Engel



Meister: Daniel
Gabrielit Valiriel (Regina)
Ramaelit Camael (Amanda)
Michaelit Giborael (Jörg) z.Z. abgelöst durch Samuel (Marius)
Raphaelit Luel (Mira)

Unsere erste Traumsaat:
traumsaat.jpg


...


Wir flogen zurück zum Kloster im Schwarzwald. Dort machte der Abt Decisius nicht gerade den freundlichsten Eindruck und berichtete, dass der Rafaelsmonarch Romualt verschwunden sei.
Uns wurde gesagt, dass Romualt sich eventuell in einer Kirche am Bodensee befinden könnte und wir wurden dorthin geschickt.

Wir machten uns auf den Weg und machen im Rafaelitenhimmel in Grenoble Rast. Schwester Sofia pflegte uns. Bruder Winfried heilte Luel, aber nichts desto trotz ging es dem Engel später auch wieder schlechter.
Heimlich überhörten zwei von uns ein Gespräch zwischen Priora Svantje und Winfried. Die beiden stritten sich... wir konnten Ausschnitte auffangen: „Hat doch keinen Sinn!“, „das ist Verschwendung von Vorräten!“, „war die Dosis zu gering?“ und „wird... nicht ausreichend versorgt?“
Das erweckte schon gewissermassen unser Misstrauen.
Kurz darauf offenbarte uns Winfried, dass Luel die Skriptura kriegen wird. Auch darüber waren wir erstaunt. Jetzt schon?

Nach der Zeremonie machten wir uns also auf in Richtung Bodensee.



Den Bodensee zu finden war in der Tat nicht ganz so einfach, wie zuerst gedacht. Letztenendes einigten wir uns darauf, dem Rhein zu folgen. Die einzige Gefahr bestehe darin, dass wir dem Fluss in die falsche Richtung folgen. Aber die Natur half uns: Zweifelsfrei zeigte uns der aufkommende Nebel, dass wir in die richtige Richtung flogen.
Unterwegs fanden wir eine verlassene Lagerstelle in Ufernähe. Die Neugier überkam uns und wir flogen tiefer, in der Hoffnung, vielleicht sogar eine Spur von Romualt zu finden. Giborael landete zuerst, die anderen dicht hinter ihm. Fussspuren und ein erloschenes Feuer waren zu sehen, aber da wir sonst nichts interessantes fanden, hoben wir wieder ab und flogen weiter.

Angekommen an der Mündung des Rheins in den Bodensee entschieden wir, im Uhrzeigersinn unseren Weg um den See zu machen.

Wir erreichten eine gut erhaltene Burg und Kirche, die „Meersburg“, von Gabrieliten beheimatet. Die graziöse Landung und damit der erste gute, seröse Eindruck gelang nicht allen (Einfallslosigkeit, Camael?!), aber dennoch wurden wir freundlich empfangen. Giborael übernahm das Wort und Schwester Melanie gab uns etwas zu Essen (mmmm Reis, Gemüse).
Uns wurde gesagt, dass wir wahrscheinlich das Frauenmünster suchen. Es liege auf der anderen Seeseite und müsse für uns „per Luft“ nicht schwer zu erreichen sein.

Zum Frühstück gabs Brot. Vor lauter Nebel konnte man das gegenüberliegende Ufer des Sees nicht sehen, aber wir erhoben uns einfach in die Lüfte und flogen drauf los.
Auf der anderen Seite des Sees war es sumpfig, der Boden war nass. Das gewaltige Münster war nicht schwer zu finden... Schräg, alt, verfallen...
Vor dem alten Münstergebäude landete Camael mit dem Fuss auf einer kleinen Metallplatte. Als Luel sich an die Metallplatte anschlich und sie vorsichtig berührte, las er auch was draufstand: Lateinische Worte, die auf Deutsch etwa „Es sei“ oder „Es werde“ bedeuten. Netter Gimmick für zwischendurch!
Weiter ins Münster, Valiriel schob die gewaltigen Türflügel auseinander...

Das Gebäude war romanisch gebaut, mit gotischen Details, verlassen und von der Zeit arg mitgenommen. Allerdings war sie nicht ganz verlassen...
Beim Altar stand ein Mann und eine Frau, beide mit Stöcken bewaffnet und die Schiesserei begann!
Unser Anführer Giborael schrie „In Deckung!“ und wie die aufgescheuchten Hasen rettete sich jeder Engel hinter eine Kirchensäule, als die Stöcke und anvisierten und die ersten Schüsse fielen. Flügel einziehen! Für den Moment waren wir ausser Schussweite, aber so kamen wir nicht weiter. Luel schlüpfte durch eine Seitentür hinaus und schlich sich an die Vorderseite des Münsters ans Fenster. Giborael und Valiriel entwarfen einen Plan, um mit einem Ablenkungsmanöver in den Nahkampf zu gelangen. Dabei vergass Giborael, Camael den ganzen Plan zu erzählen. Das Kommando „Vorwärts!“ war dennoch für alle eindeutig („Zusammenhalt“ sein Dank). Wenige Augenblicke später schwang Valiriels ihr Schwert und der Kopf des Mannes rollte zu Boden... Luel zerbrach das Kirchenfenster, flog hinein und entwaffnete die Frau und hielt sie fest.

