INGerim 1015:

Ardan und Viento haben Ferien und entschließen sich die Warenschau in Baliho anzuschauen um einen drauf zu machen. Dort begegnen sie zufällig Jari, der aus dem Norden kommend auch gerade in Baliho war um Besorgungen zu machen. Außerdem ist im Gauklerlager Neraida zu finden, die in der Zwischenzeit mit fahrendem Volk unterwegs war. Gemeinsam hören wir von einem Auftraggeber, der zum Goblinpass aufbrechen möchte, um dort einen "bösen schwarzen Mann" zu stellen. Bevor wir uns allerdings neugierig um den Auftrag bewerben können wird eine Runde Kuhscheißenroulett gespielt. Obwohl die vollkommen unerwartete Ankunft von Hairan die Kuh etwas verwirrt, gewinnt Neraida eine nicht zu verachtende Menge Geld. Und wie es das Schicksal so will, kommt just in diesem Augenblick auch Oskerbados um die Ecke gebogen. Dies sehen wir als göttliches Zeichen, dass wir wohl wieder ein Abenteuer erleben werden - also nichts wie zum Auftraggeber jenes ominösen Auftrags, um herauszufinden was wir zu tun haben.

Delian v. Wiedbrück - seines Zeichens KGIA-Agent und Kommissar für magische Verbrechen - hat Andeutungen vernommen, dass ein gewisser Ex-Magier namens Korobar (der Schrecken der Tobimora) sich wieder in der Gegend herumtreiben würde. Wir erinnern uns, den Namen im Zuge der Entführung der Kinder bei Rulat schon einmal vernommen zu haben. V. Wiedbrück plant die Machenschaften des Korobar ein für allemal zu durchkreuzen und sucht eine schlagkräftige Truppe für dieses Unterfangen. In der Gewissheit, den Auftrag zu bekommen, überlegen wir uns, ob wir ihn überhaupt annehmen sollen, da es eventuelle Konflikte in der Befehlskette geben könnte. Am nächsten Morgen wird uns allerdings mitgeteilt, dass eine andere Truppe angeheuert wurde. Ein bisschen gekränkt über die dadurch fehlenden Einnahmen entschließen wir uns am nächsten Morgen aufzubrechen um hinterherzureisen, damit auch kompetente Magierbekämpfer vor Ort sind, wenn es Schlag auf Schlag kommt.

Am Abend entschließen wir uns allerdings vorerst noch die Tanzkünste der Sharizad Seraia Damerinal zu genießen, die in einem Balihoer Haus für die gehobenere Gesellschaft auftritt. Wir sitzen neben Mutter Linai, einer Traviageweihten, die gut und gerne auch Rahjas Lehren vertreten könnte. Mitten in der Vorführung beginnt Mutter Linai erst kreidebleich zu werden, bevor ihre Haut Brandblasen wirft und sie in visionären Worten von Feuer, Angreifern und einem Scheiterhaufen spricht. In späteren Gesprächen stellt sich heraus, dass der Traviageweihten eine göttliche Botschaft einer befreundeten Tsageweihten aus Dragenfeld zugebracht wurde. Mutter Laniare wurde von ihrer eigenen Dorfbevölkerung auf den Scheiterhaufen geworfen für einen Frevel, den sie wohl angeblich begangen hat und bitter bereut. Mutter Linai entschließt sich, nach Dragenfeld zu reisen, um der Sache auf den Grund zu gehen. Wir überraschen sie mit der Aussage, dass wir sowieso vorhatten in diese Richtung zu reisen, und uns ihr gerne anschließen würden.

Unterwegs kommen wir zu einer Postkutschenstation, in der sich die Crème de la Crème der mittelreichischen Praioskirche, des Bannstrahlerordens und der weißmagischen Instititute (Pfeile des Lichts) versammelt hat. Angeblich würde zwischen roter und schwarzer Sichel irgendetwas vor sich gehen, was einer Behandlung durch diese illustre Gesellschaft bedarf. Wir werden Zeuge der Deliberation über das weitere Vorgehen und erbitten uns erfolgreich ein paar Wochen Zeit (bis zum 15. Rahja), den Ereignissen in Dragenfeld auf den Grund zu gehen, bevor die ganze Region in (praiosgefälligen) Schutt und Asche gelegt wird. (Viento trifft bei dieser Gelegenheit seinen Ziehonkel, Amando Laconda da Vanya, der aber in seiner Aufgabe als Inquisitionsrat keine Zeit für ein persönliches familiäres Gespräch findet.)

