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Folgende Ereignisse tragen sich im Fruchtmond des Jahres 991 nach Lunarer Zeitrechnung zu.
Des Seekönigs Zorn

Nach der Errettung Arwingens vor den Umtrieben der Leytals sind doch einige der Stadtoberen auf die Gefährten aufmerksam geworden. Einer der dicken Stadträte sagte sogar zu, bei der Markgräfin ein gutes Wort einzulegen, möglicherweise wird sogar ein Orden verliehen. Allerdings ist die Markgräfin Melinde gerade nicht in der Stadt. Die Gruppe hat wieder Quartier im Anwesen von Zirkelrat Jallander bezogen und dort trifft man sich auch wieder mit Eris Dreyblatt aus dem Morkai-kloster, der alles mögliche vom Kloster in die Stadt transportiert hatte: Steintafeln und dracurische Relikte, die nun dringend in ein anderes Morkai-Kloster überführt werden müssen. Es gebe eines in der Nähe von Drakwall im südlichen Selenia, allerdings sei der Landweg beschwerlich und er bevorzuge es, über Meer und Fluss zu reisen. Sein Plan sei es, ein Schiff aus dem mertalischen Städtebund zu mieten und mit ihm Richtung Midstad zu fahren, die Harre hinauf nach Drakwall. Auf dieser Route komme man jedoch durch Midstad, und dieses Reich ist nicht gerade für seinen milden Herrscher bekannt. Dennoch stimmen die Gefährten zu, den Morkai-Priester zu unterstützen, Ruk reizt die Möglichkeit, neue Forschungsobjekte zu finden, Sursuliman lässt sich von der Entlohnung von 50 Telaren pro Tag locken und Ratarr möchte sicherstellen, dass das Wissen der Dracurier nicht durch ein Unglück in die falschen Hände fällt. Und Alamea scheut zwar die Seefahrt, aber es gibt etwas zu erleben.
Die Überfahrt wird auf der "Adler von Aurigion" gebucht, einem schwer beladenen mertalischen Handelsschiff, zwei mit Dreieckssegel bestückten Masten und einer gewissen Bewaffnung durch Bögen. Zusammen mit Dreyblatts Tieren und all der anderen Ladung ist das Schiff an seiner absoluten Kapazitätsgrenze. Der Kapitän, ein einäugiger, rothaariger Zwerg namens Gorom Godolbir, macht einen kompetenten, aber nicht gerade freundlichen Eindruck.

