Tar'Iduth Muth
das Rudel der Blutmonde

Alpha: Rotlauf (Berit Mahrenholtz): Irraka, Hunters in Darkness
Beta: Goldfang (Maximilian Rubens): Elodoth, Bone Shadows
White Claw (Alister McNamara): Rahu, Iron Masters
Rollender Donner (Dr. Ilona Bertram): Ithaeur
Schattenflüsterer (Aaron Renz): Cahalith, Bone Shadows
Omega: Bärenfänger (Hildegard Bärenfänger): Elodoth

Totem: Sanga'Itu = Roter Schleicher

Ehemalige Rudelmitglieder

Weitere Werwölfe

Kleines Werwolf-Fremdwörterbuch


25.09.2010: Erstes Beschnuppern und eine Reifeprüfung

Wir schreiben das Jahr 2004 und es ist später Herbst, als die Mitglieder des sich neu bildenden Rudels nach und nach ihre erste Verwandlung durchleben. Erst, an Vollmond, wird Grünauge auf unangenehme Weise mit seinem neuen Ich konfrontiert. Goldfang hat es da etwas leichter, denn er wird vom Nachtmahr-Rudel etwas vorsichtiger ins neue Leben eingeführt und davon abgehalten, gleich während der ersten, unerwarteten Verwandlung bei Halbmond Mord und Totschlag zu praktizieren. Als letztes verbreitet Jinx an Neumond Angst und Schrecken. Sie alle werden jedoch von den Nachtmahren aufgenommen und eingewiesen. Das ältere Rudel geht sogar so weit, ihnen einen Teil ihres Revieres (den Nordosten der Stadt) abzutreten, wenn sie sich dessen würdig erweisen. Die Nachtmahre bestehen aus fünf Wölfen, der Alpha Prisma, dem Beta Glaswanderer, Ohne-Gnade, Feuerfaust und dem Omega Lacht-Allein. Sie behalten noch den gesamten südlichen Teil der Stadt als Revier; der nordöstliche Teil gehört dem zweiten Eichburger Rudel, den Steinbeißern. Da diese jedoch zur Konkurrenz gehören, hat man mit ihnen wenig Kontakt, es sei denn, man möchte sich wie Grünauge dem Winterwolf anschließen, dann kommt man nicht darum herum, sich an deren Alpha Nachschlag oder zwei der anderen fünf Rudelmitglieder, Hexenkessel und Feuertanz, zu wenden. Außerhalb Eichburgs gibt es noch ein weiteres, wilderes Rudel, die Wolkenwanderer, die in der Natur leben.
Auf verschiedene Arten und Weisen versucht das junge Rudel, sich den Gegebenheiten anzupassen. Nachdem sie sich mit Roter Schleicher einen Totem in Fuchsgestalt engagiert haben, müssen sie bis Ende des Jahres das Revier der Nachtmahre verlassen haben. Von den Steinbeißern ist die Frist sogar auf nur eine Woche festgelegt, sodass Grünauge sowohl seine Wohnung, als auch die Arbeit innerhalb kürzester Zeit kündigen muss. Jinx hat es am einfachsten, denn seine Wohnung ist eh schon zerstört und die Arbeit befindet sich glücklicherweise im eigenen Revier. Er hat Glück und findet zwei direkt übereinander liegende 3-Zimmer-Wohnungen im östlichen Nordviertel und gemeinsam zieht er mit Grünauge zusammen in eine davon ein. Dieser findet zu seiner eigenen Erleichterung viel schneller als gedacht eine neue Stelle als Automechaniker im neuen Revier, aber trotzdem wählen die beiden Werwölfe die vorsichtige Variante mit der gemeinsamen Wohnung. Wer weiß, ob sie sich eine zweite leisten könnten, wenn einer von ihnen arbeitslos würde? Und seit der ersten Verwandlung reagieren die Menschen etwas merkwürdig auf sie. Irgendwie merken die Leute, dass mit den beiden etwas nicht stimmt und reagieren misstrauisch und vorsichtig.
Goldfang hat es wesentlich schwieriger, denn er ist ja verlobt und wohnt in einer exquisiten Gegend im Süden. Er muss jetzt nicht nur versuchen, seiner zukünftigen Frau beizubringen, dass sie in die verrufene Nordstadt ziehen müssen, sondern auch noch das berufliche Standbein Politik aufgeben. Denn das Risiko ist zu groß, dass er bei einer hitzigen Debatte vor laufender Kamera die Beherrschung verlieren und sich in seine Gauru-Form verwandeln könnte. Außerdem liegt natürlich auch das Rathaus südlich des Flusses, der die Grenze zwischen den Revieren markiert. Doch das Verlassen dieses Stadtteils stellt sich als so schwierig heraus, dass Goldfang fremde Hilfe in Anspruch nehmen muss und schließlich die Nachtmahre dafür sorgen, dass seiner Verlobten das alte Haus nicht mehr gefällt und sie gerne in eine sichere Wohnung nördlich des Eichbachs umzieht.

Eines Tages, es ist schon Weihnachten, ist Glaswanderers Heulen zu hören und als das neue Rudel sich zum Flussufer aufmacht, treffen sie dort die Nachtmahre, die ihre Hilfe benötigen. Sie erzählen von einem Geist namens As-Muareh (= Häuter mit schartiger Klinge), der Markus Ahle, einen Uragarum, ins Schattenreich entführt hat. Dabei ist er durch andere Territorien gegangen und das neue, unbekannte Rudel hat bessere Chancen, auf dem Weg nicht von anderen Werwölfen unnötig aufgehalten zu werden. Sie sollen Markus Ahle zurückbringen, zur Not auch seelenlos oder tot.
Die drei lassen sich sein Wohnhaus zeigen, aus dem er vermutlich direkt in die Schattenwelt entführt wurde und prägen sich den Geruch gut ein, der ihnen mit einem Sack seiner dreckigen Kleidung präsentiert wird. Dann kehren sie zurück zur alten Kapelle, in der sie ihr eigenes Nahdar haben, und betreten dort die Schattenwelt, um die Fährte des Verschwundenen aufzunehmen. Direkt an der Stadtgrenze stoßen sie an ein anderes Revier. Durch wölfisches Heulen machen sie auf sich aufmerksam, um Durchlass zu erbitten, der ihnen auch gewährt wird. Nachdem sie das fremde Revier wieder verlassen haben, stoßen sie nach einer Weile auf vier Baumgeister, die sich in einem Wald versteckt hatten und sie nun mit spitzen Eiszapfen attackieren. Während sie die Geister bekämpfen, verfällt Goldfang jedoch in Todeswut und beginnt, Jinx anzufallen. Fast bringt er ihn um und erst im letzten Moment kommt er wieder zur Vernunft. Nach einer Viertelstunde des Ausruhens und Regenerierens ziehen die drei weiter, bis sie an eine steile Klippe kommen, die sie herunterklettern. An einer Stelle gleitet Jinx ab, doch wird er während des Falls noch durch Goldfang aufgehalten, der seine Klauen in die Schultern seines Kameraden bohrt, während er ihn an der Klippe festhält. Einige Meter über dem Boden verliert jedoch auch Goldfang den Halt und er stürzt das letzte Stück hinunter, allerdings ohne sich ernsthaft zu verletzen. Auf dieser unteren Ebene treffen sie jetzt auf ein Labyrinth, das sie jedoch durch ihren guten Geruchssinn als Urhans ausgezeichnet meistern. In der Mitte angekommen finden sie den Geist, der offensichtlich vom Schmerz der Leute zu zehren scheint und den schwer verwundeten und festgezurrten Markus Ahle. Als der Geist das Rudel erblickt, will er seinen Gefangenen auf der Stelle mit dem Dolch, den er in der Hand hält, töten, doch im letzten Moment wird er von Grünauge überrascht, der ihn daran hindert. Goldfang /Jinx (?) beißt ihm den Dolcharm ab und von da an ist es nur eine Frage der Zeit, bis der Kampf gewonnen ist. Der Gefangene wird befreit, doch als Grünauge sich in seine Dalu-Form verwandeln möchte, misslingt es ihm und er verrenkt sich schwer. Also bleibt er doch lieber Wolf und stattdessen bietet sich Jinx an, den Verwundeten zu tragen. Doch auch er hat Probleme, schafft es zwar, sich zu verwandeln, doch eines seiner Augen bleibt das eines Wolfes. Später wird er es sich selbst herausreißen müssen, damit sich ein normales, zur Form passendes Auge, nachbilden kann.
Gemeinsam mit dem Verletzten machen sich die drei also auf den Heimweg, doch jetzt stellt die Klippe ein unüberwindbares Hindernis dar, denn während des Kampfes haben sie sich so sehr verausgabt, dass ihnen keine Willenskraft mehr bleibt, um diese letzte Anstrengung zu meistern. Doch dann kommen sie auf die Idee, einen Erdgeist um Hilfe zu bitten und für beinahe lächerlich wenig Essenz wird die ganze Gruppe nach oben transportiert. Der restliche Heimweg ist ereignislos und als sie zurück nach Eichburg kommen, sind die Nachtmahre so dankbar, dass sie jedem der Rudelmitglieder einen Ritus beibringen.
Sie haben sich also nun in ihrer neuen Welt bewährt und durch diese mutige Rettung den Respekt ihrer Artgenossen gewonnen.


02.10.2010: Vikings, Dragons und ein Dugutim

Kurz vor Sylvester ist ein Heulen von der Stadtgrenze zu hören und als das junge Rudel dort ankommt, treffen sie auf die Wolkenwanderer, ein fünfköpfiges Rudel, welches in Hütten im Wald haust und ihnen eine junge Werwölfin namens Rotlauf vorstellt, die sie in ihr neues Leben eingeführt haben. Die Wolkenwanderer haben von den Neuen gehört und schlagen nun vor, dass Rotlauf sich ihnen anschließen könnte, da sie sie nicht in ihr eigenes Rudel aufnehmen wollen. Rotlauf, eine junge, sportliche BWL-Studentin namens Berit Mahrenholtz, macht sich also mit den anderen bekannt und wird nach einer Weile - natürlich erst nach Konsultation von Roter Schleicher - ins Rudel aufgenommen.
Als Rotlauf und Goldfang das Revier durchstreifen, hören sie auf einmal Schüsse. Sie geben den anderen Bescheid und machen sich auf zum Ort des Geschehens, wo sie auf ein an Hollywood erinnerndes Horrorszenario treffen. Das Gebiet ist von der Polizei abgeriegelt, aber man erkennt trotzdem, dass auf der Straße viele Verletzte und Tote liegen. Dort stehen auch mehrere völlig zerschossene Autos und an den angrenzenden Gebäuden wimmelt es nur so vor Einschusslöchern. Natürlich gibt es im Moment keine Möglichkeit, näher an das Geschehen heranzukommen, denn die Polizei bittet alle neugierigen Passanten, weiterzugehen, aber Rotlauf stößt zufällig auf eine Ölspur, die sie mit ihrer Spürnase mit einiger Mühe verfolgen kann. Endlich stoßen auch die anderen beiden dazu, doch leider werden sie damit zu einer recht auffälligen Erscheinung. Einmal treffen sie einen Spaziergänger, der seinen Hund Gassi führt und panisch wird, weil er glaubt, es mit einem Rudel Wölfe zu tun zu haben. Auch als Grünauge in Hishu-Gestalt versucht, den Mann zu beruhigen, dass seine "Hunde" ganz ungefährlich seien, tritt er panikartig die Flucht an. Also folgt das Rudel weiter der Spur und landet schließlich an einem einsamen Parkplatz, auf dem ein einzelnes Auto voller Einschüsse steht. Beim Untersuchen der Spuren finden die vier nicht nur eine Schusswaffe, sondern auch den Geruch von drei Personen, von denen eine verletzt ist und im Auto viel Blut verloren hat. Da die drei ausgestiegen sind, ist ihre Spur jetzt leichter zu verfolgen und führt das Rudel zu einem leer stehenden mehrstöckigen Wohnhaus. Um nicht für unnötige Tote zu sorgen, machen sie es sich einfach und rufen die Polizei. Diese verhaftet die jungen Männer, Hiphopper, die offensichtlich einer Jugendbande namens Vikings angehören. Diese befinden sich mit den so genannten Dragons in einem Bandenkrieg, der offensichtlich zur Eskalation geführt hat.
Nachdem die Polizei von der Bildfläche verschwunden ist, nimmt das Rudel das Haus genauer unter die Lupe und findet dort das Lager der Jugendbande, in dem sie die Gerüche von 14 Personen ausmachen. Aus den Gesprächen der Polizisten vermuten sie allerdings, dass noch einer dieser Jungs fehlt, also weder angeschossen, noch verhaftet wurde. Dieser Verdacht bestätigt sich später, als sie den Ort des Schusswechsels genauer untersuchen. Erst dringen sie über den Hinterhof in die Wohnung ein, von der aus die Schüsse abgegeben wurden. Dort hatten sich wohl die Dragons verschanzt, um die vorbeifahrenden Vikings zu vernichten. Diese hatten kaum eine Chance, sich zu wehren. Zwar sind auch Einschusslöcher um die Fenster der Wohnung herum zu sehen, jedoch deutlich weniger als im gegenüberliegenden Gebäude - ganz zu schweigen von den Autos und Menschen...
In der Wohnung selbst ist wenig Neues zu erfahren und die Straße wird von einer Polizeistreife überwacht. Indem sie Roter Schleicher in die hiesige Welt rufen und ihn bitten, einen Nebel zu erzeugen, um die Beamten kurzzeitig abzulenken, gelingt es ihnen jedoch, den Tatort kurz zu untersuchen und ihren Verdacht zu verfestigen, dass vermutlich einer der Vikings fehlt. Da sie jedoch im Moment relativ wenig ausrichten können, gehen sie erst einmal nach Hause.
In den nächsten Tagen berichtet die Zeitung jedoch nicht nur von dem Bandenkrieg, sondern auch von der Sichtung eines Rudels Wölfe im Industriegebiet. Natürlich haben das auch die anderen gelesen und die Nachtmahre rufen das neue Rudel und wollen von ihnen wissen, ob sie oder die Steinbeißer verantwortlich für die Pressemeldung sind. Die Steinbeißer, behauptet der Alpha und so machen die beiden Rudel gemeinsam eine Strafe aus, welche die Verantwortlichen am nächsten Tag zu empfangen haben. Natürlich ist allen klar, dass allen klar ist, wer die wirklichen Schuldigen sind. Also sind die Steinbeißer auch am nächsten Tag nicht dabei und der Alpha des neuen Rudels nimmt die Strafe auf sich, indem er seine Hand ins Feuer hält, bis er in Raserei verfällt und nur von einem der Nachtmahre an der blinden Flucht gehindert wird.
Auch die Gerüchteküche soll wieder ein wenig beruhigt werden und Goldfang schmiert den verantwortlichen Reporter, so dass dieser seine Aussage über Wölfe in Eichburg revidiert. Bei seinen privaten Recherchen über Unstimmigkeiten in der Firma des Bruders seiner Verlobten stößt er außerdem auf die Detektei Orion, die von dreien der Steinbeißer betrieben wird.

Doch obwohl durch die große Schießerei die Vikings fast ausgelöscht wurden, gibt es bald weitere Opfer des Bandenkrieges. Diesmal ist das Rudel vor der Polizei am Tatort und wundert sich über die merkwürdigen Ein- und Austrittswunden, die jeweils unterschiedliche Größen haben. Es wurde ein junges Pärchen erschossen und der Jugendliche trug einen goldenen Drachen an einer Kette. Also hatte das letzte Mitglied der Vikings angefangen, Rache für den Mord an seinen Kumpanen zu nehmen.
Wieder lässt Goldfang seine Beziehungen spielen und findet heraus, welche Sozialarbeiterin für die kriminellen Jugendlichen verantwortlich ist und dort engere Kontakte hat. Diese willigt nur ungern in das Gespräch ein, verrät aber schließlich, dass die Bande sich, wenn es Ärger gab, am Wasserwerk traf. Um unbemerkt dorthin zu gelangen, steigt das Rudel in der Nähe in die Kanalisation und sucht sich den Weg durch die unterirdischen Gänge. Dabei trifft es auf drei erschossene Leute [WEN? EINE FRAU, EINEN MANN UND EINEN MITARBEITER VOM WASSERWERK?] und kommt schließlich zu einem großen, aber leeren Reservoir. Am anderen Ende der riesigen, dunklen Halle ist nur das Laden einer nicht zu identifizierenden Waffe zu hören. Als sie versuchen, näher heranzuschleichen werden sie jedoch sofort bemerkt und haben auch der ersten Attacke wenig entgegenzusetzen, denn der Gegner ist nicht mehr ein einfacher Mensch, sondern eine wandelnde Waffe. Der Geist scheint vollkommen mit dem letzten Viking verschmolzen zu sein, indem er sich dessen Rachsucht nach dem Massaker an seinen Kameraden zunutze gemacht hatte. Er verwundet das Rudel schwer, doch können sie ihn letztendlich überwinden. Der Tod des Jugendlichen lässt sich nicht vermeiden, doch während er stirbt, löst sich der Geist und er wird vermutlich Schwierigkeiten haben, auf die Schnelle einen neuen Wirt zu finden, bevor er diese Welt wieder verlassen muss.
Somit hat das junge Rudel auch dieses Abenteuer bestanden und Goldfang kann endlich in den lang ersehnten Urlaub mit seiner Verlobten nach Venedig fahren, um dort ihre baldige Hochzeit zu planen.



