Freya, alias Lucie McGregor:

Ich bin in Glasgow aufgewachsen und erlebte dort meine Kindheit. Die Schule machte mir wenig Spaß, es lag nicht daran, dass ich lernen musste, sondern daran, dass ich ständig von einem älteren Mädchen gehänselt oder geschlagen wurde. (Ich höre es noch heute: "He Blondi, suchst du wieder Schläge?") Deshalb verbrachte ich immer mehr Zeit auf der Straße und lernte so ein paar andere Kinder kennen. Dabei handelte es sich um die berüchtigte Straßenbande "The Rats". Sie nahmen mich auf und behandelten mich wie eine Freundin. So verging eine lustige Zeit mit Toben und kleineren Diebstählen.
Doch dann war alles vorbei: George, der Anführer der Rats wurde von der Polizei in eine Falle gelockt. Als wir versuchten, ihn heraus zu holen, wurden auch wir gefangen.
So begann die Zeit im Kinderheim. Meine Eltern hatten mich aufgegeben und ich sah sie nur noch selten.

Im Kinderheim lernte ich, dass es manchmal von Vorteil sein kann, wenn man ein gutaussehendes Mädchen ist. Doch ein Aufseher wollte mehr und so musste ich verschwinden. Damals schwor ich mir, dass ich nie mehr schwach und wehrlos sein möchte. Ich zog durch England bis nach London und lebte hier und da von Gelegenheitsarbeit. In London wurde eine Modelagentur auf mich aufmerksam und ich bekam einige kleine Jobs. Bei einem dieser Jobs lernte ich meinen späteren Freund Luca kennen. Er war Fotograf und erzälte mir, das er in Deutschland eine Firma aufmachen wollte. Ich war sofort Feuer und Flamme für seine Idee und so gingen wir nach Deutschland. Dort lief es allerdings nicht so gut, Luca musste Insolvenz anmelden und fing darauf hin an, zu trinken.

Dann geschah es: In einem Traum sah ich eine Brücke, die zu einem prächtigen Turm führte. Dieser Turm zog mich magisch an und aus irgendeinem Grund schrieb ich meinen Namen in den Fuß des Turms. Ab diesem Tag war die Welt wie verändert. Ich sah plötzlich Sachen, die eigentlich nicht passieren dürften und verstand.
Dann traf ich Melchor, der sofort erkannte, was ich war und anfing, mich zu unterrichten.

Bei einer Erkundungsreise kam ich nach Eichburg und lernte dort Persephone kennen. Sie war auch eine junge Magierin und wir waren uns sofort sympathisch. Daher blieb ich dort.