Schließlich legt das Schiff ab und die Fahrt geht Richtung Süden, weg von Arwingen mit Kurs auf den Mertalischen Städtebund. Mehrere Tage sind die Helden schon auf See und langsam nähert man sich der Insel Odentis, an deren Nordspitze Aurigion, die Bankenstadt liegt. Das Schiff ankert an der Südküste der Insel in einer Bucht und zunächst verspricht es eine Nacht wie jede andere zu werden - bis die Gefährten von angsterfüllten Schreien vom Deck geweckt werden. Einige Matrosen, bewaffnet mit Lichtern, eilen unter Deck, eilen jedoch wieder zurück, als sie sehen, dass das, wovor sie geflohen waren, sich nun unter Deck manifestert, just dort, wo die Gruppe nächtigt: ein Geist! Ein Mensch, vornehm gekleidet, wallendes Haar und auch mit Augenklappe, blickt von Gnom zu Mensch zu Varg. Aus einem nahen Fass sind merkwürdige, an Worte erinnernde Geräusche zu vernehmen, ein Knarren und Klappern, doch außer "Bucht von Azuria" und "das letzte Mal" und "Seekönig" ist nichts zu verstehen. Ratarr erinnert sich an eine Legende über eine untergegangene Stadt namens Azuria. Eine Kommunikation mit dem Geist scheitert zunächst, die Worte aus dem Fass sind unmöglich zu verstehen. Schließlich verdunkeln sich die Augen Ratarrs, schleierhafte Lichter beginnen in ihnen zu tanzen und er beginnt, für die anderen unverständlich, in der Sprache der Geister zu sprechen. Der Geist berichtet ihm, dass etwas Schreckliches passieren könnte: Königslieb wurde aus der Bucht von Azuria entführt. Kein anderes Schiff sei derzeit in der Nähe, der Seekönig sei davor, in seinem Zorn erneut Vernichtung unter die Menschen zu bringen. Er bat eindringlich, die Sirene mit Hilfe des "Horns von Jutajar" zu finden, das einst ihm gehört und er im zweithöchsten Turm der versunkenen Stadt aufbewahrt habe. Mit einer letzten Warnung, sich vor den Sirenen in Acht zu nehmen, löst sich die Spukgestalt auf.
Schnell sind sich die Gefährten einig, dass gehandelt werden muss: der Kapitän indes sieht dies nicht ein. Er hält das alles für Seemannsgarn und lehnt einen Kurswechsel in Richtung des Sirenengrunds grundsätzlich ab. Ihm scheint am Wohl einer ganzen Insel wenig gelegen zu sein. Für eine Entschädigung vno zwei Solaren hingegen ließe sich ein halber Tag herausschinden. Ruk, der diesen Preis ausgehandelt hat, überzeugt schließlich alle anderen, je fünfzig Lunare beizusteuern - besser gesagt lautet die Abmachung, dass der Kapitän nur das Geld erhält, wenn an der Geschichte nichts dran ist.
So nimmt am nächsten Tag also die Adler von Aurigion Kurs nach Südosten und als man sich langsam dem Sirenengebiet nähert, steigen die Gefährten auf das Beiboot um, das immerhin mit Mast und Segel ausgestattet ist und durch seine Größe eine gewisse Sicherheit bietet. Tibor und Ratarr erklären sich als die beiden Kräftigsten bereit, das Rudern zu übernehmen, während Ruk sich am Steuern versucht - und seine Sache auch gut macht. Nach kurzer Zeit schon ist das erste Sirenensingen zu vernehmen. Zuvor hatten die Gefährten ausgemacht, wer die Verhandlungen übernehmen soll: Alamea, die als Frau hoffentlich nicht so sehr den Gesängen ausgeliefert sein wird und Sursuliman, als redegewandter Feenversteher, den man aber sicherheitshalber am Mast festbindet. Ratarr, Ruk und Tibor haben sich die Ohren verstopft, um nicht dem Gesang zu erliegen. Ihr Wissen über Sirenen ist alles andere als groß: sie sollen durch den Kuss eines Mannes erlöst werden, Honig sollen sie lieben, sie seien sehr verspielt und seien stark miteinander verbunden. Und wie alle Feenwesen verhandeln sie gerne.
Das ganze funktioniert natürlich hervorragend: Alamea und Sursuliman erliegen umgehend den Gesängen und sind zu nichts mehr zu gebrauchen und die drei übrigen können nichts hören. Alamea muss (mehr schlecht denn recht) ebenso gefesselt werden. Ratarr bietet schließlich mit viel schönen Worten ("Wir erbitten Vergebung für das Eindringen in das Reich des Seekönigs, wir haben ein Geschenk.") das Leytal-Schwert für eine Passage zur versunkenen Stadt an, das die Sirenen auch annehmen und die Gruppe grob nach Norden führen. Dort entscheiden wir uns nach einigem Umsehen für einen verfallen Turm als den zweithöchsten: er ragt immer noch gut zwölf Meter über die Wasseroberfläche und hat einen stattlichen Durchmesser von fünf Metern. Die Wände des Turms sind glitschig und von Vogelkot bedeckt, in etwa zehn Schritt Höhe findet sich eine Fensterreihe.
Zunächst versucht Alamea, hinaufzuklettern. Von ihrem Wahn durch zugebundene Ohren befreit, doch leider ohne Erfolg. Um die immer noch nervenden Sirenen ruhig zu stellen und vor allem um einen Transfer auf die Turmspitze zu erwirken, bietet Ruk ihnen seine Goldfäden aus dem Grab der Dracurier an. Die Ohren wieder frei zu machen war aber eine seiner schlechteren Ideen, denn kurz darauf wird er von den Sirenen geschnappt und im Kreis geflogen, und als die Gesänge wieder einsetzen, erliegt auch er der Verführung - immerhin aber nun auf der Turmspitze sitzend.
Ratarr verstopft unten zunächst einmal Sursuliman die Ohren und hilft Alamea so gut es geht, doch noch den Turm zu erklettern, was ihr auch mühsamst gelingt. Erstaunlich souverän folgt Ratarr mit einer gelungenen Klettertour und auch Tibor gelingt es, hinaufzuklettern. Ruk unterdessen, der sich mühsam wieder seiner selbst besonnen hat, muss sich mit widerspenstigen Möwen auseinandersetzen. Oben endlich wieder vereint, muss die Gruppe feststellen, dass das Innere des Turms dank eingestürzter Böden nur schwierig zu erkunden ist, eine Wendeltreppe führt in die Tiefe, dann jedoch folgen sechs bis sieben Meter Abgrund, an dessen Ende zahlreiche Trümmer liegen.