06.10.2010: Der Feuerteufel - Begegnung mit einem Hitimu

Es ist Januar und bitter kalt. Das junge Rudel kümmert sich um die alltäglichen Dinge im Leben: Hochzeitsvorbereitungen, Reviermarkierung und Schießübungen. Doch eines Tages werden die vier wieder an ihre Reviergrenze gerufen. Offene-Augen von den Steinbeißern informiert sie darüber, dass im Moment ein Feuerteufel in Eichburg sein Unwesen treibt. Er hat schon mehrere Gebäude in Brand gesetzt und die Steinbeißer erwarten nun von der jungen Konkurrenz, dass sie das Problem in den Griff bekommen, da der Mann in ihrem Revier residiert. Schnell ist seine Adresse ermittelt und während sich das Rudel gerade dem zehnstöckigen Wohnhaus nähert, erscheint ein mit einigen Einkaufstüten beladener Mann. Als er die vier sieht, erschrickt er, lässt seine Sachen stehen und eilt sofort ins Gebäude, was die Vermutung aufwirft, den Verdächtigen schon gefunden zu haben. Offensichtlich hat der Feuergeist, der sich an diesen Mann gebunden hat, seine Feinde auf der Stelle erkannt. Während Rotlauf und Grünauge sich nach eventuellen Hinterausgängen umschauen, folgen die anderen beiden dem Menschen, können ihn aber nicht mehr daran hindern, mit dem Fahrstuhl nach oben zu verschwinden. Dieser hält im siebten Stock und so beschließen die vier, sich aufzuteilen. Goldfang und Grünauge sollen nach oben fahren, während die anderen beiden die Treppe, Fahrstühle und Ausgänge im Auge behalten. Rotlauf begibt sich wieder nach draußen, um von dort aus die Lage zu beobachten, während Goldfang und Grünauge die Wohnung des Feuerteufels ohne Schwierigkeiten finden. Bevor sie eintreten können, werden sie jedoch von einem Geräusch gewarnt und treten ein Stück vor der Tür zurück. In der Wohnung gibt es eine Explosion und plötzlich ist alles voller Feuer. Von draußen sieht Rotlauf, wie der Feuerteufel versucht, sich aus dem Fenster abzuseilen, doch sie bemerkt auch die Flammen und läuft los, um ihren Kameraden zu Hilfe zu eilen. Auch Jinx hat sich schon auf den Weg nach oben gemacht und während Grünauge versucht, die Nachbarn vor dem Feuer in Sicherheit zu bringen, überwindet Goldfang seinen Drang, die Flucht zu ergreifen, und will sich durch die brennende Türöffnung auf seinen Gegner stürzen.
Doch plötzlich kommt die Decke herunter und das Stockwerk stürzt in sich zusammen. Jinx, der versucht hatte, das Feuer zu löschen, Goldfang und Grünauge werden unter Trümmern begraben, aber mit Rotlaufs Hilfe kann sich immerhin Jinx befreien. Die anderen beiden jedoch sind nicht zu sehen und erst als die Feuerwehr eintrifft, können sie geborgen werden. Sie werden, von den anderen beiden begleitet, ins Krankenhaus gebracht, wo sie versuchen, sich selbst am Heilen zu hindern, um nicht unnötig auf sich aufmerksam zu machen.
Auf dem Flur sieht Jinx zufällig, wie auch der Feuerteufel ins Krankenhaus eingeliefert wird und merkt sich die Zimmernummer. Er informiert die anderen und nachdem sich Goldfang und Grünauge von ihren Zimmernachbarn Kleidung besorgt haben, machen die vier sich auf, den Übeltäter zu stellen. Der befindet sich zwar nicht in seinem Bett, doch hat er zum Glück eine deutliche Duftspur hinterlassen, die erst zu einem Putzschrank führt und dann mit einem brandbeschleunigenden Putzmittel angereichert weiter zur Kinderstation. Trotz Grünauges Unfähigkeit, sich leise zu bewegen, werden sie jedoch von keiner Nachtschwester aufgehalten und finden bald das Zimmer, in dem der Mann sich verschanzt hat. Dort wohnt nur ein Mädchen, das nun mit Brandbeschleuniger übergossen vom Feuerteufel festgehalten wird, der mit einem Feuerzeug droht, alles anzuzünden, falls das Rudel noch näher kommen sollte. Trotzdem stürzen sie sich auf ihn und können ihm nach einigem Ringen das Feuerzeug abnehmen. Der Mann ist bewusstlos, aber der Geist scheint es schließlich doch noch mit der Angst zu tun bekommen zu haben, in einem Raum voller Werwölfe, von denen er nicht weiß, wie gering ihr Können eigentlich ist. Also geht er kein Risiko ein und löst sich schließlich, um sich wieder in die Geisterwelt zurückzuziehen. Rotlauf kümmert sich noch um das verschreckte Mädchen, reinigt sie von dem Brandbeschleuniger, drückt den Schwesternknopf und dann verschwindet das Rudel schnell und ohne, dass noch jemand in dem nächtlichen Krankenhaus von ihnen Notiz genommen hätte.


27.11.10: Ein neues Rudelmitglied, widerwärtige Eindringlinge und Revierkampf

Einige Tage später macht sich ihnen Roter Schleicher bemerkbar, weil die Geister unruhig geworden sind. Er führt das Rudel abends an einen Ort in ihrem Revier, ein etwas neueres Bürogebäude. Aber es ist offenbar schon zu spät: Ein kaputtes Fenster im fünften Stock und ein regloser Körper auf der Straße geben Zeugnis von der ersten, ungestümen Verwandlung eines Werwolfes. Die Polizei hat den Leichnam mit einem Tuch bedeckt und sichert den Tatort, bei den Beamten steht ein etwa dreißigjähriger Mann im Anzug in Begleitung einer Frau.
Das Rudel gibt sich schaulustig und Rotlauf spricht den Mann sogar an, kann jedoch keine weiteren Informationen ergattern. Kurz darauf ruft die Frau ein Taxi und der Mann lässt sich fortfahren; das Rudel kann ihn bis zur Südgrenze verfolgen. Da die Polizei ihre ersten Ermittlungen offenbar abgeschlossen hat, können die Werwölfe später über den Hintereingang eindringen und finden das Siegel an der Tür zur Praxis eines Psychotherapeuten namens Armin Tannberg. Leider findet sich seine Heimadresse auch nicht im Telefonbuch – bei diesem Berufstand nicht ganz unverständlich.
Während Goldfang sich zurückzieht, klopfen die anderen offiziell bei den Nachtmahren an und bitten um die Erlaubnis, den Mann aufzuspüren. Ein Treffen mit X an der Reviergrenze gibt ihnen die Möglichkeit, den Therapeuten ausfindig zu machen, mehr aber allerdings nicht.
So lange hat Goldfang sein Glück übers Telefon versucht. Er hat Tannberg einfach angerufen, sich für einen Polizisten ausgegeben und darum gebeten, in Kürze noch einmal am Tatort zu erscheinen. Leider konnte er ihn nicht dazu bewegen, das in der heutigen Nacht noch zu tun.
Aber die anderen können Dank Roter Schleichers guter Nase eine schwache Spur an einem Gemüseladen entdecken und ihr bis zum Domizil des neuen Wolfes folgen. Als Goldfang anruft, um ihnen die Adresse mitzuteilen, sind sie schon dort. Als sie das Gebäude inspizieren – eine Doppelhaushälfte – kommt X zu Ihnen und erteilt die offizielle Erlaubnis, den jungen Werwolf in das eigene Revier mitzunehmen. Sie lässt Goldfang ausrichten, dass drei Einladungen für die Hochzeit zu wenig seien und er bitte doch noch welche nachreichen möchte.

Grünauge nähert sich dem Haus in Begleitung von Rotlauf (als Urhan) und klingelt. Als Tannberg oben das Fenster öffnet, um nachzusehen, wer so spät noch stört, spricht er ihn direkt auf seine kürzlichen verwirrenden Erlebnisse an und bittet um Einlass. Den will er ihm allerdings nicht gewähren. Also verwandelt sich Grünauge vor seinen Augen in einen Dalu, um seinen Worten Nachdruck zu verleihen. Er staunt nicht schlecht, als der Mann plötzlich zu wachsen scheint, die seltsam sehnigen Glieder strecken sich und eine intensive, dunkle Behaarung macht sich breit. Hände und Füße wachsen sich zu klauenbesetzten Pranken aus, selbst das Gebiss verändert sich zu gefährlich aussehenden Reißzähnen. Doch der Mann spricht weiter zu ihm, als sei nichts geschehen. Das Schlimmste allerdings ist, dass ihm diese furchteinflößende Verwandlung irgendwie bekannt, ja fast vertraut vorkommt. Jeden Widerstand aufgebend bittet er sie herein, den großen Wolf an seiner Seite will er jedoch nicht einlassen. Also tritt Grünauge in Begleitung einer jungen Frau herein, als Tannberg schließlich die Eingangstür öffnet. Grünauge eröffnet ihm in groben Zügen seine derzeitige Situation und erklärt ihm, dass er und sein Rudel in der nächsten Zeit für seine Erziehung verantwortlich seien. Da sie sich hier in einem fremden Revier befänden, müsse er leider umziehen. Ohne Gegenwehr fügt sich Tannberg und informiert seine Sekretärin über die Veränderung, nachdem er den Biomüll entsorgt hat. Der Alpha zieht sich anschließend zurück, während Rotlauf den Neuen mit auf die Jagd mitnimmt, um ihm seine neue Freiheit zu zeigen. Zum ersten Mal in seinem Leben hetzt der Psychotherapeut seine Beute zu Tode und schlägt seine Reißzähne in ihren warmen, bebenden Hals. Morgens lassen sie sich bei Grünauge nieder, der zur Arbeit aufbricht.

In den nächsten Wochen und Tagen in Gesellschaft des Rudels erwirbt sich der Neue deren Vertrauen und Respekt, so dass ihm der Vorschlag gemacht wird, sich dem Rudel anzuschließen. Doch zunächst begeben sie sich zum rechten Mond in die Schattenwelt, wo die Lunen Silberrücken mit den Symbolen seiner Auspices zeichnen. Da auch Roter Schleicher ihn für würdig hält, wird Silberrücken in das Rudel aufgenommen.

Bei einer der nächsten Grenzpatrouillen des Rudels im Wald machen sie eine überraschende Entdeckung. Ein Auto war über einen kleinen Waldweg in ihr Revier gefahren und nach kurzer Strecke abgestellt und fluchtartig verlassen worden. Ein leichter Geruch nach Verwesung liegt in der Luft. Grünauge und Goldfang ziehen mit der Nase am Boden Kreise und können eine frische Spur aufnehmen. Sie führt nach Norden ins Niemandsland zurück. Silberrücken folgt Rotlauf indes zum Auto. Der Schlüssel steckt, auf dem Rücksitz stehen zwei Benzinkanister und im Kofferraum befindet sich eine Frauenleiche. Sie trägt ein Abendkleid und scheint ausgeweidet worden zu sein: Ein tiefer Schnitt eröffnet den Blick in den leeren Hohlraum, dessen Wände bei näherer Untersuchung wie von kleinen Zähnchen abgenagt erscheinen. Nachdem sie den Kofferraum wieder geschlossen haben, folgen die beiden den anderen schnell durch den Wald.
Die Spur führt sie schließlich an den Waldrand, wo sich eine offenere Landschaft mit einem bewirtschafteten Bauernhof inmitten von Wiesen und Feldern anschließt. Die Spur führt direkt auf den Hof zu, aber das Rudel teilt sich auf, um von zwei Seiten an die Gebäude heranzukommen. Grünauge und Goldfang halten sich rechts am Waldrand und nehmen den kurzen ungedeckten Weg zur großen Scheune, während Rotlauf und Silberrücken durch Felder huschen und sich von Baumgruppe zu Baumgruppe andersherum vorarbeiten. Als die beiden Wölfe das Gehöft fast erreicht haben, hören sie einen Schuss. Auf der anderen Seite ist geschossen worden! Rotlauf wird schmerzhaft in die Flanke getroffen, als sie noch fast einen Kilometer vom Gehöft entfernt sind. Schnell suchen sie Schutz und können unter weiterem Beschuss den schützenden Waldrand erreichen. Sie arbeiten sich dann auch auf der anderen Seite weiter nach vorn. Als Grünauge hört, dass auf seine Rudelmitglieder geschossen wird, bewegt er sich geradewegs zum Haupthaus vor. Er schnappt sich eine herumliegende Hacke und öffnet die Hintertür. Goldfang rennt im Zickzackkurs zur Scheune, wo er vier tote Kühe vorfindet. Sie sind noch nicht sehr verwest, obwohl sie offenbar schon länger dort liegen. Es sind keine Spuren von Aasfressern zu sehen. Außerdem scheinen auch sie auf mysteriöse Art ihrer Eingeweide verlustig gegangen zu sein.
Grünauge betritt derweil das Haupthaus und gelangt in einen Flur. Er nähert sich der nächsten Tür, als sie von innen geöffnet wird. Ein mit einem Gewehr bewaffneter Mann stürmt auf ihn ein, ein wildes Gerangel entsteht. Grünauge schreit ihn an und versucht, ihn einzuschüchtern.
Inzwischen erreichen Rotlauf und Silberrücken Goldfang und die Scheune. Er erzählt seelenruhig, dass Grünauge in das Haupthaus gestürmt sei. Der Alpha ist allein in der Gefahrenzone! Rotlauf verwandelt sich in einen Urshul und stürmt hinterher, zögernd gefolgt von Silberrücken. Als sie Grünauge erreicht, hat er den Mann bereits entwaffnet und packt ihn bei der Kehle. Er drückt ihn an die Wand und versucht, Informationen aus ihm herauszupressen. Doch der Mann bleibt unbeeindruckt. Seine Bewegungen sind ungelenk, ja ruckartig, und das Einzige, was er von sich gibt, bleibt "Dieser hier ungefährlich; nicht zerstören". In dem schmalen Flur ist es reichlich eng mit den beiden Urshul, sie können kaum nebeneinander stehen.
Währenddessen schleicht Goldfang über das Gelände und inspiziert vorsichtig die anderen Gebäude. In einem Wirtschaftsgebäude findet er sieben Autos eng geparkt und gut verborgen vor, das Nebengebäude steht leer. Dann nähert er sich dem Haupthaus von vorn. Die Erdgeschossfenster links sind von innen verrammelt worden, im Fenster rechts klafft ein Loch. Offenbar wurden vorhin von hier aus die Schüsse abgegeben. Vorsichtig schleicht Goldfang unter das Fenster. Er blickt in eine verwahrloste Küche, übler Geruch schlägt ihm entgegen. Zwei Männer und zwei Frauen bevölkern den Raum und schicken sich gerade an, ihn leise zu verlassen. Sie sind alle vier mit Messer und Pistolen bewaffnet und könnten den anderen viel Ärger bereiten, wenn sie sie überraschen. Deshalb schreit Goldfang durchs Fenster: "Halt! Stehen bleiben, hier ist die Polizei! Kommen Sie mit erhobenen Händen raus." Dann dreht er sich weg. Nur Sekunden später schlagen zwei Kugeln an der Stelle durch das Fenster, wo er eben noch gestanden hatte. Er rennt auf die Rückseite des Hauses und hört nur noch, wie ihm die zwei Frauen folgen.
Als Rotlauf sich im Hausflur umblickt, öffnet sich die Tür am Ende des Ganges und zwei weitere bewaffnete Männer treten ein. Ein junger Mann richtet seine Pistole langsam auf Grünauge, während ein alter Mann mit erhobener Axt auf Rotlauf zustürmt. Dieser wird von der Werwölfin angesprungen und zu Boden geworfen, versucht aber weiter vehement, mit der Axt auf sie einzuschlagen. Der Mann, den Grünauge an die Wand gepresst hält, hatte sein Gewehr fallengelassen und Silberrücken gelingt es gerade noch rechtzeitig, sich zurückzuverwandeln, das Gewehr aufzunehmen und auf den jungen Mann zu schießen. Nach kurzem Schusswechsel trifft er ihn am Hals und munter blutend geht er zu Boden. In Anbetracht der neuen Bedrohung hat Grünauge den Mann, der seine Unschuld beteuert und sich nicht mehr gewehrt hatte, wie einen nassen Sack zu Boden fallen lassen, und sich in einen Gauru verwandelt. Auf der Suche nach einem Opfer stürmt er an Rotlauf vorbei durch die offene Hintertür nach draußen, der Frau hinterher, deren Stimme zuvor zu hören gewesen war.
Da der alte Mann trotz verschiedener Bisse in Arm und Schulter immer weiter versucht, Rotlauf zu erschlagen, beißt sie ihn schließlich in den Kopf. Plötzlich spürt sie fremde Bewegung im Maul und spuckt angewidert aus. Eine große, grünlich schimmernde Spinne versucht, fortzukrabbeln. Ekel und Panik erfassen sie, sodass sie sich in einen Dalu zurückverwandelt, die herumliegende Axt packt und das fliehende Tier mit einem wuchtigen Hieb erschlägt. Wild um sich blickend sieht sie, dass dem sterbenden jungen Mann eine gleichartige Spinne in schleimiger Begleitung aus dem Ohr schlüpft. Rotlauf hechtet vor, der Richtung Küche rasenden Spinne folgend, sie schlägt noch einmal weit ausholend zu – und verfehlt sie knapp. Die Spinne verschwindet hinter dem Mobiliar. Frustriert sieht Rotlauf nach dem ersten Mann, der unbeachtet an der Wand liegen geblieben war. Er liegt da wie tot, eine gelbliche Schleimspur führt von seinem Ohr in Richtung Hintertür.
Währenddessen sind die beiden Frauen auf der Suche nach den Eindringlingen nach draußen geeilt und haben die Fährte von Goldfang aufgenommen. Sie rennen ums Haus und sehen die offene Tür. Kurz warten sie ab, doch dann will eine hindurchgehen. Auf diesen Moment hat Goldfang hinter der anderen Ecke gewartet. Er rennt auf die Tür zu, um die beiden Frauen von hinten zu erwischen. Er springt die junge Frau an, sobald er ihren Rücken sieht, doch die Ältere reagiert anders als er erwartet hat. Sie hebt den antiquierten Revolver und schießt Goldfang direkt in den Kopf. Schmerz explodiert im Kopf des Wolfes und Dunkelheit umfängt ihn. Doch da kommt auch schon Grünauge um die Ecke. Für den Gauru sind die beiden Frauen keine ernstzunehmenden Gegner und so liegen auch sie bald tot am Boden.
Als sich die Wölfe gerade etwas entspannen, kommt Rotlauf außer sich mit der Axt in der Hand aus dem Haus gerannt. "Die Spinnen! Sie kommen ihnen aus dem Ohr gekrochen!" Schnell begeben sie sich gemeinsam auf die Suche und Silberrücken und Grünauge können noch je eine Spinne erlegen. Eine andere flitzt hinunter in den Keller. Silberrücken und Rotlauf folgen ihr vorsichtig hinab. Langsam kommt auch Goldfang wieder zu Bewusstsein und sieht, wie die anderen suchend das Haus durchkämmen. Er hält dann oben mit Grünauge zusammen Wache.
Da die Kellerbeleuchtung defekt ist, besorgt Silberrücken eine Lampe. Der erste Raum rechts scheint ein gewöhnlicher Vorratsraum zu sein, mit Regalen und Kisten bestückt. Der zweite allerdings ist voller Spinnennetze, deren kleine und größere Bewohner aus dem Raum zu wuseln beginnen. Erschrocken weichen die beiden Wölfe zurück, als sie eine Bewegung im Halbdämmer voran bemerken. Der Lampenschein entblößt eine riesige Spinne, die den kompletten Gang einnimmt. Ihr Leib besteht aus dem Oberkörper einer Frau – der Bäuerin? – deren Gliedmaßen riesige Spinnenbeine sind und deren Gesicht von arachnoiden Mundwerkzeugen entstellt ist. "Ihr habt meine Kinder getötet!" zischt sie und stürzt sich auf sie. Ein wilder, verzweifelter Kampf beginnt. Die Spinnenfrau schlägt mit ihren langen Beinen zu und fügt mit den scharfen Tarsen schwere Verletzungen zu. Rotlauf kämpft um ihr Leben, unterstützt von Silberrückens Attacken. Schließlich muss sie aufgeben und Grünauge, der vom Kampfeslärm alarmiert wurde, verwandelt sich wieder in einen Gauru und springt in die Bresche. Rotlauf schleppt sich dann mit letzter Kraft nach draußen, wo sie auf der Wiese bewusstlos zusammenbricht. Während Goldfang oben auf dem Weg zu den Autos ist, um nach Benzin zu suchen, tobt im Keller die Hölle. Doch endlich gelingt es, das Untier zu besiegen, das sich explosionsartig in viele kleine Spinnen verwandelt, die aus dem Keller hinaus die Flucht ins freie Feld ergreifen, ohne dass das Rudel sie noch daran hindern kann.
Nach eingehender Beratung beschließen die Werwölfe, das Haus anzuzünden. Silberrücken holt das Auto mit der Leiche aus dem Wald, die Toten werden alle ins Haus gebracht und das Ganze mit von Goldfang organisiertem Treibstoff entzündet. Dann verlassen sie den Ort, die bewusstlose Rotlauf mit sich tragend.
Grünauge nimmt sie solange bei sich auf, bis die schweren Verletzungen verheilt sind und Goldzahn besorgt ihr noch einmal eine Krankmeldung, damit sie ihren Job im Tenebrae nicht verliert. Das Rudel vergisst auch nicht, die Wolkenwanderer über den Fund im angrenzenden Niemandsland zu informieren.