Wir reisen weiter und finden des Nachts Zuflucht bei der Bauernfamilie der Blaufüchsen. Dort begegnen wir erneut der Rondrageweihten Ayla von Schattengrund (aus Donnerbach), die wir ja bereits bei der Suche nach Irmenella v. Werthlingen zu Greifenfurt kennenlernen durften. Sie berichtet einerseits, dass sie von Dragosch von Corrhenstein immer nur, als Sendbotin missbraucht, an die ausgefallendsten Enden des Mittelreiches geschickt wird und daher nicht dazu kommt, ihre Visionen weiter zu verfolgen. Außerdem kommt sie gerade vom Goblinpass, den sie auf dem Weg zurück nach Westen überquert hat. Sie klagt über schlaflose Nächte und Alpträume. Und so wachen wir im Laufe der Nacht ebenfalls auf, weil sie, von einem Alptraum gezwungen, versucht, mit ihren Händen ihren Bauch aufzureißen. Bereits blutüberströmt wacht sie allerdings auf, nachdem Oskerbados beginnt einen Exorzismus zu sprechen. Hairan konnte dämonisch-magische Strahlen sehen, die sie gefangen hielten, die sich dann aber wieder verzogen. Am nächsten Tag bricht Ayla auf nach Westen, während wir weiter zu den Sicheln ziehen.

In der nächsten Nächten übernachten wir in einer Herberge. Dort beginnen auch Hairan, Lari und Mutter Linai von verschiedenen Alpträumen verfolgt zu werden, so dass wir die meiste Zeit im Gemeinschaftsraum wach bleiben. Hairan spricht davon, dass der "schwarze Mann" wirklich existiert und ihn verfolgt habe, was Jari bestätigt.

In einem weiteren Dorf helfen wir einem Zwerg seine Mühle wieder in Gang zu setzen, deren Mühlrad blockiert war. Bei seinem Tauchgang, um die Ursache zu beheben, wird Ardan plötzlich von einer Leiche mit silbern schimmernden Augen angegriffen und gewürgt. Diese scheint das Mühlrad blockiert zu haben. Ardan entgeht der Sache mit einem gehörigen Schrecken. Wir erkennen allerdings, dass es sich bei der Leiche um einen der Streiter handelt, die von Delian v. Wiedbrück uns vorgezogen wurden. Nachts bekommt Ardan seinen ersten Alptraum, bei dem er versucht, sich mit bloßen Händen sein Herz aus dem Körper zu reißen. Wir schaffen es mit vereinten Kräften ihn daran zu hindern. Allerdings finden wir am nächsten Morgen heraus, dass eine alte Bettlerin tot aufgefunden wurde - in einer Ecke des Dorfes mit ihrem eigenen Herzen in der Hand.

Viento hat in der Zwischenzeit ein paar Erkundigungen über den Flusslauf eingeholt und entschließt sich, eine Stelle einmal zu begutachten, die als Steinkreis bezeichnet wird. Die anderen reiten derweil weiter die Straße entlang. Der Steinkreis entpuppt sich als ein Ort, an dem ein gehöriges Gemetzel stattgefunden hat. Eine Leiche ist noch aufzufinden: wohl ein Druide. Außerdem ist hier viel Blut geflossen. Die Spuren deuten darauf hin, dass hier ein paar Pferde vor Ort waren. Allerdings sind die Hufspuren voller seltsamem Schleim. Laut Hairan ein Anzeichen dafür, dass es sich wohl um Untote handelt.

Fortsetzung folgt ...

Reise: Ankunft in Dragenfels 2. RAHja; 10 RAHja: Treffen mit Praioten (da Vanja) auf Burg Bla.

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