(11.08.16)

Der Abstieg ist dank des Seiles nicht schwierig. Problematischer ist hingegen, dass unten an ein Weiterkommen nicht zu denken ist, ohne die Trümmer wegzuräumen. Sursuliman erklärt sich zwar bereit, die Arbeiten zu koordinieren, hat dabei aber äußerst dumme Ideen, so dass die erste halbe Stunde Arbeit umsonst ist. Ruk ist ebenso keine Hilfe, ist er doch damit beschäftigt, Silberbesteck aus den Trümmern zu sammeln. Alamea zeigt sich zwar bemüht, aber auch sie zerstört unabsichtlich mehr die Bemühungen der anderen als eine Hilfe zu sein und so ist es an den Vargen, die Schwerstarbeit zu erledigen. Es dauert fast drei Stunden, bis Tibor und Ratarr endlich die ins untere Stockwerk führende Treppe freigelegt haben.
Der folgende Raum ist bereits brusttief (Gnomenmaß) beziehungsweise knietief (Vargenmaß) mit Wasser geflutet und gelegentlich schwappt etwas Wasser durch die schmalen Fenster. Salzkristalle bedecken die tragenden Säulen. Eine Statue der Göttin Sinbara (Meeresgöttin) ziert den Raum. Die Gruppe testet hier zunächst, ob die Sirenengesänge noch zu hören sind, dazu hält Tibor Ruk fest und Alamea zieht ihm die Stopfen aus den Ohren, doch als Ruk beginnt zu strampeln und sich losreißen zu wollen, wird klar, dass man zunächst wohl doch noch auf das Gehör verzichten muss. Auch hier in diesem Raum führt eine völlig unter Wasser liegende Treppe weiter nach unten. Ruk beschließt, dieses Stockwerk als Fisch zu erkunden, zieht sich aus und verwandelt sich. In einem von Sand und Schlamm bedeckten Raum entdeckt er neben einem geborstenen Käfig auch einen unliebsamen Bewohner: eine große Krake hat hier Quartier bezogen und behindert die eingehende Untersuchung des Raums. Gerade als sich Tibor auch auszieht, um Ruk zu suchen, kam er ihm wieder als Fisch entgegen und verwandelt sich in Tibors Armen wieder zurück.
Ratarr, der nach dem äußerst anstrengenden Steineschleppen einen Moment der Erholung brauchte, entscheidet dann auch, seine Kleidung abzulegen und die beiden Varge treten (schwimmen) mutig der Krake unter Wasser entgegen. Der Kampf jedoch verläuft alles andere als gut: es gelingt dem riesigen Viech zunächst, Tibor zu umklammern. Zwei Versuche, sie mittels magischem Schlag zu vertreiben, scheitern und Tibor wird nicht nur von der Krake gebissen, sondern auch noch durch die verpatzten Zauber geschwächt. Ratarr kommt mit diesem Wesen und dem Kampf unter Wasser nicht zurecht und als die Krake schließlich Tibor verlässt und zu Ratarr überwechselt, kann dieser fast nichts mehr unternehmen. Da er keinen anderen Ausweg mehr weiß, lässt er sein Schwert mit Feuer überziehen, was unter Wasser zwar jede Menge Leuchten und Dampfblasen erzeugt, die Krake aber nicht beeindruckt. Tibor gelingt es schließlich, Ratarr und das Wesen etwas die Treppe hinaufzuschieben, was es zum loslassen bewegt. Unmittelbar schickt Ratarr eine Flammenlanze unter Wasser hinterher, hat die Krake doch die Verfolgung des nun auch im Raum tauchenden Sursuliman aufgenommen. Schließlich, von Flammen und auch Ruks Steinfäusten verwundet, zieht sich das Biest durch ein Loch im Boden zurück.
Ruk nutzt diese Chance, um sogleich den Raum zu durchsuchen, was ihm zahlreiche antike Münzen einbringt. Da Tibor sich von den Wunden erholen muss, unterstützt ihn Ratarr bei der Suche und schließlich gelingt es, das Horn in diesem Raum zu bergen. Die Schrift kann von Alamaea und Tibor als seealbisch identifiziert werden. Ratarr, der das Artefakt mit Hilfe seiner Artefaktkunde analysiert, kommt bald auf die Funktionsweise des Horns: es müssen jene Worte ausgesprochen werden, die auf Seealbisch darin eingraviert sind, gefolgt vom Namen des oder der Gesuchten.