In einer der folgenden Nächte wird das Rudel durch fremdes Heulen zur Nordgrenze gerufen. Es erwartet sie dort ein alter, blinder Werwolf, der sich als Folgt-dem-Donner vorstellt, ein Bone Shadow und Seher seines Rudels. Er teilt ihnen mit, dass er gesehen hat, dass Hyphor, der Ungeborene, kommen wird, und das Rudel Blutmond von Luna auserwählt sei, gegen ihn anzutreten. So spricht der charismatische Seher und geht ab, ein verwirrtes Rudel hinter sich lassend. Wer ist Hyphor? Luna hat sie auserwählt? Dieses junge Rudel?!
In dieser Nacht haben die Rudelmitglieder alle denselben Traum: In einer ärmlichen Hütte in Sibirien sitzt ein junger Mann auf seiner Schlafstätte und blickt auf das Photo seiner Liebsten. Natascha... Die Mutter ruft und mahnt aus dem Nebenraum, er solle endlich etwas arbeiten und sich nicht mehr nur durchfüttern lassen. Wutentbrannt schreit er auf: "Geh und stirb!" – Schnitt – Der junge Mann läuft durch die Taiga und kommt an eine riesige, alte Eiche. Deren knorrige Wurzeln umschließen einen großen, flechtenbesetzten Felsbrocken, den ein tiefer Spalt teilt. Es scheint etwas darinnen zu sein. "Öffne den Stein..." flüstert eine Stimme in seinem Kopf. "Öffne ihn und siehe, was darinnen ist." Es verlockt ihn sehr, der Stimme nachzugeben, und so sucht er sich einen dicken Ast und hebelt den Felsen auf. Eine rote Kugel findet sich tief drinnen, die sich öffnet – doch es ist nichts darin. "Lass mich ein!" drängt die Stimme und verspricht, ihn zum König zu machen, ihm große Macht zu verleihen, Natscha wird ihm gehören, ihm allein. Ohne Zögern lässt er ihn gewähren. Schweißgetränkt wachen die Werwölfe auf.
Am nächsten Tag stellt das Rudel fest, dass alle denselben Traum hatten und zeigt sich einigermaßen ratlos. Wer ist dieser Hyphor? Das muss doch irgendwie in Erfahrung zu bringen sein. Goldfang nimmt Kontakt zum Kahalithen der Nachtmahre auf, der berichtet, dass er von ihnen geträumt hat. Die Blutmonde seien auserwählt. Er hat das Prisma offenbar noch nicht berichtet, denn er meint nur, dass ihr das bestimmt nicht gefallen wird. Sie könnten ihnen nicht bei ihrem Kampf helfen, würden sie aber unterstützen, sollten sie Zugang zu neuen Riten benötigen.
Goldfang kann nur herausfinden, dass es sich bei Hyphor um einen großen, alten und mächtigen Spirit handelt.
Mitten am Tag stört ein erneutes Heulen an der Westgrenze das Rudel auf. Der Verursacher entpuppt sich als Steinbeißer, der provokativ auf der Blutmond-Seite der Grenze auf sie wartet. In beleidigenden Worten beschimpft er die Blutmonde als unwürdig und unfähig sich zu verteidigen. Die Steinbeißer fordern sie heraus, sie müssten sich beweisen! Jenseits der Grenze wartet der Rest des Rudels.
Die Steinbeißer wollen einen Zweikampf vor, da die Rudel unterschiedlich groß sind, allerdings natürlich auf neutralem Grund. Sie schlagen eine verlassene Tankstelle im Norden vor, wo man sich dann auch eine Stunde später trifft. Die Kämpfer werden ausgewählt. Fieberhaft überlegen die Blutmonde, wie sie agieren sollen. Wer soll kämpfen? Grünauge erkennt, dass einige Steinbeißer stärker sind als er. Rotlauf prüft die Gegner auf ihre Schwächen. Das wird auf der Gegenseite bemerkt und mit aggressiver Aufmerksamkeit des Alphas bedacht. Grünauge will kämpfen, sein Rudel würdig vertreten – aber was passiert, wenn er verliert? Er riskiert, seine Position zu verlieren, oder, noch schlimmer, das Rudel verliert sein Revier. Goldfang scheut als Kahalith den puren Kampf und auch der Ithaeur Silberrücken fühlt sich der Herausforderung nicht gewachsen. Aber Rotlauf, noch nicht ganz wiederhergestellt nach der Begegnung mit der Spinnenfrau, fühlt sich berufen und bittet den Alpha wiederholt um die Erlaubnis, kämpfen zu dürfen. Sie glaubt nicht daran, dass die Steinbeißer ihren Alpha in den Kampf schicken. Sie werden, schon allein zur Herabwürdigung der Blutmonde, einen rangniederen Wolf wählen. Als das gegnerische Rudel dann bekanntgibt, dass es gewählt hat, muss schließlich eine Entscheidung getroffen werden.
Scharfzahn, ein starker Rahu der Steinbeißer, tritt vor und ein Raunen geht durch das feindliche Rudel als ihm Rotlauf entgegentritt. Die Blutmonde schicken eine Irraka!
Jetzt gilt es. Rotlauf beginnt, den Gegner zu umkreisen, doch der startet einen direkten Angriff. Immer wieder stürmt er auf Rotlauf ein und fügt ihr schwere Verletzungen zu. Sie wehrt sich tapfer, kann aber keinen guten Konter setzen. Die Blutmonde registrieren, dass der Omega der Steinbeißer mitfiebert und besorgt ausruft: "Nicht umbringen!". Dann weicht die mittlerweile schwer verletzte Rotlauf unter den Prankenhieben des Rahu etwas zurück, pendelt hin und her und kann schließlich eine Finte anbringen, die Scharfzahn ohne Deckung lässt. Ein gewaltiger Hieb verwundet ihn schwer und lässt ihn taumeln, der Rahu stürzt ohnmächtig nieder. Der Omega sieht jetzt irgendwie erleichtert aus...
Missmutig knurren die Steinbeißer, dass sich die Blutmonde diesmal ausnahmsweise bewährt hätten und schleifen Scharfzahn hinter die Reviergrenze, wo sie ihn achtlos fallen lassen und sich dann unter den misstrauischen Blicken der Blutmonde entfernen.
Das Rudel ist gerettet! Zumindest vorläufig. Die größte Bedrohung und Herausforderung besteht noch immer und Rotlauf hat einen neuen Feind: Scharfzahn ist nachtragend.


19.12.10:

Nach dem berauschenden Erfolg gegen die Steinbeißer war dem Rudel zum feiern zu mute. Deshalb begab es sich in den Wald um zu jagen.
Doch mitten in der Jagd hörten sie plötzlich Wolfsgeheul von der Nordseite ihres Revieres. Sofort begaben sie sich dort hin und schon bald erblicken sie einen Mann der einsam an ihren Reviergrenzen wartete. Er stellte sich als White Claw vor und bat darum das Revier passieren zu dürfen. Auf die Fragen wo sein Rudel wäre, antwortete er das dieses einen Revierkampf verloren hatte und zerschlagen wurde. Seitdem befindet er sich auf Wanderschaft.
Während des Gespräches bemerken die Wölfe, wie es langsam kälter wurde. Doch war es nur ein Gefühl oder passierte es wirklich? Plötzlich erscheint der Grund. Ein Eiselementar bahnte sich einen Weg durch die Barriere und Blicke auf die Wölfe. Sofort sprang Goldfang nach vorn und sprach: "Geist du hast kein Recht hier zu sein, begib dich sofort wieder dahin, woher du gekommen bist!" Doch der Eiselementar blickte ihn kampfeslustig an: "Ich werde euch vernichten!"
Im nächsten Moment schickte er einige Eisgeschosse auf Goldfang, welche jedoch nur leichten Schaden verursachten. So beginnt ein heftiger Kampf. Während das Rudel den Eiselementar Stück für Stück auseinander nimmt, lässt sich White Claw zeit. Er zieht in aller Ruhe seine Klamotten aus, was von den kämpfenden Wölfen negativ aufgenommen wird. Doch als er dann in den Kampf eingreift, wird schnell klar, dass er ein gefährlicher Krieger sein kann. Auch wenn der Elementar bis zu diesem Zeitpunkt bereits schwer angeschlagen ist, so reißen White Claws Krallen doch gewaltige Wunden in die Struktur des Elementars.
Dann endlich ist es geschafft, der Elementar zerfällt und kehrt zurück in seine Welt. Das Rudel heult auf den Sieg, war es doch einer ihrer bisher schwierigsten Gegner.

