Spielleiter: Mira
Lyra Miller: Regina
Charles Obahma: Sebastian
Rauchender Büffel: Tobi
Han Li-Wu: Daniel
Raymond Kurtzweil: Flo
London Kid: Nik

Erinnerungen von Lyra Miller (oder besser gesagt einiges davon, was ihre Spielerin noch so weiß):

Es gibt schon sehr merkwürdige Menschen hier und ich wusste auch, dass Indianer eher speziell sind, doch so etwas...
Noch viel seltsamer war allerdings, was danach passierte. Aber vielleicht sollte ich lieber vorne beginnen.

Die Sonne brannte den ganzen Tag und ich war froh, als ich abends endlich den nächsten Ort erreichte. Ich freute mich schon auf mein kühles Bier im Saloon, als ein Indianer direkt vor mir in der Pferdetränke landete. Er rappelte sich auf und ging geradewegs wieder hinein. Das konnte ja nur interessant werden. So betrat ich kurz nach drei Männern, die vor mir angekommen waren, auch den Saloon. Hier bot sich mir ein sehr seltsames Bild:
Der Indianer stand mitten im Saloon und redete irgendetwas, dass ich nicht ganz verstand. Um ihn herum wuchsen Wurzeln aus dem Boden, die die Leute und vor allem den Wirt sozusagen fesselten. Mit vereinten Kräften schafften die drei Männer und ich es, den Indianer wieder rauszuwerfen, wo wir ihn, nachdem wir uns um die Leute im Saloon gekümmert hatten, befragten. Er wollte anscheinend nicht mit uns reden und was er sagte klang sehr wirr, deshalb beschlossen wir ihn zu hängen...
Was dann genau passierte, weiß ich nicht mehr so genau, aber es tut auch nichts zur Sache. Nach einigem Hin und Her beschlossen wir, glaube ich, ihn einfach laufen zu lassen.

Die drei Männer und ich stellten fest, dass wir alle in die gleiche Richtung, nämlich nach Tombstone, unterwegs waren und brachen so am nächsten Morgen gemeinsam auf. Diese drei Männer sind übrigens ein chinesischer Koch, ein etwas verrückter Wissenschaftler und ein Kopfgeldjäger.

Auf der Reise ereigneten sich dann die wirklich erschreckenden Dinge. Im nächsten Dorf wurden alle paar Tage Leute erhängt aufgefunden, immer am selben Baum beim Friedhof. Und stell dir das mal vor, der Baum erhängte sie! Sie wurden von wandelnden Toten aus den Betten geholt und zum Baum gebracht. Und der konnte sich bewegen! Am nächsten Morgen allerdings sah man nur einen ruhigen Baum an dem eine oder mehrere Leichen baumelten. Dieser Baum wurde von uns zerstört...
Der seltsame Indianer folgte uns, weil der Kopfgeldjäger irgendwelche Sachen von ihm hatte. Er tauchte plötzlich auf und forderte sie zurück. Er machte irgendeinen Deal mit dem Kopfgeldjäger. Die beiden verstehen sich irgendwie mittlerweile recht gut, weshalb der Indianer uns wohl auch weiterhin folgte. Andererseits kann man es auch kaum verantworten, ihn alleine zu lassen, da er sonst wahrscheinlich nicht mal mehr ein paar Tage zu leben hätte.

Einige Tage später kamen wir an einer verlassenen Bahnstation vorbei, die nicht verlassen hätte sein sollen. Den Bahnwärter fanden wir tot. Spuren gab es jede Menge und ich will diesen Leuten lieber nicht begegnen... Aber Leute kann man das wohl kaum nennen... Das ist auch eine ziemlich gruselige Geschichte.

Ich weiß auch nicht, seit ich mit diesen Leuten reise, passieren mir sehr seltsame Dinge... Vielleicht liegt es an diesem Ghostrock-Zeug, dass der Wissenschaftler auch in seine Lampe macht... die Taschenlampe... das Zeug zieht vielleicht die komischen Sachen an, von denen man sonst immer nur hört.