In einem Seitenraum entdeckten wir Romualt, an einer Maschine festgebunden.
Wir als Engel konnten zwar nicht erkennen, dass es sich bei der Maschine um einen Lügendetektor handelte, aber sie sah auf jeden Fall ketzerisch aussah. Wir befreiten Romualt von der Maschine und machten sie kaputt. Romualt sagte uns, dass die Ketzer Sachen über das Rafaelitenklosten von ihm wissen wollten und dass die Frau zwischendurch für längere Zeit fort gewesen sei. Sie hatte „Genf“ erwähnt, was wir uns merkten. Aber nun bekamen wir aus ihr nichts mehr raus.
„Sprich!“ befahl Giborael, aber vergebens.

Wir verbrannten den Mann vorm Münster.
„Schau, dass passiert mit dir auch noch wenn du nicht sprichst!“ versuchte es Valiriel, auch vergebens.

Mit der Fähre fuhren wir zurück zur Meersburg. Zwei Pergamentrollen, die wir in der Tasche der Frau fanden, behielten wir, der Rest wurde weggeworfen.

Nachdem wir die Ketzerin den Gabrieliten übergaben hatten, stand unserer Abreise stand nichts mehr im Wege.

Zurück im Breisgau erhielten wir unser 3. Votivband.



Wir besuchten einen Inquisitor in Leipzig. Dieser sagte uns – warf uns fast schon vor – dass der Urielit Lamiel bei seiner Aufgabe versagt hatte und das Konsequenzen geben würde.
Unsere Reise führte uns also hoch nach Gotaland, ins ehemalige Skandinaven.
Der sechste Engelsorden war dort vom Fegefeuer überrannt worden, von der Kirche verlassen und wurde nun nur noch von Ketzern bewohnt.
Das Dorf, in das wir geschickt worden waren, war verlassen. Und zwar nicht nur von Menschen, sondern auch jeglichem Getier und Vogelgesang verlassen. Wir fanden die Dorfkirche verwüstet und den Priester ermordet. Um ihn lagen Federn... In dem Tagebuch des Priesters fanden wir auch Informationen zu den Federn. Ein Händler habe sie angeblich gefunden und verkaufte sie nun. Desweiteren schrieb er von einer Seuche im Dorf...

Immernoch in der Hoffnung, Lamiel zu finden, folgten wir einem Weg auf dem Dorf und wenige Zeit später wurden wir fündig. Der Anblick war schrecklich: Lamiel stand vor uns, aber seine Flügel waren gerupft und Maden krochen ihm aus sämtlichen vergammelten Wunden. Valiriel schnitt ihm kurzerhand den Kopf vom Leib.

Wir erreichten am Ende des Weges die Stadt Haman, aber dort sah es nicht besser aus. Achtig bis neunzig „Verseuchte“ befanden sich vor der Stadt, man hatte sie gewarnt.
In der Kirche Hamans hatte schon lange kein Priester mehr gehaust. Zu einer Krankenstation war die Kirche umgebaut worden, in der Verwundete versorgt wurden. Momentaner Oberhaupt der Stadt war Severus, der stellvertretende Stadthalter. Wir bekämpften die „Verseuchten“ und ein mannssgrosses Traumsaat-Libelle, welche allerdings davonflog.

Da Haman von der Kirche verlassen worden war, befanden sich nur Ketzer mit Stöckern in der Stadt. Einer davon begleitete uns zu ihrem Anführer, Ulf.



Eine viel grössere Bedrohung stellte sich der Stadt, also 200 Menschen, hunderte Traumsaat-Libellen und 3 Dornengiganten auf die Stadt zu marschierten. Militärisch genau in Reih und Glied positioniert wirkten die Bewegungen der Menschen roboterartig und fremdgesteuert. Ausserdem stand auf einem entfernten eine einzelne menschliche Gestalt, als würde sie alles dirigieren (der Federhändler?).
Die Stadt würde nur ein Chance haben, wenn wir es schafften, die ketzerischen Söldner zu überzeugen, jetzt auch ohne Bezahlung für die Stadt zu kämpfen. Ernst nahm Ulf uns nicht, und der arme Giborael musste einige dumme Sprüche ertragen, als er zu ihm ging, um ihn zu überreden (und fliegende Gegenstände!).
Es gelang uns allerdings doch, die Söldner selbst zu überreden, als sie bereits auf ihren Pferden sassen und wegreiten wollten.
Menschen rasten auf die Stadtmauer, Mörser wurden aufgebaut, das Brummen der Libellenflügel wurde lauter. Die Schlacht begann.

Wir nahmen uns zuerst zwei Libellen vor, die auf uns zu rasten. Giboraels Ruf „Nach links und rechts aufteilen!“ folgten wir, die Libellen flogen ineinander und stürzten zu Boden.
So leicht war das allerdings nicht immer. Die Kampfposition der Libellen, mit vorgestrecktem Schwanzstachel und greifenden Beinen, entwischten wir am Besten, indem wir über sie drüber flogen und versuchten, ihren dünnen Hals oder die Flügelgelenke zu erwischen.
Giborael zog es vor, die Libellen in luftige Höhen zu jagen und mit einem Looping die Libellen am Kopf zu erwischen. Klappte nicht immer beim ersten Versuch.
Stürzte eine Libelle zu Boden, so wurde alles, was sie berührte, durch ihr Gift veräzt. Brennendes Öl wurde auf die Gegner geworfen, die versuchten, die Stadtmauer zu erklettern. Schüsse fielen. Wir schrien den Menschen zu, auf das Gift der Libellen zu achten.
Leider erwischte eine Libellenklaue auch Valiriel am Bein. Gleich auf der Mauer landete sie, aber Luel schaffte es nicht, Valriel zu heilen. Für Luel war das übrigens auch der Beginn einer unglücklichen Pechsträhne.

Fortsetzung folgt!