Nun da alles erledigt ist, begibt sich das Rudel wieder auf die Jagd und White Claw wird eingeladen, sich dem Rudel anzuschliesen. Als alle gegessen haben, erinnert sich Goldfang, das ja wieder Vollmond ist und das Opfer für Roter Schleicher noch nicht erbracht wurde. Er teilt dies seinem Alpa mit und dieser beschliesst auf Hasenjagd zu gehen um das Opfer zu erbringen.
Die nächsten Tage vergehen ruhig, White Claw wird gestattet sich im Revier aufzuhalten, wobei er bei verschiedensten Möglichkeiten immer wieder vom Rudel geprüft wird. Es stellt sich raus, das er ein fähiger Wolf ist, wenn es da nicht ein großes Laster geben würde, seine Alkoholabhängigkeit.
Dann kommt der Tag, an dem Grünauge seinen Umzug geplannt hat. Das Rudel hilft, doch als sie zum letzten Mal in Grünauges alter Wohnung sind, hören sie plötzlich das Geschrei einer Frau auf der Strasse. Goldfang stürzt sofort zum Fenster und sieht wie eine Frau in einen Lieferwagen gezogen wird. Weiterhin liegt ein Mann auf dem Gehweg.
Während dessen rennen Grünauge, Rotlauf und Silberrücken die Treppen runter auf die Strasse. Während Grünauge und Rotlauf die Verfolgung aufnehmen, kümmert sich Silberrücken um den Mann. Er hat eine Schlagverletzung am Kopf und rührt sich nicht. In der Zwischenzeit sind auch Goldfang und White Claw herunter gekommen um sich die Sache anzusehen. Auf die Aussagen von Silberrücken hin, greift Goldfang zum Telefon und ruft einen Notarztwagen und die Polizei. Welche auch schon einige Zeit später auftauchen.
Während der Mann in den Krankenwagen geladen wird, erklärt Goldfang den Polizisten was passiert ist.
Einige Zeit später kehren Rotlauf und Grünauge zurück, sie hatten die Wagen zwar einige Zeit verfolgt, ihn dann aber aus den Augen verloren. Doch zumindest kennen sie die Richtung in die er gefahren ist. Daher geht das Rudel in zwei Gruppen auf die Suche und obwohl sie anfangs in verschiedenen Richtungen unterwegs waren, treffen sie sich schlussendlich vor einem alten Frab und Chemielager wieder. Dort direkt davor steht der Lieferwagen.
Als Goldfang sich umblickt erkennt er sofort, dass der Haupteingang von einer Kamera überwacht wird. Doch was seine Aufmerksamkeit noch mehr erregt ist ein Rostgeist der im Zwielicht vor einem Tor steht und dieses gebannt anschaut. Während dessen sind Silberrücken, Grünauge und Rotlauf um das Haus geschlichen und entdecken auch dort am Hinterausgang eine Kamera. So trifft man sich wieder auf der Forderseite des Hauses um zu beratschlagen.
Goldfang teilt seine Entdeckung dem Rudel mit, worauf Silberrücken voll Zorn darauf besteht den Geist zu attakieren. Doch Goldfang besänftigt ihn und erklärt, das er zunächst mit dem Geist sprechen möchte, vielleicht kann er ihnen ja helfen unentdeckt rein zu kommen. So geschieht es, Goldfang maschiert auf den Geist zu und klagt ihn seiner Taten an. Der Geist ist entsetzt und weis nicht wie er reagieren soll. Da kommt ihm Goldfang zuvor, er bietet ihn an, dass er schadlos die reale Welt verlassen kann, wenn er dem Rudel hilf durch das Tor zu kommen. Doch der Gesit lehnt ab, dass Tor durchzurosten würde ihn zuviel Energie kosten. Da bietet Goldfang ihm einen Teil seiner Essenz an, doch der Geist will mehr. Dieses Geschacher wird nun aber Silberrücken zu bunt und er beginnt den Geist auf seine Schwachstelle hin zu untersuchen. Der Rostgeist nun vor Schreck erstarrt geht sofort auf Goldfangs Angebot ein und fleht ihn an das Silberrücken mit seinem Tun aufhört.
So geschieht es. Der Rostgeist durchlöchert das Tor, welches am weitesten von der Eingangstür entfernt ist, bekommt dafür einige Essenz von Goldfang und verschwindet dann.
Nun ist der Weg frei. Während Rotlauf, Goldfang, Silberrücken und White Claw durch das Tor eindringen, geht Grünauge auf die Rückseite um dort zu wachen.
Innerhalb des Hauses durchwandern die vier Wölfe einen Raum nach dem anderen. Zuerst stehen sie in einem großen Raum mit einer alten Maschine. Links neben dem Raum befindet sich ein Lagerraum mit verschiedensten Chemikalien und gerade aus sehen sie einen Flur auf dessen rechter Seite einige alte Büroräume liegen. Alles sieht sehr verlassen aus. Dann kömmen sie in einen großen langgezogenen Raum. Sie erkennen sofort, das sie sich auf der Rückseite des Hauses befinden müssen, da hier die rückwertigen Laderampen zu erkennen sind und schlussendlich auch die Aussentür. Aus einem anderen Raum auf der rechten Seite ertönt eine Frauenstimme gefolgt von zwei Männerstimmen. Die drei unterhalten sich. Doch anders als vermutet, wirkt die Frau nicht ängstlich oder etwas der Gleichen. Nun da die Wege klar sind, teilt Goldfang seinem Rudel mit, das er das Kabel der Kamera kappen möchte um anschliessend den Alpa herein zu holen. Gesagt getan, doch kaum das das Kabel durchtrennt ist, wird es im Nebenraum plötzlich aktiv. Schwere Schritte nähren sich der Tür. Während die anderen drei sich an der Wand zum Nebenraum in Stellung bringen, versucht Goldfang die Tür aufzumachen. Zeitgleich öffnet sich auch die Tür zum Nebenraum. Ein Mann mit Taschenlampe steht in der Tür und leuchtet zu der Stelle an der Goldfang einige Sekunden zuvor noch gestanden hat. Der Mann erkennt sofort das was nicht stimmt und ruft seine zwei Kameraden herbei. Diesen Moment nutzt Rotlauf. Sie verwandelt sich in einen riesigen Wolf und springt den Wachposten um. Ihr folgt nur Sekunden später White Claw. Er überspringt sie einfach, stösst sich dann an einer der Seitenwände im Raum ab und steht plötzlich vor dem zweiten Wachposten. Dieser richtet seine Waffe auf White Claw und schießt auf ihn. Verfehlt den riesigen Wolf aber. Die Frau schreit vor Schreck nur Wölflinge und will zur Vordertür flüchten.
Während dessen ist Goldfang auf der Suche nach Grünauge. Dieser ist in der Zwischenzeit etwas unruhig geworden und wieder nach vorne gegangen. Als nun der Schuss fällt, sprintet er auf die Vordertür zu und überhört dabei Goldfangs Rufen. Dieser kommt gerade noch rechtzeitig um zu sehen, wie Grünauge an der verschlossenen Vordertür rüttelt. Goldfang grinst seinen Alpa an und meint, das die Hintertür offen ist. Doch Grünauge knurrt ihn wütend an, verwandelt sich in seine Kriegsgestalt und bricht durch die Tür.
Auf der anderen Seite wartet schon die Frau, welche als sie den Gauru sieht mit übermenschlicher Geschwindigkeit zum Kellereingang sprintet.
Während dessen haben White Claw und Rotlauf ihre Gegner besiegt und sehen sich um. So das Silberrücken der Erste ist, der die Verfolgung der Frau aufnimmt. Doch im Kellergang muss er feststellen, dass die Frau bereits an einer Sicherheitstür steht und diese versucht zu schliessen. Sofort verwandelt er sich in einen Gauru und hält mit seiner Bärenstärke die Tür offen, so das die Frau schliesslich aufgibt und den Gang entlang weiter in einen Raum rennt. Doch Rotlauf und White Claw folgen ihr schnellen Fusses. Als die beiden in den Raum eindringen sehen sie zwei Männer um eine Frau herum stehen. Sie sitzt gefesselt auf einem Stuhl und aus ihren Vehnen hängen Schläuche. Zwei dieser Schläuche führen zu den beiden Männern. Rotlauf und White Claw wird sofort klar, das es sich bei den beiden um so etwas wie Vampire handeln muss. Doch sie haben nur wenig Zeit, den schon bricht ein wütender Gauru durch die Tür. Es ist Silberrücken der sich ohne zögern auf die Frau stürzt und ihr mit einem Biss den Kopf abbeist. Dann beginnt er sich an der Leiche zu laben.
Während dessen kümmern sich Rotlauf und White Claw um die beiden Männer. Doch Rotlaufs Gegner scheint stärker als die bisherigen Gegner und sprintet plötzlich mit einer übermenschlichen Geschwindigkeit aus dem Raum, mitten ihn die Fänge eines wartenden Gaurus. Doch Rotlauf ist schneller als ihr Alpa und der Mann zerfällt zu staub, bevor Grünauge auch nur die Möglichkeit hatte seinen Agressionen freien lauf zu lassen. So scheint die Sache geklärt. Doch da ist noch die Frau. Sie hat alles mit bekommen und ist kreidebleich. Sofort kümmert sich Rotlauf um sie und bringt sie zum Lieferwagen. Goldfang der die ganze Zeit draussen Wache gehalten hat, kümmert sich nun zusammen mit Silberrücken um die Kampfspuren. Dabei gehen ihm jedoch die ganze Zeit die Erzählungen von Rotlauf durch den Kopf. Silberrücken hat eine Menschen gefressen. Das ist ein schweres Vergehen nach den Gesetzen der Werwolfe und muss bestraft werden.
Als schlussendlich das Lagerhaus brennt, macht sich das Rudel davon. Die Frau ist während dessen mit Alkohol abgefüllt und sitzt in Sicherheit in dem Transporter.

06.01.11:

Es ist ein Freitagabend im Frühling. Die schmale Mondsichel thront über dem Wald im Nordosten, durch den das Rudel auf der Suche nach Beute streift. White Claw fällt auf, dass sich die Resonanz der Umgebung verändert hat. War der Wald eben noch von Natürlichkeit und Wildheit durchdrungen, so spürt er zunehmend Tod und Leid über dem Land. Als sie weiter vordringen, erreicht ein Geruch nach Verwesung auch die Nasen der anderen Uratha, durchsetzt mit dem beißenden Gestank von Chemikalien. Ein Hirschkadaver liegt am Boden, der Kopf zertrümmert und das Fell abgehäutet. Der Chemikaliengeruch geht von einer Futterkrippe aus, die offenbar kürzlich hier aufgestellt wurde. Silberrücken und White Claw können verdünntes Bleichmittel ausmachen, heimtückisch überdeckt mit Wildspray. Der Hirsch muss davon gefressen haben. Goldfang untersucht den Kadaver genauer. Das Fell wurde mit einem stumpfen Messer notdürftig heruntergeschnitten und das mächtige Geweih inklusive Kopfplatte mit einer Axt vom restlichen Schädel geschlagen. In der näheren Umgebung kann Rotlauf noch weitere tote Tiere finden (Füchse und Krähen) und bringt sie her. Diese Aasfresser hatten sich an dem verendeten Tier gütlich getan.
Wer konnte so etwas getan haben?! Das Rudel ist aufgebracht über diesen Frevel und das Eindringen in ihr Revier. Rotlauf schäumt. Sie blickt ins Twilight, kann aber dort keine Geister ausmachen. Im Hisil jedoch erkennt sie vier Geister, die sich an diesem Ort des Todes laben. Ihre Anwesenheit muss der Grund für die veränderte Resonanz im Gurikal sein.
Das Rudel diskutiert das weitere Vorgehen. Sollen sie den Hirsch beseitigen oder lieber den Förster hierherlotsen? Aber jetzt ist alles voller Werwolfspuren...Was tun mit dem Gift? Rotlauf schlägt vor, den Platz zumindest zu markieren, um Rotwild u.a. fernzuhalten, bis eine Lösung gefunden ist.
Silberrücken erweitert seine Sicht ebenfalls auf das Hisil und studiert die Geister. Er wählt einen aus und versucht, sein Tabu zu erkennen, damit er ihn von diesem Ort verbannen kann. Dieser bemerkt das aber sofort und schlägt mit seinen Mitteln – Tod und Verwesung – zurück. Silberrücken ist aber von den letzten vampirischen Abenteuern noch nicht genesen, so dass er, von dem Geist erneut verletzt, sofort in Raserei verfällt. In Bruchteilen von Sekunden hat er sich in einen Gauru verwandelt, in dessen Fokus Goldfang gerät. Rotlauf, Grünauge und White Claw verwandeln sich rasch in Urshul und stürzen sich auf Silberrücken; ein wilder Kampf entbrennt unter den Rudelmitgliedern. Goldfang attackiert Silberrückens Bein und schafft es dadurch, den Gauru umzuwerfen. Rotlauf springt dann auf dessen Brust und schreit ihn aus vollem Halse an. Silberrücken versucht erfolglos, sich zu erheben, während ihn Grünauge und White Claw angreifen. Schließlich springt ihm Grünauge mit voller Wucht auf den Bauch, so dass Silberrücken seine letzte Mahlzeit reflexartig über Rotlauf kotzt und wieder zur Besinnung kommt. Dem Psychotherapeuten ist das alles einigermaßen peinlich, doch ist dies ja nichts Persönliches – das passiert dem freundlichsten Werwolf. Rotlauf reinigt sich im nahen Bach und Goldfang beginnt schon, eine Grube zu graben, um den Kadaver zu verbrennen. Mit Hilfe der zerkleinerten Krippe gelingt es ihnen dann ganz gut, die Überreste unschädlich zu machen. Grünauge holt sein Auto vom Waldparkplatz, um den schwer verletzten Silberrücken aus dem Wald zu holen und ruiniert dabei einen seiner Stoßdämpfer. Fluchend fährt er nach Hause, packt Silberrücken wieder auf das Sofa und fährt mit dem Auto in die Werkstatt. Dort stellt er fest, dass der Stoßdämpfer gebrochen ist und er erst einen neuen besorgen muss.
Gegen Zwölf Uhr trifft sich das Rudel wieder am Nahdar, tritt über und labt sich an der gespeicherten Essenz. Die Werwölfe verwandeln sich in Urshul und wandern im Hisil an den Ort im Wald. Dieselben drei Geister halten sich noch immer dort auf und versuchen Essenz aus dem verpesteten Ort zu gewinnen. Goldfang droht ihnen zunächst, doch die Geister geifern und weichen nicht zurück. Dann ändert er seine Taktik und bietet ihnen an, sie in Ruhe zu lassen, wenn sie ihnen Auskunft geben. "Was könnt ihr mir über Hyphor sagen?" erkundigt er sich. "Hyphor!" kreischen die Geister auf und verschwinden, das verdutzte Rudel hinter sich lassend. Grünauge sucht die Fährte des vierten Geistes, kann ihn aber nicht aufspüren. Auch in Silberrückens Nähe ist er nicht.

Am Samstag Nachmittag ist Goldzahn zur Schwangerschaftsgymnastik verabredet, woran ihn seine Frau gleich morgens erinnert. Außerdem hat sie sich darüber Gedanken gemacht, dass er doch Elternzeit nehmen könne, er sei so wenig zu Hause. Er erklärt ihr, dass Elternzeit nur Sinn macht, wenn beide Elternteile berufstätig sind und verspricht ihr, künftig öfter zu Hause zu sein. Sprachs und verabschiedete sich, um mit Rotlauf auf die Jagd zu gehen. Vorher ruft er noch bei Glaswanderer an, um sich die Erlaubnis zu erbitten, im Nachtmahr-Revier Gymnastik machen zu dürfen.
Silberrücken meldet sich per sms bei seiner Sekretärin, die prompt später zurückruft. Er lässt es lange klingeln. Sie erkundigt sich besorgt, wie es ihm geht und will gleich wissen, wo er sich aufhält, um ihm Medikamente zu bringen. Mit Müh und Not kann er sie abwimmeln und erklärt ihr nur, er sei bei Freunden und gut versorgt.
Später machen sich Rotlauf, Goldfang und White Claw auf, um den großen bewaldeten Teil ihres Revieres zu kontrollieren. Als sie in die Nähe des Ortes kommen, sehen sie schon das Auto des Försters dort stehen, der Mann steht fluchend an der Brandstelle. Immerhin hat sich die Resonanz etwas verbessert. Sie statten auch dem "Wikingerdorf" einen Besuch ab und stellen fest, dass hier eine geordnete und positive Resonanz vorherrscht, der Art der Geister entsprechend, die vom inspirierten Treiben der Freaks angezogen wird.
Grünauge hat den Samstagvormittag genutzt, um sein Auto in der Werkstatt zu reparieren.
Tief im Revier entdecken die Drei Einschusslöcher in einem Baum, Hülsen von Schrotmunition und die jämmerlichen Reste von Pappschießscheiben. Da haben wohl Jugendliche Schießübungen gemacht. Allerdings muss das schon mehr als zwei Monate her sein. Als sie dem nahen Forstweg folgen, finden sie noch zwei Stellen, wo einzelne Schüsse auf Bäume abgegeben wurden. Goldfang eilt dann zu seiner Gymnastik, White Claw joggt nach Hause und Rotlauf wandert bis zur Reviergrenze der Wolkenwanderer, um von dem begangenen Frevel des Tierquälers zu berichten. Dort zeigt man sich ungerührt, ihr Revier wurde von keinem Menschen betreten. Abends trifft sich Rotlauf mit Grünauge, berichtet von den neuen Funden und geht mit ihm auf die Jagd.

Am Sonntag trifft sich das Rudel wieder am Nahdar, um im Hizil nach Baumgeistern zu suchen. Mit diesen, am ehesten als gesetzt zu bezeichnenden Geistern haben sie früher schon gute Erfahrungen gemacht. Nach einiger Suche finden sie einen sehr alten und mächtigen Baumgeist. Sie bieten ihm Essenz gegen Informationen über Hyphor. Zu ihrer Erleichterung bricht dieser Geist nicht in Panik aus, sondern antwortet kryptisch "Er ist tot, und wenn er wiederkommt, stirbt die Welt". Mehr weiß er allerdings nicht. Aber er kennt jemanden, der Antworten hat: "Ibrum Dra'al weiß alles." Der Wanderer-ohne-Ziel hause in einer Höhle, seinem Sanktum, das man über den Fluss ohne Wiederkehr erreicht. Dieser fließt zum Strudel des Taufsees. Dorthin könne man aber nicht gehen, dort sei alles verloren. Allerdings müssen Ibrum Dra'als Auskünfte teuer bezahlt werden. Er verlangt ein Körperteil – eines, das dann nicht wieder nachwächst!
Unter diesen Bedingungen scheidet Ibrum Dra'al offensichtlich aus. Goldfang nimmt noch einmal Kontakt zu Glaswanderer auf. Der lehnt die Hilfe seines Rudels ab und rät auch dringend von einem Besuch des Wanderers-ohne-Ziel ab. Es gehen die wildesten Gerüchte um, welche Macht er über die erbeuteten Körperteile über die Werwölfe erlangen kann. Er weiß selbst nur, dass es sich bei Hyphor um einen Idigam handelt, einen uralten Geist, der damals von Vater Wolf nur gebannt werden konnte. Selbst er konnte ihn nicht vernichten.