Nun, da das Horn geborgen ist, kann man sich auf den Rückweg machen. Es ist nicht schwierig, wieder in das oberste Stockwerk zu gelangen und Sursuliman, Ruk und Alamea lassen sich von den beiden Vargen hinunterlassen. Tibor benutzt das Seil als Kletterhilfe und kommt sicher unten an. Und Ratarr springt von der Turmplattform zehn Schritt in die Tiefe ins Meer und klettert an Bord. Und wieder einmal sind es die beiden muskulösen Wolfsmenschen, die rudern müssen. Die Sirenen scheinen jedoch etwas dagegen zu haben und versuchen, das Schiff wiederholt vom Kurs abzubringen. Dank der Varge jedoch (Ratarr bekommt geradezu einen Ruder-Wutanfall) und dem Steuern von Ruk kann die Gruppe schließlich die Sirenen hinter sich lassen und erreichen die Adler von Aurigion.
Der Kapitän sieht sich das Horn an und kann auch die Worte darauf entziffern: Dyal'Athaír. Ratarr aktiviert schließlich das Artefakt, in dem er diese seealbischen Worte spricht und den Namen der Gesuchten anhängt: Königslieb. Und in der Tat, lauscht man am Horn, vermag man einen melancholischen Gesang zu hören aus Richtung Festland. Der Kapitän erklärt sich bereit, diese Richtung einzuschlagen und so verbringen die Gefährten noch zwei Tage auf See, bevor sie sich der Küste nähern. Allerdings scheint der Seekönig bereits angefangen zu haben, zu handeln, denn ein Sturm zieht auf und hüllt die Küste ein. Die Adler von Aurigion kämpft sich im Sturm vorwärts, doch irgendwann kann der Kapitän nur noch versuchen, die Position zu halten und sein Schiff am Auseinanderbrechen zu hindern. Den wenig meereserfahrenen Helden geht es nicht besser, alle übergeben sich unter Deck und versuchen, einigermaßen auf den Beinen zu bleiben. Kapitän Godolbir scheint zu dämmern, dass er sein Schiff nicht retten kann, wenn nicht die Ursache des Unglücks behoben wird: der Zorn des Seekönigs. Also bietet er an, die Gruppe in Begleitung des seealbischen Magiers an Land zu schicken. Während letzterer die Wogen etwas glättet, sollen Tibor und Ratarr wieder rudern, leider hat der schwarze Varg aber offenbar eine so große Abneigung gegen das Rudern entwickelt, dass er doch glatt ein Ruder verliert. Ruk wird daraufhin vom Seealb kurzerhand über Bord hinterhergeworfen, zum Glück kann er das Ruder ergreifen und wird per Seil wieder reingeholt. So strebt man also schließlich doch dem Ufer entgegen, genauergesagt der Stadt Gondalis.
Nur ein einzelnes rotes Leuchtfeuer ist bei den Klippen von Gondalis zunächst zu sehen, erst beim Näherkommen erkennt man die Lichter der am Hang erbauten Stadt. Der Hafen liegt in einer gewaltigen Höhle, "der Rachen" genannt, geschützt durch einen Wasserfall. Dem Boot, auf dem die Gefährten in den Hafen fahren, kommt allerdings schon allerlei Treibgut aus Hafen und Stadt entgegen, rausgespült durch die Wassermassen, die aufgrund des Regens durch die Gassen der Stadt tosen. An einem Landesteg angekommen führt das im Horn hörbare melancholische Singen in die Oberstadt. Die Bewohner der Stadt sind in Panik, einige versuchen bereits, sie zu verlassen, doch viele Straßen sind bereits überflutet, einige Gebäude bereits eingestürzt. Nur mühsam kommen die Gefährten voran, Sursuliman wird von den Fluten weggerissen (ooc: Patzer Nummer 4 oder 5 für den armen Gnom), ist aber zum Glück mit einem Seil mit den anderen verbunden. Schließlich sind die Alabasterhöhen erreicht, das vornehme Viertel der Stadt.