WIr kamen dann jedenfalls in Tombstone an, wo ich einige Tage später zufällig Kate Winthrop, die wahrscheinlich meine Tante ist, kennenlernte. Sie erzählte mir irgendwann von Coffin Rock:
Einige Leute aus Tombstone, darunter auch Albert und Kate Winthrop, hatten wohl in die vielversprechende Mine dort, die cooked earth mine, investiert. Sie warf am Anfang wohl auch etwas ab. Es wurde immer weniger und irgendwann bekamen die Investoren gar nichts mehr. Auf Anfragen reagierte der Minenbesitzer John Daly nicht. So wurde ein Anwalt (Andrew Wallington) eingeschaltet, der jetzt Leute sucht, die dort hinreisen und rausfinden, wo das Geld geblieben ist. Um Kate einen Gefallen zu tun und vielleicht etwas Geld zu verdienen, hakte ich da mal nach und bin jetzt mit meinen vorhin schon erwähnten Mitreisenden auf dem Weg nach Coffin Rock.

Und wie es weiter ging (create by Charles Obahma)
Mann, ich bin eigentlich Kopfgeldjäger und nun schon wieder dabei, irgendwelche mysteriösen Vorgänge in irgendeinem kleinen Nest in der Mitte von Nirgendwo zu untersuchen. Da gibt sicher wieder Ärger. Na ja, zum Glück wird die ganze Sache bezahlt. Also auf nach Coffin Rock.

Coffin Rock ist ein kleines Nest einer Kupfermine und liegt am Coffin Rock. Hätte man sich eigentlich auch denken können. Also weiter, als wir dort ankamen, sah man sofort, dass etwas nicht stimmte. Der Ort war praktisch tot. Über die Hälfte der Häuser war zerstört oder abgebrannt. Es gab praktisch nur noch einen Saloon, ein Bordell und eine Kirche, welche alle drei guten Zulauf hatten. Ich hätte es auch nicht anders erwartet. Die Schule, die Bibliothek und das Bürgermeisteramt waren verlassen. Genauso die Stallungen und irgendjemand hat seine Pferde vergessen, so dass dort nur noch zwei Kadaver lagen. Also ab an die erste Arbeit, kann ja nicht zulassen, dass mein Pferd noch krank wird und hier eingeht. Und anschließend diesen John Daly suchen und wieder weg aus diesem verfluchten Ort.

Die Suche nach John Daly und dem Grund, warum von der Mine keine Erträge mehr kamen, gestaltete sich jedoch etwas schwierig. John Daly war tot und sein Haus abgebrannt und der Sheriff eher eine weitere Gefahr als eine Hilfe. Und dazu kamen dann noch diese komischen Vorgänge in der Stadt. Der Kaufmannsladen war verlassen und innen komplett mit Schimmel überzogen, es kostete einige Überwindung, dort hinein zu gehen, und Miss Miller war noch weißer als normal, als sie den Laden wieder verließ. Doch das Schlimmste war, dass dieser Schimmel anscheinend von einem verkehrt herum hängenden Kreuz ausging. Ich hätte den Laden am liebsten abgebrannt, aber damit wäre der Sheriff wahrscheinlich nicht einverstanden gewesen, also erstmal in den Saloon um auf den Schreck etwas zu trinken.

Dort trafen wir einen jungen Burschen namens "London Kid" mit seinem alten Köter. Ein Greenhorn wie er im Buche steht. Sein Besitz bestand aus einem verrosteten Colt und einem alten Gaul, aber ansonsten schien er ganz pfiffig zu sein. Mal sehn, vielleicht läst sich mit dem Kleinen noch was anfangen.

  • Dies sollte sich am nächsten Morgen auch bewahrheiten
Miss Miller kam ins Hotel gestürzt und berichtete, dass etwas Komisches in der Schule vor sich geht. Als wir dort ankamen, lag auch schon einer der Minenarbeiter mit einer Gabel im Hals vor der Schule und schien es nicht mehr lange zu machen und aus der Schule hört man ein weinendes Kind. Diesem Hilfe zu leisten gestaltete sich als schwerer als erwartet, denn jedesmal, wenn ich versuchte, ins Haus zu kommen, wurde ich mit Möbelstücke bombardiert. So ein Mist, wenn ich nur nicht so neugierig wäre, hätte mich das ganze überhaupt nicht gestört. Es bezahlt mir ja schließlich keiner, das ich dort meinen Kopf riskiere. Und der herbeigerufene Priester sowie der Schamane konnten auch nicht weiterhelfen. Der eine tanzte nur und die anderen riefen Gott an, ohne dass sich irgendetwas zu verändern schien.