Zu Beginn der nächsten Woche lenkt ein kleiner Artikel im Eichburger Boten die Aufmerksamkeit des Rudels auf sich. "Wilderer verhaftet" lautet die Überschrift. An der polnischen Grenze wurde ein Wilderer verhaftet, der v.a. im Eichburger Raum Rotwild gejagt haben soll. Am Freitag findet die Verhandlung vor der dritten Kammer des Frankfurter Landgerichtes statt. Rotlauf möchte dorthin und auch Grünauge und White Claw zeigen Interesse. Tatsächlich bleibt nur Goldfang in Eichburg zurück.
Das Rudel fährt bis zu einem Vorortbahnhof und Rotlauf ruft dort das heimische Rudel. Das lässt nicht lange auf sich warten. Der Alpha Bärenklaue meldet sich zu Wort und fordert, dass der Alpha der Blutmonde seine Glyphen zeigt. Nachdem Grünauges Ansehen als ausreichend erachtet wurde, darf das Rudel Frankfurt betreten. Unter den üblichen Bedingungen und ohne Jagd zu machen, sei es auf Wild oder mating partners.
Sie sind pünktlich zur Verhandlung anwesend und sitzen erwartungsvoll im Gerichtssaal, als der Angeklagte hereingeführt wird. Es handelt sich um einen eher grobschlächtigen Mann aus der Ukraine. Die Verhandlung gestaltet sich langweilig; es gibt ausreichende Beweise und der Mann ist geständig.
Rotlauf und Silberrücken prüfen auch Zwielicht und Hisil auf Geister und stellen überrascht fest, dass sich ein gewaltiger Geist hinter dem Angeklagten aufgebaut hat. Seine Haut steht in Flammen, ein schwarzes Loch sitzt statt der Augen inmitten des Schädels und er ist bestimmt drei Meter groß. Seine Hände besitzen riesige Klauen in Form von Knochenklingen. Er steht einfach da, hinter dem Mann, eine Hand scheinbar auf seine Schulter gelegt. Das Erschreckendste ist fast noch, dass der Geist zurückzublicken scheint, die beiden fühlen sich plötzlich beobachtet.
Als die Verhandlung beendet wird und der Angeklagte aufsteht, um fortgebracht zu werden, geschieht das Unmögliche: Der Geist hebt die Arme und rammt seine Klauen in den Boden, die Barriere zum Gurikal aufreißend. "Im Namen Hyphors, ich werde Euch vernichten!" dröhnt der Feuergeist. "Er ist mein!" Er bäumt sich auf und sendet eine Schockwelle der Angst durch den Raum, die den Uratha nichts anhaben kann. Aber die Menschen sterben reihenweise an Herzversagen. Panik bricht aus. Rotlauf verwandelt sich in einen Dalu und stürzt zum Fenster, um das Frankfurter Rudel zu Hilfe zu rufen (?). Silberrücken eilt zur Doppeltür und will verhindern, dass noch mehr Menschen dazukommen. White Claw ist wie erstarrt, während Grünauge als Gauru den ersten Angriff auf den Geist versucht. Doch der ist stark, viel stärker als der Eisige im Wald! White Claw erwacht aus seiner Starre und tut es ihm gleich, er kann den Geist ein wenig mit seinen Klauen verletzen. Rotlauf hat ein Fenster geöffnet und jämmerlich aus dem Fenster geheult. Indigniert packt sie das Gitter und reißt es von der Hauswand, bevor sie sich dem Kampf zuwendet. Silberrücken versucht die aufgrund der Geräuschkulisse alarmierten Polizisten vom Eintreten abzuhalten, was ihm nicht gelingt. Einer verschafft sich Zutritt. Grünauge kann den Geist wieder nicht treffen, während White Claw ihm einen weiteren Kratzer zufügt. Jetzt beteiligt sich auch Rotlauf am Kampf. Silberrücken versucht, dem zurückgebliebenen Polizisten die Waffe zu entwenden. Grünauge kann dem Feuergeist mehrere Wunden zufügen, indem er beherzt in ihn hineinbeißt und die fiesen Brandverletzungen in Kauf nimmt. Auch White Claw kann noch ein paar gute Treffer setzen. Dann heult der Geist schließlich auf und ein Feuerstrahl fährt aus dem ehemals schwarzen Loch in seinem Gesicht. Er umhüllt den Ukrainer und setzt ihn lichterloh in Flammen. Dann zerbirst der Geist in tausend Flammen.
Rotlauf tötet die letzten drei verbliebenen Zeugen kurz und möglichst schmerzlos, bevor sie sich zurückverwandelt. Grünauge schnappt sich den Feuerlöscher und verhindert damit ein weiteres Ausbreiten der Flammen. Dann springt die Werwölfin als Urshul aus dem Fenster im dritten Stock, verschwindet im nächsten Gebüsch und wird dort zum Hishu. Grünauge springt gleich als Hishu aus dem Fenster und kommt sehr unsanft auf dem Pflaster auf. Er humpelt davon, gefolgt von White Claw. Silberrücken rangelt immer noch mit dem Polizisten und will jetzt kurzen Prozess machen. Er verwandelt sich in einen Gauru und greift ihn an, aber der Polizist reißt entsetzt die Waffe hoch und feuert. Der zuvor schon stark verletzte Werwolf bricht bewusstlos zusammen.
Die anderen Drei haben sich zu der Menge der Gaffer gesellt, die das Gerichtsgebäude beobachten. Sehr viel Polizei, ein Sondereinsatzkommando und Krankenwagen tummeln sich davor. Sie können etwas von Straßensperren und einem Terroranschlag aufschnappen. Irgendwann wird Silberrücken auf einer Bahre herangekarrt und in einen Krankenwagen geschoben. Das Rudel entfernt sich unauffällig vom Ort des Geschehens. Das Frankfurter Rudel heult wütend, doch Grünauge schleudert ihnen ein zorniges "Nicht unsere Schuld!" entgegen. Rotlauf stiehlt sich unterwegs eine fleckige Malerjacke, um ihre blutgetränkte Kleidung zu verdecken. Sie lassen sich in einem schäbigen Café im Außenbezirk nieder. White Claw besorgt sich eine Flasche Jägermeister und stößt mit Grünauge an, der offenbar auch wieder angefangen hat zu rauchen.
Silberrücken wacht während der Operation auf, da die Narkose nicht auf Werwölfe abgestimmt wurde, und kann seine Heilung verlangsamen.
Goldfang sieht in den Nachrichten einen aktuellen Bericht über einen Terroranschlag auf ein Gerichtsgebäude in Frankfurt. Drei Personen werden gesucht und ein Verdächtiger befindet sich im Krankenhaus. Ihm schwant Übles...
Nach dem wilden Kampf im Gerichtssaal werden die Uratha von Hunger geplagt. Grünauge geht deshalb in einen Supermarkt und kauft rohes Fleisch. White Claw kommt mit und besorgt sich zwei Flaschen billigen Schnaps. Nach dem üppigen Mahl in einem dunklen Innenhof ruft Grünauge Goldfang in Eichburg an. Er soll Kleidung besorgen und zu ihnen kommen. Sie treffen sich zweieinhalb Stunden später auf einem Rastplatz.
Dort beraten sich die Werwölfe, wie sie mit der Situation umgehen sollen. Silberrücken muss unbedingt aus den Fängen der Polizei befreit werden. Bevor es wieder in die Stadt geht, müssen sie sich mit dem Frankfurter Rudel auseinandersetzen. Goldfang will es zunächst mit Diplomatie versuchen, was ihm gewährt wird. Sollte das nicht fruchten, werden die Blutmonde ohne zu zögern zum Kampf übergehen. Gesagt, getan – nach dem ersten Heulen ist das Frankfurter Rudel zur Stelle. Wie erwartet sind sie über die Ereignisse nicht besonders erfreut, doch Goldfang kann den Argumenten erfolgreich die Grundlage entziehen. Als Bärenklaue nicht mehr weiter weiß, versteift er sich darauf, dass der Pakt verletzt worden sei und ruft zum Angriff. Die Blutmonde verwandeln sich augenblicklich in Urshul und unterwerfen die schwächeren Frankfurter ohne große Mühe. Grünauge fordert dann freien Zugang zur Stadt und ihre Hilfe bei der Befreiung Silberrückens. Der zerknirschte Bärenklaue muss dem Rudel Durchgangsrecht gewähren, verweigert aber jede Mithilfe. Sie wüssten ohnehin nicht, wo sich der Wolf aufhält.
Wenigstens können sie den Blutmonden sagen, wo sich das nächste Krankenhaus in der Umgebung des Gerichtes befindet. Und so bricht Goldfang alleine auf, da die anderen Drei ja bereits polizeilich gesucht werden. Der Werwolf fährt zum Krankenhaus und schleicht sich unauffällig hinein. Im zweiten Stock entdeckt er schließlich einen gelangweilten Polizisten vor einem Krankenzimmer sitzend. Der Uratha schlüpft schnell in ein dunkles Zimmer daneben, wo er einen schlafenden Bereitschaftsarzt weckt. Es gelingt ihm in einem etwas mühseligen Kampf, den Überraschten zu überwältigen und k.o. zu schlagen. Dann entkleidet er den Bewusstlosen und nimmt sich einen Defibrillator, um so verkleidet dem Polizisten im Gang entgegenzueilen. "Schnell! Aufmachen!" ruft er ihm entgegen. Der Polizist ist verwirrt und möchte sich zuerst bei seinem Vorgesetzten erkundigen, bevor er dem Arzt öffnet. Also setzt Goldfang den Defibrillator bei dem Polizisten ein und verschafft sich Zutritt. Silberrücken geht es den Umständen entsprechend gut. Er zieht sich die Uniform des Polizisten an und die beiden verlassen das Krankenhaus.
Die beiden fahren zum vereinbarten Treffpunkt, wo sich Silberrücken den anderen anschließt. Da einige Straßensperren eingerichtet wurden, fährt Goldfang alleine mit dem Auto zurück, während das übrige Rudel sich seinen Weg als Urhan nach Eichburg sucht. Dort zieht sich das Rudel in den Wald zurück, bis die Gefahrenlage genauer bekannt ist. Goldfang begibt sich wieder nach Hause zu seiner Familie. Er sieht abends im Fernsehen die unscharfen Aufnahmen aus dem Gerichtssaal, mit denen nach den drei "Terroristen" gefahndet wird. Silberrücken wird selbstverständlich namentlich und mittels nagelneuem Fahndungsfoto gesucht.

In dieser Nacht wird das Rudel wieder von einem Traum heimgesucht. Sie sehen eine Waldlichtung, der Boden ist von Schnee bedeckt, Reif glitzert im Geäst. Es ist sehr kalt. Der Blick fällt auf den vom Blitz gespaltenen Baum, dessen Wurzeln den geborstenen Runenstein umkrallen. Ein junger Mann, etwa 16 Jahre alt, gekleidet in einfache, braune Kleidung, steht davor. Eine riesige brennende Gestalt erscheint vor ihm, unverkennbar der Geist aus dem Gerichtssaal. "Was?!" fragt der Mann ungehalten und richtet seine giftgrün leuchtenden Augen auf ihn. "Es waren Uratha da und ich habe ihn besiegt. Aber ich habe ihn getötet – sie können nichts erfahren!" erwidert der Geist. "Schicke den Nächsten! befiehlt der junge Mann, "Und das nächste Mal will ich, dass er zu mir zurückkehrt!". Die Uratha erwachen gerädert.
Als sie vormittags auf einer Lichtung rasten und den gemeinsamen Traum besprechen, erscheint ein Mondstrahl, gefolgt von Folgt-dem-Donner. Er baut sich vor dem Rudel auf und warnt: "Es ist geschehen, Hyphor ist auf Euch aufmerksam geworden. Handelt rasch, bevor er Euch findet. Das ist der Rat von Mother Luna." So spricht der blinde Seher und entfernt sich, Goldfangs Fragen ignorierend.
Nachdem Rotlauf ihre blutbesudelte Kleidung notdürftig in einem Bach gewaschen hat, begibt sich das Rudel zur Kapelle, um im Hisil weitere Nachforschungen anzustellen. Auf der anderen Seite jedoch erwartet sie wieder der brennende Geist. "Er ist mein!" donnert er mit lodernder Stimme und greift sofort an. Die Uratha verteidigen sich, jedoch schafft es nur White Claw, den Geist überhaupt zu verletzen. Er versucht sie zu verbrennen, der Turm steht bereits lichterloh in Flammen. Verzweifelt kämpfen sie um ihr Leben, als sich der Geist plötzlich auflöst und sie in der Feuersbrunst zurücklässt. Die Irraka holt sie daraufhin schnell ins Gurihal zurück. Doch auch hier brennt die Kirche. Da das Turmgebälk zusammenzubrechen droht, stürzen sie sich aus einem der hinteren Fenster. Grünauge nimmt den verletzten Silberrücken huckepack und es gelingt dem Rudel, mit leichten Blessuren zu entkommen. Die Wölfe mischen sich unter die Schaulustigen und starren fassungslos auf ihr brennendes Nahdar. Trauer und Wut erfüllen ihre Herzen.
Als sie sich schließlich losreißen können, blickt Goldfang noch einmal ins Hisil. Der Feuergeist ist nicht mehr zu sehen, doch er bemerkt eine rauchende Krähe in ihrer Nähe. Als sie sich entfernen, folgt sie ihnen. Das Rudel verständigt sich mit wenigen Worten und teilt sich auf. Rotlauf versucht, Roter Schleicher zu rufen, doch sie kann ihn nicht erreichen. Also treffen sie sich wieder im Wald und beraten sich, was sie von der Verfolgung zu halten haben. Rotlauf schlägt gerade einmal wieder vor, einfach jagen zu gehen, als sich auf der Lichtung plötzlich ein großer Riss bildet. Alle Uratha verwandeln sich in Erwartung des Feuergeistes, doch es erscheint jemand anderes. Schwarze Klauen an schwarzen Händen greifen aus dem Riss und ziehen einen merkwürdigen, vollständig mit schwarzen Federn geschmückten Mann ins Gurihal. Er stellt sich als Sieht-durch-tote-Augen vor. Schnell versuchen Grünauge und Rotlauf die Erscheinung einzuschätzen, doch ist nur eines klar: er ist ein Geist. Er schlägt dem erstaunten Rudel vor, es zu Hyphor zu bringen. Als Gegenleistung verlangt er lediglich ihre Augen, wenn sie tot sind. Nach reiflicher Überlegung – schließlich könnte sich eine Falle hinter diesem merkwürdigen Handel verbergen – willigen sie ein.
Sie treten in einen schwarzen Flammenring, den der Krähengeist erschaffen hat. Der Wald um sie herum verschwindet, nur Mother Luna scheint weiter auf sie herab. Als sie sich gewahr werden, dass sie auf einer kargen Ebene gelandet sind, sich wird Sieht-durch-tote-Augen plötzlich von riesigen Knochenklingen aufgespießt, das grässliche Antlitz des Feuergeistes erscheint über ihm und beginnt, ihn zu verschlingen.
Offenbar sind sie an ihrem Bestimmungsort angekommen. Ein junger Mann befindet sich bei dem Runenstein am Fuße der Wettereiche. Grüne und rote Blitze zucken ihm über die Arme und schlagen bis hinauf in seine grün leuchtenden Augen. Drei Geister gruppieren sich schützend zwischen ihm und dem Rudel. Einer besteht nur aus Insekten und Gewürm, ein anderer hat die Gestalt eines nackten Mannes, dem Maden über den knochigen Schädel kriechen, und der Dritte sieht aus wie eine riesenhafte, gargylenähnliche Fledermaus mit gespaltenem Kinn. Seinen ganzen Mut und seine Kraft zusammennehmend springt Grünauge als Gauru vor, um Hyphor zu erreichen. Mehr als einen Versuch würden sie bei dieser Übermacht nicht haben. White Claw und Rotlauf folgen unmittelbar, um ihn gegen die anderen Geister zu schützen. Auch Goldfang folgt, während sich Silberrücken zurückzieht. Als erstes wird Rotlauf von dem Mann ohne Gesicht mit Eis- und Felsnadeln beschossen. Der Insektengeist fällt dann über White Claw her, die Tiere bedecken schnell sein Fell und stechen ihn überall. Die Fledermaus holt aus und ihre messerscharfen Schwingen schneiden tief in Grünauges Brust. Doch er lässt sich nicht auf einen Kampf ein, sondern schafft es, die Fledermaus beiseite zu schieben. White Claw schlägt mit voller Wucht in den wuselnden Insektenschwarm, doch der teilt sich und weicht aus, ohne dass er Schaden anrichten könnte.Die Tiere beißen und kratzen und schieben sich in alleverfügbaren Körperöffnungen. Inzwischen hat der Feuergeist Sieht-durch-tote-Augen verschlungen und richtet sein Augenmerk auf Silberrücken, der daraufhin schnell lossprintet.