(18.08.16)

Das Horn führt die Gefährten schließlich zu einem prachtvollen Badehaus, gekrönt von einer Glaskuppel und umgeben von einem Eisenzaun, der kein großes Hindernis darstellt. Schwieriger zu überwinden ist da allerdings schon das Eingangstor des Nebengebäudes. Sursuliman hat leider Mühe mit dem Schloss, Ratarr und Tibor wollen die Türe schon einrennen, aber der Gnom hält sie ständig mit "Ich hab's gleich" davon ab. Nach zwanzig wertvollen Minuten ist das Tor endlich offen und die Gruppe dringt in das Gebäude ein, eilt durch einen dunklen Gang an einigen Räumen vorbei in die Haupthalle mit dem großen Badebecken. Eine der vier großen Nischen der Haupthalle ist mit Gittern verschlossen und dort wird die Sirene Königslieb gefangengehalten. Die Verhandlungen mit ihr verlaufen nicht gut: Ratarr bietet das Horn als Gegenleistung dafür an, dass sie beim Seekönig ein gutes Wort für die Stadt einlegt, aber als sie das Wort "Pakt" verwendet, schreckt die vorsichtige Gruppe zurück. Tibor beginnt damit, mittels Magie die Stäbe, die im Boden verankert sind, zu lockern, als aus dem Gang Schritte zu hören und ein Lichtschein zu sehen ist. Eile ist angesagt - doch als Sursuliman hinter einen der Vorhänge blickt, die die Nischen von der Haupthalle abtrennen, blickt er in den eingelegten Bolzen einer gespannten Armbrust und kreischt. Eine Stimme erschallt in der Mitte der Halle: "Legt die Waffen nieder und erklärt euch." Und zu Sursuliman direkt: "Dieb!", was der Gnom mit einem "Ich hab nix geklaut!" beantwortet. Die Zeit des Redens ist jedoch spätestens dann vorbei, als vier Wachen die Halle betreten. Alamea und Ratarr bereiten sich auf einen Überraschungsangriff von der Seite auf die Wachengruppe vor, während Sursuliman versucht, sich mit einem Sprung vor der Armbrust zu retten - vergebens, wie er bald schmerzlich erfahren muss. Ratarr eröffnet den Kampf, in dem er vorstürmt und der ersten Wache einen gewaltigen Hieb mit dem Schwert verpasst. Während Ratarr versucht, alleine die Vierergruppe zu halten, die von Alamea mit Flammenlanzen beschossen wird, aber teilweise ihrerseits mit Armbrüsten schießt und einmal Ruk und einmal Ratarr trifft, wird Sursuliman vom albischen Badehausbesitzer mit einem Zauber geblendet. Ruk steht ihm zur Seite und auch Tibor hat endlich eine Stange aus dem Gefängnis Königliebs entfernen können und greift mit dieser bewaffnet in den Kampf bei Sursuliman und Ruk ein. Das Gewitter indessen erreicht seinen Höhepunkt: ein Blitz zertrümmert die Kuppel des Badehauses und die befreite Sirene flüchtet durch das klaffende Loch in der Decke in die Freiheit. Der Sturm lässt die Lage im Badehaus immer gefährlicher lassen. Ratarr ist es gelungen, zwei der Wachen zur Flucht zu zwingen und eine andere musste sich brennend in das Becken stürzen, als eine Windhose in der Halle entsteht und sich an des Wächterritters Fersen heftet. Der Sturm zwingt schließlich alle noch Kämpfenden dazu, sich zurückziehen, größere Brocken stürzen vom Dach in die Badehalle hinab, während Ruk, Tibor und sein Hund heftig auf den Alben eindringen, der wohl für die ganze Misere verantwortlich ist. Schließlich flüchtet die ganze Gruppe mit dem Alben durch einen Seiteineingang aus dem Badehaus heraus, das nun vom Sturm regelrecht zerpflückt wird. Dem Badehausbesitzer ergeht es jedoch nicht gut: draußen auf dem Rasen wird er von der Sirene ergriffen und in den Sturm verschleppt - auf Nimmerwiedersehen. Den Helden bleibt nichts anderes übrig, als in Deckung zu gehen und den Sturm abzuwarten, in dem ein Fünftel der Stadtbevölkerung ums Leben kommen wird.

(+10 Erfahrungspunkte)

In den Geschichtsbüchern wird das große Unwetter von Gondalis auf die Nacht des Feiertags der dritten Woche im Fruchtmond 991 LZ datiert.

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