Dann kam mir die zündende Idee: Die Badewanne aus dem Hotel könnte helfen, in die Schule vorzudringen und zu prüfen, was dort vorsich geht. Also gesagt, getan. Kid und ich gingen, mit der Badewanne geschützt, in die Schule hinein. Dort kreisten Möbelstücke und schlugen auf der Badewanne ein. Fielen dann zu Boden und erhoben sich wieder in die Luft, um ihren Angriff von vorn zu beginnen.
Zum Glück kam der Geist nicht auf die Idee, die Badewanne anzuheben!
Im Klassenraum wurde das Geheul immer schlimmer, bis wir einer Kiste die Kochen eines Kindes fanden, versteckt in einem Schrank. Wer tut so was? Es war doch noch ein Kind. Mit dem Fund erstarb das Geheul und die restlichen Geschehnisse in der Schule.
Die Kiste gaben wir dem Priester, der sie sofort beerdigte. Die Badewanne brachten wir leicht lädiert zurück ins Hotel. Zum Glück hat uns der Hotelier nicht erwischt.

Nach dem Frühstück war dieser Schrecken auch vergessen und wir überlegten, wie wir weiter machen. Hmm, da bleibt wohl nur noch die Mine selbst. Also auf dort hin. In der Mine angekommen stellten wir sehr schnell fest, dass der Eingang durch eine Falle geschützt war, welche wir nicht so einfach beseitigen konnten. Also wieder zurück in die Stadt.

Doch auf dem Rückweg sahen wir eine Frau, die von einem erdigen Etwas angegriffen wurde.
Was geht hier nur vor? Es stellte sich raus, dass sie die Tochter von John Daly war und sich mit einigen Frauen außerhalb von Coffin Rock versteckt, nachdem sich der Sheriff ihres Erbes bemächtigt hat. Also könnte der Sheriff unser Gegner sein? Na toll, einen Sheriff zu töten macht sich sicher gut. Also erstmal zurück in die Stadt und Sachen besorgen, um die Falle zu beseitigen.

Schwer bepackt ritten wir am Morgen des nächsten Tages los. Doch vorher nochmal ne Runde um den Coffin Rock. Vielleicht gibt es ja noch einen anderen Eingang. Diesen gab es nicht, dafür fanden wir einen anderen Indianer, der uns seine Pfeife anbot. Hätt ich sie bloß nicht angenommen. So ein ekelhaftes Zeug *würg*.

Na ja den anderen ging es wohl noch schlimmer als mir, sie sprachen etwas von einem Erdgeist, der in der Mine gefangen gehalten wird und jemanden, der ihm seine Kräfte stiehlt. Also doch in die Mine. Irgendwie wusste ich doch, dass wir zu gering bezahlt sind.

In der Mine entschärften wir nun zuerst die Falle und fuhren dann in die Schächte. Nur um dort einigen Geistern zu begegnen, die behaupteten, ehemalige Minenarbeiter zu sein, die in einem Ritual geopfert wurden. Ihre Körper sind die riesigen Lehmgestalten und sie könnten uns im Kampf gegen die Gestalten helfen. Zu allererst müssten wir je einen aber ersteinmal in uns aufnehmen. Haha, so eine dumme Geschichte hab ich ja noch nie gehört. Aber was ist, wenn sie Recht haben?
Na ja zum Glück haben wir ja einen Hund, einen Waschbären und einen Indianer dabei, die je eine Seele aufnehmen konnten. Also weiter und leider hatten die Geister recht. Einige 100 m weiter kamen wir in eine große Höhle, in der uns auch schon Lehmgestalten erwarteten. Aber nicht der Sheriff war ihr Herr, sondern der Reverend.
Es wurde ein harter Kampf, aber zu Schluss gewannen wir doch die Oberhand und der Reverend floh.
Der nun befreite, aber sehr geschwächte Erdgeist erschuf uns ein Portal, damit wir dem Reverend folgen konnten. Leider funktionierte dies nicht ganz so, wie erhofft und wir wurden quer über die Stadt zerstreut. Also auf zur Kirche.
Der Indianer war der erste. Und in seiner Vogelgestalt schaffte er es, die Diener und den Reverend von ihrem Ritual abzulenken, bis der Rest eintraf. Nun war es an der Zeit für mein Dynamit und mit ein paar guten Würfen konnten die Handlanger des Reverend beseitigt werden. Nur er selbst stellte sich als schwieriger Gegener heraus. Doch am Ende unterlag auch er.

Damit löste sich der Schleier von der Stadt und der Mine. Der Sheriff war in der Zwischenzeit geflohen und Miss Daly übernahm die Arbeit ihres Vaters. Damit schien nun alles wieder in Ordnung zu sein und wir können wieder zurück nach Tombstone.