Rotlauf schafft es am Madengesicht vorbei, wird jedoch von den Steindornen der Fledermaus aufgehalten. Goldfang springt dagegen direkt auf den Madenschädel zu und stößt sich von seiner Brust ab. White Claw wendet sich todesmutig dem Gargylen zu, um ihn vom Alpha abzulenken, während er hinterrücks erneut vom Insektengeist attackiert wird. Schwer getroffen sinkt er bewusstlos zu Boden. Silberrücken indes setzt alles auf seine Verteidigung und muss sich dem Feuergeist stellen, der ihn schwer verletzt. Grünauge hat es tatsächlich bis zu dem Jungen geschafft und konnte ihn packen. Rotlauf gelingt es jetzt, ihm zu folgen und den Jungen anzugreifen; mit einem kräftigen Biss reißt sie ihm den Kopf ab. Die Geister halten kurz inne – und scheinen sie dann auszulachen! Ein riesige, weißliche Made beginnt, sich aus dem viel zu engen Hals des Leichnams zu zwängen. Grünauge fasst nach und beißt tapfer hinein, kann die zähe Chitinhülle jedoch nicht durchdringen. Verzweifelt versuchen Goldfang und Rotlauf, die Made mit Ästen zu durchbohren, was ihnen nicht einmal ansatzweise gelingen mag.
Als sich die Made schließlich herausgewunden hat, setzt sie zu einer Rede an. "Es ist geschehen, ich bin frei..." Er feiert seinen Sieg und ist stolz auf die Wahrheit seiner Worte. Das Rudel ist wie gelähmt. Schließlich ein Aufschrei: Lügner! Natascha war nicht, wie versprochen, seins! Und jetzt ist der Junge tot. "Egal, seine Seele ist in mir, ich werde sie einfach fressen." White Claw, inzwischen wieder erwacht, fragt laut: "Wo ist Natascha?"
Rotlauf, die von allen am wenigsten Wunden davongetragen hat, überlegt kurz, schaut hinüber zum Dorf und rennt los. Die Made ist weitergekrochen und bohrt sich jetzt in die Erde. Der Feuergeist wendet sich sofort Rotlauf zu, doch Silberrücken wirft sich aufopfernd dazwischen. Die anderen versuchen ebenfalls, die drei Geister festzuhalten. Schnell wie der Wind galoppiert Rotlauf zum Dorf. Als sie sich dort verzweifelt umschaut, erhellt ein einzelner Mondstrahl ein Fenster einer einfachen Hütte. Im vollen Lauf springt sie hindurch, dass die Scherben nur so fliegen. Ihr Blick fällt auf ein schlafendes Mädchen in seinem Bett, umgeben von ihren Puppen. Ohne zu zögern springt Rotlauf auf sie und beißt sie in den Hals, noch bevor sie aufwachen kann. Von unten ist gleichzeitig das Bersten von Balken zu hören, als sich die Made aus dem Untergrund arbeitet. Im Zimmer wird es still, als das Mädchen stirbt. Ein alter Mann stürmt rufend hinein und Rotlauf geht einfach an ihm vorbei und verlässt das Haus. Am Runenstein schreien die Geister auf und machen sich dann aus dem Staub. Die Wölfe sinken erschöpft zu Boden, so sie überhaupt noch stehen konnten. Als Rotlauf zurückkehrt, entfacht sie erst einmal ein wärmendes Feuer, an dem sich die schwer verletzten Wölfe zusammenrollen und regenerieren können. Sie hilft ihnen, die unzähligen Wunden zu lecken, denn es sieht nicht sehr gut aus: Grünauges Rückgrat scheint gebrochen zu sein, Silberrücken wurde aufgespießt und angesengt, Goldfang hat den einen oder anderen Steindorn abbekommen und White Claw wurde vom Insektengeist vergiftet. Nur mit Mühe bekommt er das Ungeziefer wieder aus sich heraus...
Nachdem das Rudel wieder Kraft geschöpft hat, macht es sich in Urshul-Form auf den langen Heimweg. Nach drei Tagen erscheint im Lichte ihrer aller Mutter eine Lune auf einer Lichtung. Sie nähert sich dem Elodoth, liebkost mit kühlen Händen seine Muskeln und Wunden. Sie lobt ihn als tapferen und weisen Kämpfer und zeichnet ihn mit der Glyphe der Glorie.
Nach vier Tagen wird Silberrücken des Nachts von einem einzigen Mondstrahl berührt. Eine junge Frau mit silbernem (?) Haar verspricht ihm zukünftige (???).
Nach weiteren drei Tagen erscheint eine Frau mit nachtschwarzem Haar hinter Rotlauf und streicht zart über ihre Kehle. Bald ist die Zeit gekommen.
Als sie nach weiteren zwei Tagen in die Nähe einer Siedlung namens Nobranischka kommen, spricht Goldfang einen Russen an und verdingt sich einen Tag als Holzhacker, um an Telefongeld zu kommen. Am nächsten Tag begibt er sich in die Dorfkneipe und ruft seine Frau an. Erst versteht sie nicht, wer anruft und will ihn abwimmeln, doch dann erkennt sie ihn und ist außer sich. Er ist einfach so verschwunden! Sie hat natürlich die Polizei eingeschaltet und eine Vermisstenanzeige aufgegeben. Er erzählt etwas von einer Notlandung seines Flugzeuges in der sibirischen Tundra... Seine Frau will ihm über die Botschaft Traveller Cheques nach Nobranischka schicken. Tatsächlich meldet sich die Botschaft am nächsten Tag und erklärt, dass ein Fahrer von der nächstgrößeren Stadt aus unterwegs sei (er brauche drei Tage).
Dann ruft Goldfang auch bei seiner Arbeitsstelle an und erzählt die Mär vom notgelandeten Flugzeug. Frau Licht will sich um alles kümmern. CyTech schickt einen Helikopter nach Nobranischka, der schon am nächsten Tag kommt. Frau Licht erkundigt sich noch nach der Flugnummer, die Goldfang nicht nennen kann und wofür er wortreiche Ausreden erfindet. Nichtsdestotrotz wird er abgeholt und geringfügige Probleme wegen des fehlenden Ausweises werden von seinem Arbeitgeber einfach mittels Bestechungsgeldern gelöst.
Das Rudel hat seinen Weg mittlerweile fortgesetzt. Nach zwölf Tagen erscheinen nächtens zwei Lunen mit Schwertern, auf Rössern reitend. Sie liebkosen Grünauge, preisen ihn als weisen und mächtigen Werwolf und zeichnen ihn mit den Glyphen der Weisheit und der Ehre. Er erbittet ein auspice blessing von den Lunen. White Claw erhält das Versprechen, dass er auch bald geehrt wird, wenn die Zeit reif ist.
Mehrere Wochen vergehen noch, bis das Rudel Ende Juni wieder in Eichburg eintrifft. Aufgrund der langen Abwesenheit hat Grünauge seinen Job verloren und insbesondere Silberrücken wird immer noch polizeilich gesucht, weshalb Silberrücken und Rotlauf ihr Aussehen ändern (er trägt das Haar jetzt lang und schwarz, dazu einen Bart, während sie ihre Haare rot färbt und sich kürzer schneiden lässt).
White Claw begibt sich auf Recherche und findet Bücher von einem Wolfgang Weißgold. Unter anderem eines über Vampire: "Von der Dunkelheit ins Licht" und Grünauge entdeckt eine Anzeige der Stadtverwaltung, die ein Grundstück im östlichen Industriegebiet gegen eine günstige Ablöse für junge Unternehmen zur Verfügung stellt.

Das Denkmalamt lässt verlauten, dass der Wiederaufbau des abgebrannten Turmes der alten Kapelle weiter fortgeschritten ist und die Glocke wieder aufgehängt wird. Der Turm wird jedoch zukünftig nicht mehr für den Publikumsverkehr freigegeben. Was für ein Glück!
Der Elodoth findet heraus, dass sich ein Geist in ihrem Nahdar festgesetzt hat. Er bewacht seine Essenzquelle eifersüchtig und trinkt mehr davon als für die Quelle gut ist. Er informiert das Rudel und erkundigt sich bei Glaswanderer, wie man sich am besten verhält. Eines nachts wechselt das Rudel am Nahdar hinüber und findet ihn leergetrunken vor. Goldfang schafft es, den Geist, einen kleinen Rostgeist, mit Drohungen zum Vorschein zu bringen. Der schaut ganz bedröppt und mitleidheischend aus der Wäsche. Silberrücken untersucht den Geist mit seinen rituellen Kenntnissen und kann auf diese Weise sein Tabu ermitteln: Metallbürste! Aufkreischend macht sich der Geist aus dem Staub, so dass das Rudel seinen Nahdar wieder für sich allein hat. Zwischen Silberrücken und Goldfang entbrennt ein Streit darum, wer denn jetzt den Geist vertrieben hat.
Silberrücken nimmt Kontakt zur kriminellen Szene Eichburgs auf, um einen neuen Pass zu bekommen. Das konspirative Treffen findet in Grünauges alter Wohnung statt. Stolze 16.000 € soll das neue Dokument kosten. Nach reiflicher Überlegung nimmt er den angebotenen Kredit (zu Wucherzinsen) in Anspruch. Der neue Ausweis wird auf den Namen Hans Martin Bauer lauten.
Grünauge gründet derweil eine Sicherheitsfirma (EiSS - Eichburger Sicherheitsservice) und kauft das städtische Grundstück. Man macht sich Gedanken um eine Werbetafel, Visitenkarten und Autowerbung. Das Rudel arbeitet natürlich zusammen. Im Erdgeschoss soll eine kleine Werkstatt, ein Dojo, Sozialräume und ein Aufenthaltsraum entstehen. Im ersten Stock befindet sich das Büro, eine kleine Wohnung für Rotlauf wird davon abgezwackt und soll später mit der oberen Wohnung verbunden werden, die Grünauge, Silberrücken und White Claw beziehen.
Familie Rubens bekommt ihr Kind und tauft es auf den Namen Alexander Joschua. Bald darauf wird eine Kinderfrau angestellt, die die Mutter bei ihrer neuen schweren Aufgabe unterstützen soll.

Eines Tages fällt Goldfang auf, dass er die von ihm als gut zur Corporate Identity passenden und empfohlenen Bewerber vollkommen aus den Augen verliert. Sie begegnen ihm nicht mehr in der Eichburger Niederlassung, ihre Namen tauchen nicht mehr auf – es ist fast, als ob sie verschwunden wären. Als er sich bei seinen Vorgesetzten informiert, heißt es, diese Bewerber hätten leider abgesagt. Misstrauisch geworden durchforstet er das Internet nach einigen Namen, an die er sich noch erinnern kann. Ein Blog wurde wegen Desinteresse geschlossen, eine andere Bewerberin war zwar auf Facebook zu finden, hatte jedoch keine Eintragungen und keine Freunde. Was ist da los? Alles top secret oder wie? Das geht nicht mit rechten Dingen zu. Goldfang nimmt Kontakt zu Heinrich Müller auf, einem Computer-Crack, der als Scout bei CyTech arbeitet. Er will am nächsten Tag zu ihm fliegen und ihn treffen.
Tags darauf fällt ihm unterwegs auf den Fluren seines Stockwerks ein ungewöhnlicher Geruch auf. Da gerade keine Kollegen in Sicht sind, verwandelt er eben seine Nase, um den Geruch mit seinen Wolfssinnen zu entschlüsseln. Chloroform! Chloroform gemischt mit anderen medizinisch riechenden Verbindungen. Er folgt der Geruchsspur bis zu einem Aufzug. Kurz darauf gehen die Fahrstuhltüren auf und zwei große, breitschultrige Männer in Anzügen und mit Sonnenbrillen kommen heraus und gehen an ihm vorbei. Sie haben keinen Eigengeruch!!! Er folgt ihnen nach draußen, wo sie sich zum Firmenfuhrpark begeben, in einen dunklen Mercedes steigen und losfahren. Schnell springt Goldfang in sein eigenes Auto und folgt ihnen. Nach einigen hundert Metern hält das Auto vor ihm an und einer der Männer steigt aus. Er wendet sich Goldfangs Auto zu und bleibt am Fahrerfenster stehen. "Gibt es ein Problem?" fragt er ihn. "Wieso?" tut Goldfang erstaunt. "Sie folgen uns seit sieben Abbiegungen." "Ich will heim!" "Laut unseren Kenntnissen wohnen Sie im Staffelweg 2. Da sind Sie hier falsch." "Ähm..." "Wenn Sie wollen, bringen wir Sie hin." Sprichts, dreht um und steigt wieder ein. Dann fahren Sie Goldfang wieder voraus – bis zu seinem Haus.
An diesem Tag übt sich das übrige Rudel in Mäßigung; Silberrücken betreibt ein Deeskalationstraining – aus rein beruflichen Gründen, versteht sich. Spätnachmittags stößt Goldfang zu ihnen. Er berichtet von seiner Entdeckung, den "Schränken", die nach nichts riechen. Ob das wohl auch Vampire sind? Aber bei Tag unterwegs? Ganz offen, in ihrem Viertel? Es beginnt eine lebhafte Diskussion, die auf einer zweiten Ebene noch ganz anderen Brennstoff birgt. Das Gespräch dreht sich plötzlich um die moralischen Fallstricke des Rudellebens und des Uratha-Seins per se. Goldfang wird der Angriff auf ein (nicht mehr anwesendes) Rudelmitglied vorgeworfen und er beißt sofort zurück, indem er Silberrückens Verzehren von Menschenfleisch geißelt. Doch mit seiner Unnachgiebigkeit steht er im Rudel allein da. Grünauge, Silberrücken und Rotlauf empfinden diese Tat als dem Tier in ihnen geschuldet und verzeihlich.
Am nächsten Tag beobachtet Goldfang das Treiben in seiner Firma genauer. Er wird auch tatsächlich für seine Neugier belohnt: Ein Wissenschaftler hat nämlich einen leichten Chloroformgeruch an sich. Er verfolgt auch diesen Mann unauffällig bis zu dem bereits bekannten Fahrstuhl. Er fährt dort nach unten, eine Außenanzeige gibt es aber nicht. Also begibt sich Goldfang in den danebenliegenden Fahrstuhl und fährt nach unten in den Keller. Dort erwarten ihn leere Versorgungsgänge. Als er wieder nach oben fährt, fällt ihm die kleine Überwachungskamera in der Ecke auf. Er beschließt, sie auszuschalten und nutzt eine Geisterfähigkeit. Wie gut die wirkt, bemerkt Goldfang, als es plötzlich einen Ruck tut und die Kabine an Fahrt gewinnt. Er stürzt ab!
Da Rudel verspürt ein Kribbeln, als Roter Schleicher sich aufgeregt bemerkbar macht und ihnen Zeichen macht, ihm zu folgen. Er führt sie zum Firmensitz von CyTech.
Der Aufprall ist sehr unsanft, aber man ist ja nicht umsonst Uratha. Goldfang blickt in einen kamerabestückten Gang, der geradeaus zu einer sehr modern und gut gesichert wirkenden Tür führt. Es riecht nach Chloroform und Ozon. "Hallo?" macht er sich bemerkbar. Hier war er definitiv noch nie gewesen. Irgendwoher dringen leise Hilferufe an sein Ohr. Er versucht erfolglos, die Tür mit seiner Chipkarte zu öffnen. Linker und rechter Hand gibt es ebenfalls noch eine Tür. Goldfang verspricht der Stimme, die aus der rechten Tür dringt, Hilfe zu holen. Dann wendet er seine Geistergabe ein weiteres Mal an und der Gang wird schlagartig stockfinster.

Derweil erreicht das Rudel den Firmensitz von CyTech. Es handelt sich um ein großes Verwaltungsgebäude mit einer daneben gelegenen Halle, die offenbar der Produktion dient, weiteren Nebengebäuden und Parkplätzen. Alles ist umgeben von hohen Zäunen und überwacht von unzähligen Sicherheitskameras. Unschlüssig bleiben die Uratha auf der gegenüberliegenden Straßenseite stehen. Roter Schleicher läuft aufgeregt immer wieder zum Eingang hin, um sein Rudel zum Weitergehen zu animieren. Irgendetwas scheint dort los zu sein; Mitarbeiter eilen zu einem Nebengebäude.
Grünauge verwandelt sich in einen Hund und läuft einfach schnurstracks zum Firmeneingang hinein. Rotlauf klinkt ihre Sinne ein und lässt sich von Silberrücken führen. Sie sieht aus Grünauges Perspektive, wie er den Mechanikern zu einem doppelten Aufzugschacht folgt. Sie öffnen dort die Versorgungsarmaturen und versuchen sich an einer Reparatur, während der zweite Fahrstuhl von gefährlich aussehenden Männern mit Anzug und Sonnenbrille bewacht wird. Sie besitzen keinen Eigengeruch. Dann wird Rotlauf wieder fortgeschickt. Sie versucht ihr Glück umgehend bei Goldfang und nimmt zunächst nur Schwärze wahr, Chemikaliengeruch und leise Stimmen. Im Foyer ergießt sich ein Funkenregen über die fluchenden Techniker. Grünauge verlässt das Gebäude zunächst und begibt sich zu White Claw auf die andere Straßenseite.

Goldfang öffnet die rechte Tür und betritt den dunklen Raum. Er nähert sich den Umrissen einer Person, als das Licht wieder angeht. Es handelt sich um eine Frau mit verbundenem Gesicht im Krankenhausleibchen, die auf einem Bett liegt. Sie bittet ihn um Hilfe und klammert sich an ihn, als das Licht wieder ausgeht. Ein lautes Knirschen ertönt vom Aufzug her. Goldfang nimmt sich der Frau an und schiebt sie mitsamt ihrem Bett zum Aufzug. Als das Licht wieder angeht, springt er schnell in die Kabine, doch der Fahrstuhl will nicht auf den Tastendruck reagieren. Verzweifelt aktiviert er seine Geistergabe ein drittes Mal und die Kabine fällt abrupt nach unten. Als er sie erschrocken stoppt, bleibt der Aufzug stecken. Die Frau wimmert leise. Nach einer Weile setzt er sich wieder in Bewegung. Goldfang verwandelt sich im Dunkeln in die Dalu-Form und öffnet die Aufzugtüren. Er packt die benommene Frau und klettert mit ihr in ein Kellergeschoss, wo er als Hishu nach einer Treppe sucht und mit seinem Ballast nach oben schleicht. Auf der Suche nach einem Ausgang trifft er auf Kollegen, die Sicherheitsleute sind nicht weit entfernt. "Kommen Sie, lassen Sie die Frau los und kommen Sie mit!" fordern sie ihn auf, doch er rennt weiter in ein Büro. Er legt die Frau ab, packt einen Schreibtischstuhl und wirft ihn in ein Fenster. Doch es handelt sich um Sicherheitsglas; die Scheibe hält mit einem dumpfen Geräusch stand und wird trübe. Die zwei Bewaffneten setzen ihm nach und schießen auf ihn! Goldfang ruft die Geister um Hilfe und überraschenderweise fallen die zwei Sicherheitsleute einfach um. Hastig beseitigt er die Scherben aus einem der zerschossenen Fenster und lässt die Frau vorsichtig herab, bevor er hinterherspringt.

Die Uratha, die möglichst unauffällig vor der Konzernzentrale herumlungern, nehmen Schüsse und splitterndes Glas wahr. White Claw und Grünauge nähern sich. Während Grünauge als Hund einen der Sonnenbrille tragenden Sicherheitsleute beißt, um abzulenken, schleicht White Claw sich hinein.
Dann folgt der Alpha in das Gebäude und widmet sich einem der beiden Geruchlosen. Er beißt ihn in die Hand, dass es nur so knirscht, doch es schmeckt nicht nach Blut oder Fleisch, sondern hinterlässt vielmehr eine Art metallischen Geschmacks auf seiner Zunge. Nichtsdestotrotz hat er ihre Aufmerksamkeit erregt; sie ziehen ihre Waffen und schießen auf ihn. Auf seiner Flucht wird er zweimal getroffen, bis er die andere Straßenseite erreicht.

Auf seiner wilden Flucht über den Firmengrund nehmen zwei Zweiergrüppchen des Sicherheitspersonals von den Nebengebäuden aus die Verfolgung auf. Zwei Schüsse treffen Goldfang, so dass er bewusstlos zusammenbricht. Doch die Frau, die er die ganze Zeit mit sich zerrt, kann ihn wieder wachrütteln. Er schleppt sie zu seinem Auto, als weiter geschossen wird. White Claw, der sich auf das Firmengelände geschlichen hatte, steigt ein, als Goldfang mit quietschenden Reifen losfährt. Zwei schwarze BMW nehmen sofort die Verfolgung auf.
Silberrücken bittet Roter Schleicher um Nebel.
Die Verfolgungsjagd dauert nicht allzulange. Im plötzlich aufgekommenen, dichten Nebel überschlägt sich Goldfangs Wagen als er übersteuert und bleibt auf der Seite liegen. Die Uratha sind beide bewusstlos. Dem übrigen Rudel gelingt es, ihnen hastig in Grünauges Wagen zu folgen. Sie erreichen das Wrack noch rechtzeitig und können die verletzten Rudelmitglieder herausziehen und zu Fuß in Sicherheit bringen. Die Frau kann währenddessen unbemerkt im Schutze des Nebels in Richtung Südstadt entkommen.

