Auch Richard versucht den Schutzzauber, als er die Situation erkannt hat. Alexandros weicht in den Gang zurück und schickt die noch langsame Spirale in Grunewalds Richtung. Dadurch gibt er sich den anderen gegenüber eine Blöße. Der Grieche blutet immer noch und hält ein kleines Messer in der Hand. Tom macht die Gestenfolge zu Ende, doch es zeigt sich keine Wirkung. Der Professor fühlt sich mittlerweile etwas bedrängt. Ioannis drückt die Klinke der Wohnungstür nieder, doch die hat Rosie wohlweislich abgeschlossen. Grunewald nimmt gerade eine altertümliche Schere und schneidet sich in die Hand. Richard packt eine herumstehende Messingteekanne und wirft sie dem Griechen entgegen. Mit einem dumpfen Aufschlag trifft sie dessen Schulter und poltert noch gegen die Tür, bevor sie zu Boden fällt. Lily fragt: "Rosie, hast Du den Schlüssel?" Die blickt zu den anderen hinüber und es löst sich ein markerschütternder Schrei aus ihrer Kehle, als sie die grüne Nebelspirale erblickt. Tom dreht sich um. Rosie ist vollkommen außer sich. Sie schreit ohne Sinn und Verstand, mit leerem Blick – die totale Panik füllt ihren Geist. Er zögert kurz, dann gibt er ihr eine schallende Ohrfeige. Tom packt sie bei den Schultern, schüttelt sie und herrscht sie an: "Rosie, komm zu Dir!" Der Schrei stockt schließlich und verwandelt sich in ein hemmungsloses Schluchzen an Toms Schulter. Währenddessen hat Grunewald sein Ritual beendet und ein grünes Glosen erhebt sich über dem blutigen Kreis. Er verspürt eine Leere in sich. Ein Teeglas zerschellt an Alexandros Stirn und ein dünner Faden Blut rinnt an seiner Schläfe herab, während er wie besessen an der verschlossenen Tür rüttelt. Lily versucht zur Küche zu kommen, als die beiden Spiralen ihren Weg kreuzen. Die größere bewegt sich in Grunewalds Richtung, die kleinere weg von ihm. Gescharre und Geraschel ertönt aus dem Schlafzimmer, wohin Grunewald mittlerweile geflohen ist. Tom, der an die schluchzende Rosie gebunden ist, fühlt sich hilflos und wünscht sich sehnlichst einen Knüppel herbei, um den Griechen auszuschalten. Er verspürt ein Kribbeln in Fingern und Nacken und ein flaues Gefühl im Bauch. Die kleine Spirale ist noch weit von Alexandros entfernt, als dieser wie eine Puppe gegen die Türe geschleudert wird und bewusstlos niedersinkt. Richard nähert sich ihm vorsichtig. Grunewald weicht der Spirale weiter aus, bis sie immer durchscheinender wird und dann in einem grünen Funkenregen vergeht. Der Grieche versucht sich stöhnend aufzurichten. Richard packt und schüttelt ihn. Was ist los mit ihm?! Ioannis leerer Gesichtsausdruck zeigt nur Verwirrung. Kalter Schweiß bedeckt das blasse Gesicht, Blut läuft über ein Auge. Die kleinere Spirale schwebt über Richard hinweg. Als ein grünes Leuchten auf die Beine des Griechen fällt, zerrt Richard ihn schnell weg. Die Spirale stoppt. "Hör auf!" ereifert sich Herhausen. "Alexandros ist nicht mehr normal!" entgegnet Grunewald. "Nein, nein!" mischt sich Frau Roth ein. Schließlich erhebt sich der grüne Spiralnebel und frisst sich in die Wohnungstür. Sie fräst ein etwa 40cm breites Loch in das dicke Holz. Der Rahmen sackt etwas nach, Staub wirbelt auf. "Alexandros ist normal? Sicher?" fragt der Professor. "Wart Ihr das?" fragt er dann mit Blick auf den am Boden liegenden Griechen. Das verneinen die anderen. "Ich glaube, ich wars", meint Tom dann kleinlaut. Der Professor sucht seine Tasche und flößt Rosie etwas Laudanum ein. "Kann ich mich bewegen?" fragt der Grieche. "Was hast Du gemacht?" will Lily wissen. "Weiß nicht? Was hab ich gemacht? Ich habe kein Gefühl in den Beinen." Lily schildert ihm die Vorgänge dann ganz nüchtern. "Warum sollte ich Grunewald angreifen?" fragt er ungläubig. "Meine Beine!" "Oh" begreift Lily dann endlich. Ioannis schiebt sein Bein mit der Hand herum, das Messer immer noch festhaltend. Richard weist Lily auf das Messer hin und wendet sich dann Tom zu. "Was hast Du gemacht – er ist gelähmt!" "Ich habe mir einen Knüppel gewünscht" antwortet der leise. "Da stimmt was nicht!" bemerkt Lily, als sie dem Griechen das Messer abnimmt. "Da ist dieses Grinsen wieder." Grunewald begibt sich dann zu Alexandros und untersucht dessen Verletzungen. Tom setzt sich wieder zu Rosie und nimmt ihre Hand. Sie packt sie schmerzhaft und verkrampft und lässt erst mit der beginnenden Wirkung des Beruhigungsmittels locker.
Das Licht im Treppenhaus geht an, ein Klacken ist unten zu hören, Schritte folgen. Grunewald hat mittlerweile eine Querschnittslähmung diagnostiziert und verlangt nach einem Krankenwagen. Tom nimmt Rosie auf und trägt sie vorsichtig ins Schlafzimmer. Dort deckt er sie zu, lehnt die Türe an und geht zu den anderen zurück. Frau Roth tritt die Flucht nach vorn an und geht zusammen mit Grunewald dem Hausmeister entgegen. Sie erzählt etwas von einem Überfall und fragt nach dem Telefon. Richard versucht derweil mit einem Messer aus der Küche, die Türhöhlung derart zu bearbeiten, dass sie wenigstens auf den ersten Blick wie aufgebrochen wirkt. Grunewald begleitet den Hausmeister zu seiner Wohnung und ruft von dort aus einen Krankenwagen. Oben wird heiß diskutiert, wie weiter vorgegangen werden soll. Schnell kleiden sich Tom und Lily um und als Grunewald zurückkehrt, machen sich alle über den Balkon aus dem Staub. Sie lassen sich an der Regenrinne herab, eilen über den Hinterhof und hetzen in letzter Sekunde um die Hausecke, bevor der aufmerksam gewordene Hausmeister sie entdeckt. Den gelähmten Alexandros und die bewusstlose Rosie lassen sie in Mohrs Wohnung zurück.