Just als sich das Rudel in einer Seitenstraße in relativer Sicherheit wähnt, reißt ein Geist an der Barriere. Die riesige, lodernde Gestalt mit ihren scharfen Knochenklingen ist ihnen nur allzu bekannt. Grünauge wird von brennenden Knochenklingengeschossen getroffen und trägt eine tiefe Wunde am Oberschenkel davon. Seine Hose beginnt zu brennen. Silberrücken verwandelt sich in einen Dalu und wirft sich gegen die Schulter des Geistes. Er prallt aufheulend davon ab. Rotlauf startet eine Finte und lässt ihre Kiefer knapp vor dem Antlitz des Geistes zusammenschlagen. Jetzt kann Grünauge die offene Verteidigung des Geistes nutzen und reißt ihm ein großes Stück aus der Kehle. Gleißendes Licht ergießt sich heraus und Blut hellrot wie Lava quillt aus seinem Hals. Er bricht auf ein Knie.
Grünauge kann wegen des Feuerschadens nicht mehr an sich halten und verfällt in Raserei. Zum Glück ist Roter Schleicher noch da und zieht jetzt einen dichten Nebelring um den Kampfplatz. Silberrücken rennt gegen den Geist an und reißt ihm einen weiteren großen Brocken aus der Schulter. Als Rotlauf folgt und ihm von hinten ein großes Loch in die Hüfte reißt, bricht der Geist schließlich zusammen und zerbirst in Lavaessenz. Grünauge brennt und kann sich aber endlich wieder fangen und das Feuer löschen. Als sich der Nebel auflöst, legt sich das fahle Mondlicht des Wintertages wie ein lindes Tuch über das verwundete Rudel. Der Alpha lobt Rotlauf gerade für das gelungene Kampfmanöver, als sich ein einzelner Mondstrahl löst und eine Lune des Dreiviertelmondes herabschwebt. "Gut gemacht", spricht sie das Rudel an. "Ihr seid würdig, Eure Schwester zu schützen. Selene... Dort, wo der Nebel haust. Sie ist in Begleitung dessen, der vom Leben nimmt. Eilt Euch – die Zeit ist knapp!"

Das Rudel zieht sich zuerst einmal zurück. White Claw wird ausgeschickt, die Reviergrenzen zu sichern, während Silberrücken Grünauges schwere Wunden heilt. Dann treffen sie sich mit Roter Schleicher an der Kapelle, um ihn zu ihrem neuen Auftrag zu befragen. Silberrücken spricht mit dem eifrigen Totem. "Wer ist denn der, der vom Leben nimmt?" Antwort: "alle". Alle Geister wollen ihresgleichen fressen, um mächtiger zu werden. Dann fragt er nach Selene. "Ich habe gehört von ihr..." Er sinkt vor Ehrfurcht zu Boden. "Man sagt, Helios und Luna hätten vor langer Zeit ein Kind gezeugt. Ich dachte, es wäre ein Märchen?" "Nebel? Nebel ist überall hier. Ich bin ein Meister des Nebels!" brüstet er sich stolz. "Gibt es denn noch andere Nebelgeister?" "Torum Dak (Große Wolke), ich weiß aber nicht, wo er ist." Die Uratha machen sich Gedanken, wo es viel Nebel gibt. Wo er "haust", statt zu ziehen... Roter Schleicher hat von einem fernen Reich jenseits des großen Meeres gehört, wo es eine Stadt geben soll, in der immer Nebel ist... Nein, London sei wohl nicht gemeint. Grünauge tippt auf die Kanalisation.

Goldfang hat währenddessen mit einiger Mühe und unter vielen Tränen seine Frau dazu gebracht, mitsamt seinem Welpen vorübergehend zu ihrem Bruder zu ziehen. Dann geht er zu CyTech zurück und schleicht sich als Golden Retriever auf das Firmengelände. Es herrscht dort aufgeregtes Treiben. Der Platz ist hell erleuchtet, Polizei ist überall, ein Notarzt ist zur Stelle. Polizisten der Spurensicherung jagen ihn vom Parkplatz. Einige der geruchlosen "Vampire" gehen der Polizei zur Hand. Der Niederlassungsleiter unterhält sich gerade mit dem Einsatzleiter der Polizei: "Es wurde ein Fahrzeug gestohlen und ein Wachmann verletzt. Wir sichern gerade die Aufzeichnungen und händigen sie Ihnen dann selbstverständlich aus. Sie haben freien Zugang zu den Gebäuden, außer zur Entwicklungsabteilung – wir bitten um Verständnis... Es scheint einer unserer Mitarbeiter beteiligt gewesen zu sein, ein Herr Rubens... Die Personalakte ist schon unterwegs. Wir wollen Ihrer Ermittlungsarbeit natürlich nicht vorgreifen..." Man vermutet auch, dass bei dieser terroristischen Aktion eventuell Kampfhunde eingesetzt wurden.
Als er in CyTechs Nähe im heruntergekommenen Industriegebiet herumstreift, erregt er schließlich die Aufmerksamkeit einiger drogenabhängiger Jugendlicher, die ihn mit Parfüm bewerfen. Er flüchtet und versucht dann, über die Kanalisation auf das Firmengelände zu gelangen. Der Chemikaliengestank ist allerdings dort unerträglich. Dann zieht er weiter zum Ort des Unfalls. Dort ist bereits alles gesäubert worden. Er nimmt die Fährte der geflohenen Frau auf und folgt ihr bis zu einer Kreuzung. Andere Spuren kreuzen sie dort, dann hört sie abrupt auf. Er sucht weiter und folgt dann einfach der frischesten Spur weiter nach Süden.

Als der Morgen dämmert, legt sich ein gewaltiger Nebel über die Stadt.

Im Morgengrauen begibt sich das Rudel auf die Jagd. Nach einiger Zeit stoßen sie auf die Fährte eines Wolfes. Sie ist noch recht frisch, vielleicht vier Stunden alt. Ein junger, gesunder Rüde ist da durch ihr Revier gezogen. Der Alpha führt, das Rudel eilt und nach etwa einer Stunde haben sie den Wolf eingeholt. Er hat ein dunkelgraues, fast schwarzes Fell. Leise kreisen sie ihn ein und schleichen sich an. Der Wolf knurrt überrascht auf, als sie ihn stellen, winselt dann aber und versucht sich geduckt zu entfernen. Er erkennt den Alpha sofort, der ihn umgehend fortjagt. Rotlauf ist fast traurig; war es doch der erste Wolf, den sie persönlich kennengelernt hat... Sie jagen noch ein Reh, bevor der Nebel auch im Wald zu dicht wird.
Rotlauf kann keine Geister im Gurihal entdecken und Silberrücken, der mit gelb aufleuchtenden Augen ins Hisil blickt, findet dort nur wenige Nebelgeister vor. Die zehren allerdings vom Nebel und rufen ihn nicht hervor. Auf dem Weg zum Stadtrand nimmt der Nebel zu. Das Rudel wandert weiter in Richtung Taufsee, wo der Nebel am dichtesten ist. Dort treffen sie auf Goldfang, der sich gerade am Nahdar gelabt hat. Sie sind sehr froh über ihre Wolfsnasen, da man im wahrsten Sinne des Wortes die Hand nicht mehr vor Augen sieht.
Am Seeufer stoßen sie auf zwei Personen. Eine Frau ist irritiert und etwas ängstlich (sie trägt Parfüm und hat etwas Wein getrunken) und wird von einem Mann beruhigt (kein Eigengeruch!). "Ein Vampir!" stellen Goldfang und Rotlauf fest. Silberrücken erbleicht, als er auch hier ins Hisil blickt. Der Nebel wird dort von einem tosenden Wirbelsturm in den Strudel des Taufsees gezogen. Was geht hier vor?!
Doch die junge Frau muss Selene sein. Rotlauf ergreift die Initiative und springt den Mann von hinten an. Der wendet sich um und sie greift erneut an. Doch der Mann tritt ihr mitten vor die empfindliche Schnauze, so dass sie aufjaulend zurückweicht. Jetzt beißt Silberrücken von der anderen Seite zu und Rotlauf beißt auf ihn ein, bis er sich nicht mehr regt.
Die Frau kreischt auf, als sie den "wilden Hund" entdeckt und zückt ein Pfefferspray aus ihrer Handtasche. Rotlauf ergreift die Flucht, während Grünauge als Hishu beruhigend auf sie einwirken will. Als sie anschließend ihr Handy herausholt, nimmt Grünauge es ihr ab und erklärt ihr, dass ihre Mutter uns beauftragt hätte, sie zu schützen. "Ihr kennt meine Mutter?" Rotlauf wäscht sich kurz am Ufer, bevor sie sich verwandelt und zu den anderen zurückkehrt. Sie untersucht die Leiche kurz und rügt dann die Frau, einfach so mit gefährlichen fremden Männern mitzugehen. Die beiden bieten der Frau unmissverständlich an, sie zu ihrer eigenen Sicherheit nach Hause zu begleiten. Sie lässt sich das gefallen, allerdings bleibt sie misstrauisch und will sich nicht bis zur Haustür bringen lassen. Derweil versuchen Silberrücken und Goldfang, die mit Steinen beschwerte Leiche im See verschwinden zu lassen.

Am nächsten Abend geht Silberrücken mit Rotlauf an der Leine in der Nähe von Selenes Wohnung spazieren. Sie beobachten, wie ein Mann mit dunklem Teint dort klingelt und mit den Worten "Ich will zu Selene. Sofort." Zutritt verlangt. Als er nicht eingelassen wird, macht er sich an der Haustür zu schaffen. Rotlauf beginnt, bedrohlich zu knurren und Silberrücken spricht ihn an. "Ooh!" meint er, hebt die Hände und zieht sich vorsichtig, aber relativ unbeeindruckt zurück. Er steigt in einen weißen Mercedes und fährt fort. Selene schaut aus dem Fenster. Silberrücken spricht sie an und berichtet ihr von dem Einbruchsversuch.

Etwas später geht Selene aus dem Haus. Sie steigt in die U-Bahn und geht in eine Disco, wo sie ihren Ausweis abgeben muss und dann etwas missmutig dreinblickend alleine an einem Tisch sitzt. Gegen halb 12 Uhr verlässt sie das Lokal und läuft ziellos im Industriegebiet herum. Sie wirkt sonderbar verträumt und als ob sie nicht recht wisse, wohin sie gehen soll. Ein Bande Jugendlicher pöbelt sie an, als sie sie passiert, wird aber erstaunlicherweise nicht zudringlich. Anders ist es allerdings, als Silberrücken und Rotlauf vorbeigehen wollen. Sie werden angepöbelt und jemand wirft eine Eisenstange nach dem großen Hund. Rotlauf schnappt danach, doch verfehlt sie sie und die Jugendlichen umzingeln die beiden. Rotlauf setzt sich auf die Hinterläufe und lächelt in Vorfreude auf einen kleinen Kampf mit dem Abschaum, doch Silberrücken gelingt es, die Bande zurückzuschmähen, so dass sie schließlich von ihnen ablassen. Schnell eilen sie Selene hinterher.
Die schaut sich gerade verwirrt um und kommt dann direkt auf die beiden zu, um sie nach der nächsten U-Bahnstation zu fragen. Sie kniet sich gleich hin und krault Rotlauf. "Ich mag Wölfe..." meint sie lächelnd. Silberrücken unterhält sich mit ihr und begleitet sie zur U-Bahn. Im Zug wirkt sie dann sonderbar geknickt und als ob ihr gar nicht wohl wäre. Sie steigt dann wieder aus und besucht noch zwei Restaurants und einen Spielplatz, bevor sie sich wieder nach Hause wendet. Silberrücken und Rotlauf klettern in den kleinen ummauerten Innenhof hinter Selenes Haus, können dort aber nichts von Interesse finden.

Morgens gegen 6:30 Uhr heult Feuertanz aus dem Steinbeißer-Revier. Grünauge antwortet und begibt sich gemeinsam mit Goldfang zur Grenze. Hexenkessel und Feuertanz bitten darum, das Revier betreten zu dürfen, um einen gewissen Theodor Hauser aufzuspüren, der ihnen angeblich noch Geld schuldet, sich aber im Nordosten der Stadt befindet. Misstrauisch gestattet er ihnen, nur zu diesem Grund das Revier betreten zu dürfen.
Kaum sind Hexenkessel und Feuertanz verschwunden, ertönt ein Heulen von der nördlichen Reviergrenze. Die Blutmonde eilen alle dort hin und treffen erneut auf den alten Cahaliten Folgt-dem-Donner. Der tut wieder eine Vision kund: "Das Kind, das Mädchen wird den Mond entzünden. Ich warne euch, denn auch andere Cahalithen sahen das gleiche Bild." Grünauge heult wütend auf: "Verschwindet!", denn sofort ist klar, dass Hexenkessel und Feuertanz gelogen haben. Die Blutmonde preschen zurück zu Selenes Wohnung. Dort sehen sie, wie die beiden Steinbeißer mit einem silbernen Dolch auf das Mädchen losgehen wollen und es entbrennt ein wilder Kampf. Plötzlich ist auch von draußen ein Heulen zu hören, denn Nachschlag ist seinen Rudelkameraden zu Hilfe geeilt. In blinder Wut wirft er Autoreifen durch das Fenster, doch die beiden Steinbeißer liegen schon schwer verwundet am Boden. Nur ein warnendes Knurren Rotlaufs kann den Alpha der Blutmonde davon abhalten, die Eindringlinge für ihre Lüge und das Eindringen in sein Revier unter falschen Vorwänden mit dem Tode zu bestrafen. Nachschlag kommt in die Wohnung und fordert seine beiden Rudelkameraden zurück und die Blutmonde sind sich erst nicht sicher, wie sie reagieren sollen, denn jetzt müssen sie sich mehr denn je gegenüber den Steinbeißérn bewähren, ohne aber den Schwur des Mondes zu verletzen. Um das feindliche Rudel in ihre Schranken zu verweisen, ist muss ein harter Kurs verfolgt werden, doch wird sich das Problem nicht ganz ohne Diplomatie lösen lassen. Grünauge baut sich schließlich drohend über den Verletzten auf und fordert Nachschlag auf, zu gehen. Erst wenn alle anderen Steinbeißer das Revier der Blutmonde verlassen haben, bekommen sie Hexenkessel und Feuertanz zurück. Widerwillig muss sich der Alpha des anderen Rudels geschlagen geben und tritt den Rückzug an.
Währenddessen untersuchen die anderen Blutmonde Selene, denn das Rudel hatte nicht mehr verhindern können, dass die Steinbeißer den Dolch warfen und das Mädchen schwer am Bauch trafen. Eine große Menge Blut sickert aus der klaffenden Wunde und es sieht nicht gut aus [?], doch dann beginnt sich die Verletzung plötzlich zu schließen und schon bald ist Selene wieder voll geheilt. Die Blutmonde beschließen, das Mädchen mit in ihre Firma zu nehmen, um sie rund um die Uhr im Auge behalten zu können. Sie sind neugierig, doch erst am Abend können sie ihre Fragen stellen, denn Selene ist sehr müde und verschläft den ganzen Tag. Es stellt sich heraus, dass sie nicht weiß, woher sie kommt und erst seit ein paar Tagen in Eichburg ist. Den Ausweis hat sie den Sicherheitsleute in der Disco gegeben, weil sie ihn wollten. Ganz selbstverständlich erzählt sie davon, dass die Dinge, welche die Leute von ihr zu bekommen erwarten, aus dem Nichts entstehenen, sei es Geld oder Ausweispapiere. Besonders Goldfang ist sehr fasziniert von dem Gedankenspiel, das sich daraus ergibt. Er will wissen, ob sie seine Zehen blau machen könne. Die beiden diskutieren eine Weile über den Sinn dieses Vorhabens und schließlich geht der Elodoth in den Keller [warum???] und kommt nicht nur mit blauen Zehen zurück, sondern ist auch noch der Meinung, dass sie noch nie anders ausgesehen hätten.
Doch das alles hilft den Werwölfen nicht, zu verstehen, was vor sich geht und wie sie sich verhalten sollen. Nur eines ist sicher: Sie müssen auf Selene aufpassen, schließlich hat Mutter Luna sie damit beauftragt, auch wenn das schlimme Konsequenzen haben kann.
Sie verbringen die Nacht im Wald, wo sie gemeinsam jagen und mit Selene spazieren gehen. Als sich der Morgen nähert, wird diese wieder schläfrig und bekommt ein Lager im Keller der Firma, da die Blutmonde befürchten, sie könne von den Krähen beobachtet werden, die sie schon mehrfach in der Nähe beim Spazieren gehen und in der Nähe der Wohnung des Mädchens gesehen haben.

(hollow touchstone)

Am nächsten Tag klingelt es und der Mann mit dem Benz, der sich mit dem Namen Apo vorstellt, fragt nach Selene. Grünauge wimmelt ihn ab und fragt, ob die Krähen, die gerade auf das Firmenschild kacken, zu ihm gehören, und gibt ihm seine Visitenkarte (?).
Kurz darauf klopft es und eine Frau und zwei Männer stehen vor der Tür. Sie wirken irgendwie ungesellig und etwas abgerissen und haben rabenschwarzes Haar. Sie teilen Grünauge mit, dass der Mann Selene sehen müsse, sonst stürbe er. Sie beschützten ihn. Sie wissen, dass das Mädchen hier sei, ihre Augen hätten sie gesehen. "Und sie? Stirbt sie?" Das wissen sie nicht, wahrscheinlich nicht. Grünauge teilt ihnen mit, dass er zur Dämmerung wiederkehren soll. Aber nicht die Schilder beschmutzen! Die Krähen lachen krächzend...

Goldfang macht sich Gedanken, wie er aus der verfahrenen Situation mit CyTech am besten herauskommt. Er möchte die Machenschaften des Konzerns aufdecken und gleichzeitig CyTech und die Polizei von seiner Fährte abbringen. Er will einen Mordanschlag gegen sich inszenieren und legt das seinen Rudelkameraden dar. Als er sie nicht von der Vorgehensweise überzeugen kann, zieht er einfach wutentbrannt alleine los. Er verabredet sich mit Frau Licht auf einer Brücke über dem Eichbach im Osten der Stadt und informiert vorab einen Reporter des Eichblattes, dem er "vielleicht einen versuchten Mord" verspricht.
Frau Licht erscheint mit den üblichen zwei Sicherheitsleuten im Mercedes auf der Brücke und unterhält sich ganz freundlich und ungezwungen mit ihm. Es sei doch alles nur ein Missverständnis, die Schüsse seien Fehlzündungen gewesen etc. etc. Seine Frau würde sich doch bereits Sorgen machen, ob er das wolle? Goldfang zögert. Frau Licht möchte, dass er einsteigt und mitfährt, er bittet aber um einen Tag Bedenkzeit. Er könne gerne einen Tag Bedenkzeit haben, im Vier-Sterne-Hotel ließe sich ja alles gut überdenken. Seine Familie sei ja auch schon dort. "Wie, meine Familie ist schon dort?!!!" entfährt es ihm. Dann steigt er in den Wagen, der fortfährt. Nicht nur Silberrücken und Rotlauf haben diese Szene fassungslos vom Ufer aus beobachtet, auch der Reporter baut fluchend seine Kamera wieder ab. Die Uratha folgt Goldfang mit ihren Sinnen so weit als möglich in Richtung Süden und sie informieren dann ihren Alpha.
Goldfang wird zu einem "privaten Gespräch" zu einer Villa im Waldviertel gefahren. Es hätte da ja eine unangenehme Situation by CyTech gegeben, bei diesem Fahrstuhlunfall wären finanzielle und personelle Verluste entstanden. Es bestünden Zweifel hinsichtlich seiner bedingungslosen Hingabe an seinen Arbeitgeber, meint Frau Licht. Goldfang rechtfertigt sich, dass ja wohl auf ihn geschossen worden sei. Darum ginge es eben – er hätte Zweifel gehabt. Die Sicherheitskräfte hätten niemals auf ihn geschossen. Diese Zweifel muss er einräumen, deshalb müsse ihm leider gekündigt werden. Man verlangt auch von ihm, dass er eine weitreichende Schweigeerklärung unterschreibt, was er tut, da man ihm versichert, dass seine Familie selbstverständlich sicher sei. Dann bekommt er seine Kündigung und eine Abfindung und wird zu seiner Familie gebracht.

Nachts ist es Selene wieder einmal langweilig. Sie geht auf dem Gelände spazieren und studiert interessiert einen Ameisenhügel. Aus dem Westen sind Knallgeräusche zu hören. Grünauge erkundigt sich nach den Ereignissen an der Brücke und White Claw kommt hereingeschlappt und bietet Bier an (er ist ganz bedröppt, als es angenommen wird). Später gehen alle im Wald jagen, Grünauge und Silberrücken durchstreifen die Gegend um Vanirheym und White Claw und Rotlauf reißen ein Wildschwein im Osten. Als sie im Morgengrauen zurückkehren, ist es auch schon so weit: Krähen sitzen auf den Strommasten und ein schläfriger Apo lehnt an seinem Benz. Als Selene zu ihm tritt, fallen ihr die Augen schon fast zu. Sie beäugen sich zunächst skeptisch. White Claw und Silberrücken bemerken eine silberne bzw. goldene Aura um sie herum, wie von Entladungen. "Selene, wir sind füreinander bestimmt!" ruft er ihr entgegen. Plötzlich ertönt ein Schuss. Selene bleibt stehen, als wäre sie vor eine Wand gelaufen und ein feiner Blutregen stiebt aus ihrer Brust. Einen Moment lang schauen beide verwundert zu, wie sich die Blutströpfchen über das weiße Auto und sein blütenweißes Jackett ausbreiten, dann bricht Apo zusammen. Grünauge wirft sich auf Selene und reißt sie zu Boden. Silberrücken und White Claw wirbeln herum und starren hilflos in die Dunkelheit. An einem Hochhaus in etwa einem Kilometer Entfernung ist ein kleiner Lichtblitz zu sehen, dann gibt es einen Knall am Wagen. Silberrücken springt zu Apo und zerrt ihn in Deckung. Er warnt die anderen vor dem Schützen. White Claw hüpft von Deckung zu Deckung und eilt in Richtung Hochhaus. Grünauge zerrt Selene jetzt in seinem Schutze fort. Ein weiterer Schuss pfeift knapp an ihm vorbei und schlägt in einen Müllcontainer ein. Selene ist überrascht: "Das hat wehgetan!" ruft sie erstaunt aus. Silberrücken und Rotlauf müssen feststellen, dass Apo tot ist. Das Hochgeschwindigkeitsgeschoss hatte Selenes Brust durchschlagen, wurde dabei verformt und hat ihm dann trudelnd eine tiefe Wunde in die Brust gerissen. Rotlauf fällt auf, dass die Krähen fort sind und der Himmel, der eben noch graute, wieder dunkel ist. Silberrücken zeigt den anderen das Hochhaus und sie bringen Selene und Apo in die Firma. Dann reinigen sie den Gehweg. Selenes Wunde schließt sich derweil, sie ist kurz hellwach, wird dann aber wieder müde, denn langsam wird es wieder hell. Den Uratha fällt auf, dass sowohl der Mercedes als auch Apo selbst verschwunden sind.

Als White Claw schließlich die Hochhäuser erreicht, kann er nicht mehr feststellen, von welchem aus geschossen wurde. Er verwandelt seine Schnauze und spürt Schießpulvergeruch auf. Er klingelt irgendwo, um Einlass zu bekommen und kann dann die Etage und die Wohnungstür ausfindig machen. Als Rotlauf White Claw anpingt, zeigt der ihr Haus und Tür. Sie gibt dem Alpha Bescheid, nimmt sich ein Brecheisen und eilt los. Zusammen dringen sie dann ein. Rotlauf bricht die Wohnungstür vorsichtig auf und schaut sich schnell um, während White Claw Schmiere steht. Das Fenster ist kaputt, sonst kann sie nichts erkennen. Dann verwandelt sie sich in einen Urhan und beschnüffelt alles. Die Spur ist leider zu kalt, den Schützen würde sie aber jetzt wiedererkennen. Nun bemüht sich White Claw und durchsucht die Wohnung. Ein Tisch wurde zurechtgerückt, es sind keine Patronenhülsen zu finden. Er findet einen sanften Duft nach Werwolf! Er muss am Schützen gehaftet haben. Plötzlich ist jemand an der Tür. Eine ältere Frau steckt den Kopf herein und die beiden verstecken sich schnell. "Hallo Einbrecher?" ruft sie und läuft suchend durch die Wohnung. Rotlauf flitzt schnell aus der Wohnung und White Claw kann später folgen.

Nicht weit entfernt, unter der Autobahnbrücke, dringt First Tongue an ihre Ohren: "Das sind die Stämme des Mondes – auf, ihr Reinen, auf sie!" Drei Dalus schälen sich aus den Schatten und greifen die beiden an. Einer geht Rotlauf an und tritt sie in die Weichteile, sie verwandelt sich in einen Gauru. White Claw verwandelt sich ebenfalls und greift einen anderen Dalu an, er rammt seine Klauen in dessen Schulter, Blut fließt. Rotlauf schlägt ihre Fänge in die Schulter des Rotschopfes. Der verwandelt sich ebenfalls in einen Gauru und zieht ihr seine Klauen quer über die Brust. Die beiden anderen verwandeln sich in Urshul und greifen White Claw an. Beide beißen auf ihn ein, er schlägt zurück. "Flitzen?" fragt er schnell in ihre Richtung. Rotlauf heult auf und beißt den Rotschopf erneut. Der geht auf alle Viere und springt sie an. Sie wappnet sich und seine Kiefer schlagen knapp vor ihr zusammen. Beim nächsten Angriff verletzen die beiden Urshul White Claw schwer und er sprintet unvermittelt los. "Die Feigen von den Stämmen des Mondes!" brüllt der Alpha der Wilden, Rotlauf beißt noch einmal erfolglos nach dem Rotschopf und stürzt hinterher. "Oh Gott, Monster!" ertönt es da von oben, begleitet von einem vielstimmigen Quietschen und verschiedentlichen Aufprallen auf der Autobahnbrücke. Da sie offenbar nicht verfolgt werden, rennen die beiden Blutmonde in Wolfsform, bis sie sich sicher genug fühlen und ziehen dann in den Wald, um in Ruhe zu heilen. Im Hintergrund ertönen Helikoptergeräusche über dem Industriegebiet.

Grünauge hält im Keller bei Selene Wache. Er wird plötzlich aufmerksam. Seine Haare stehen ihm senkrecht zu Berge, aber er kann beim besten Willen nichts Außergewöhnliches entdecken. Er kontrolliert auch das Erdgeschoss und verwandelt sich dann in einen Urshul.

Goldfang bringt seine Familie nach einem angenehmen Morgen im Vier-Sterne-Hotel nach Hause. Gerade an der Haustür angekommen vernimmt er Rotlaufs Aufheulen aus dem Norden. Unter vielfältigen Ausreden verabschiedet er sich hastig.
Als er die Unterführung erreicht, hält er erschrocken inne. Überall Blut, Kleidungsfetzen, Werwolfsgeruch und tiefe Furchen im Asphalt. Was ist hier um Gottes Willen geschehen?! Er findet Blut von Rotlauf und noch mehr Blut von White Claw. Gerade als er am fremden Blut lecken will, nimmt er einen Schatten von hinten wahr und gibt Fersengeld. Als ein zweiter Schatten von rechts dazustößt, rennt er wilde Haken schlagend davon.

Grünauge bezieht unruhig Stellung vor dem Kellerabgang. "Es ist zu still!" spricht er in die Stille hinein. Laut prasselnd gehen die Wände plötzlich in Flammen auf – Geisterfeuer! "Aufwachen!" brüllt Grünauge und weckt damit den schlafenden Silberrücken. Als der Alpha seine Sicht für die Geister öffnet, erblickt er einen allzu bekannten Gegner. Silberrücken schüttelt sich und trägt die schlafende Selene aus dem Keller herauf. Dann kümmert er sich um einen Feuerlöscher. Grünauge verwandelt sich zurück, weil sein Fell schon anfängt zu glimmen, er röchelt, dann rennen die Zwei mit Selene im Arm ins Freie.
Zuerst spürt Silberrücken den Schmerz, dann hört er den Knall. Doch da ist er schon in Raserei verfallen. Er kann sich kurz zusammennehmen und umsehen. Ein Van, dunkelgrün metallic, steht an der Straße und ein junger Mann mit dunklem Haar zielt aus dem Fenster. Silberrücken packt den Feuerlöscher und knallt ihn mit voller Wucht auf den Boden, wo er detoniert. Eine gelbliche Staubwolke breitet sich aus. In deren Schutz schleift Grünauge Selene aus dem Schussfeld, wird aber trotzdem schwer getroffen. Sie fliehen auf die Rückseite des Gebäudes.

Goldfangs Heulen schallt herüber: "Fremdes Rudel im Revier, große Gefahr!" Und Grünauge antwortet giftig: "Leck mich, Alter, hier viel größere Probleme!"
"Hast Du das gehört?" fragt Rotlauf. "Wir müssen hin!" "Spinnst Du?" antwortet White Claw. Aber er folgt ihr kopfschüttelnd, als sie losläuft. Eine Rauchsäule steht über dem Steinbeißer-Revier, ein Kindergarten brennt. Auch über unserem Domizil ist eine Rauchsäule zu sehen. Goldfang findet einen armseligen Löschwagen bei der Arbeit. Das Rudel findet sich in der Nähe zusammen und zieht sich in den Wald zurück.

Leise ist Glaswanderers wütendes Heulen aus dem Süden zu vernehmen. "Die Reinen greifen an – es ist Krieg!"

Als sie auf ihrer Lichtung im Wald sitzen und ihre Wunden lecken, erinnert sich der Elodoth, was er über die Reinen bisher erfahren hat. Die Reinen sollen sich damals nicht am Kampf und der Tötung von Vater Wolf beteiligt haben. Es gibt drei Stämme: Die Fire Touched, die Ivory Claws und die Predator Kings. Sie jagen die Uratha aus Rache für den Frevel an Vater Wolf und verbünden sich zu diesem Zwecke sogar mit den Geistern. Man sagt sich, dass die Reinen Silber nicht berühren können, weil Mutter Luna den Fluch bei ihnen nicht gemildert hat.
Goldfang hält Wache, während die anderen gemeinschaftlich das Ritual der Heilung durchführen, um Grünauges, White Claws und Silberrückens Wunden zu versorgen. Dann weist der Alpha die unverletzt Gebliebenen an, Selene zu bewachen, damit die anderen ihren Hunger stillen können. Rotlauf verwandelt sich seufzend zurück, wirft sich Selene über die Schulter und geht mit dem Golden Retriever spazieren. Die anderen finden drei Füchse... und zwei Kaninchen. Grünauge nimmt sich eins und Silberrücken das andere. White Claw knurrt böse, aber Silberrücken macht seine Rechte geltend. "Dann geh ich zu McDonald's!" Er zieht beleidigt ab und will sich Kleidung suchen, damit er in die Stadt gehen kann, findet aber nichts. Schließlich geht Goldfang los und besorgt Fleisch und Kleidung, während sich die anderen ausruhen. Nördlich des Stadions herrscht eine bedrückende Resonanz, verursacht durch die völlige Abwesenheit von Geistern.

Bei Beginn der Dämmerung treffen sie wieder im Wald zusammen. Eine Lune des Dreiviertelmondes erscheint und spricht die junge Frau an: "Selene, Du musst zurückkommen. Helios [?] ist tot." "O.K.", sagt sie nur, tritt auf den Mondstrahl, ergreift die Hand der Lune und die beiden verschwinden, ohne die Uratha auch nur eines Blickes zu würdigen.

Im Rudel entbrennt eine heftige Diskussion, wie jetzt vorzugehen sei. Es gibt zu viele Unbekannte, Entscheidungen fallen schwer. Da tritt Lacht-Allein aus den Schatten und bittet das Rudel, Prismas Einladung zu einem Treffen anzunehmen. Es sind alle eingeladen, wenn sie das Revier allein lassen wollen.
Das Rudel folgt ihr über die Bahngleise zu einer Lichtung im südöstlichen Wald. Dort sitzt Prisma meditierend im Schneidersitz am Fluss. Glaswanderer spricht leise mit ihr und kündigt die Ankunft der Blutmonde an. Es sind alle Nachtmahre anwesend außer Feuerfaust. Sie tragen Spuren von Kämpfen. Glaswanderer kündigt an, dass auch die Steinbeißer kommen werden. Als die Blutmonde daraufhin die Nasen rümpfen, fragt er nach und bekommt die Erklärung von Grünauge geliefert. Der berichtet von der letzten Übertretung durch Hexenkessel und Feuertanz.
Als Feuerfaust die Steinbeißer herführt, die mindestens genauso zerfetzt, zerrissen und angeschossen daherkommen (Nachschlag und Scharfzahn sind schwer verwundet), sind sie auch entsprechend misstrauisch. In Anbetracht der Einladung und der Gesamtsituation beruhigen sie sich jedoch wieder und begrüßen auch die Blutmonde artig. Dann richten sie sich ihrer Rangordnung nach aus, Nachschlag beobachtet besorgt die Rahu. Rotlauf behält Scharfzahn im Auge und ist irritiert über das merkwürdige Verhalten des Rudels. Diese unwürdige Rangelei um die Sitzordnung!

Prisma macht eine Geste und für einen Augenblick wirkt alles beseelt und absolut lebendig.


Ereignisse Ende April 2007 (27.7.2014)
Während White Claw und Bärenfänger versuchen, ihren Zwist um den Alkohol aus der Welt zu schaffen und Rollender Donner beruflich unterwegs ist (?), kontrollieren die verbleibenden drei Rudelmitglieder gemeinsam das Revier. Auf ihrem Streifzug durch den Wald stoßen sie auf eine relativ frische Fährte ihnen unbekannter Werwölfe, die sich (freilich ohne vorher um Erlaubnis zu bitten) durch das Revier der Blutmonde bewegen. Schon bald haben die drei Freunde die Unbekannten eingeholt und gestellt. Bei den Eindringlingen handelt es sich um offensichtlich sehr unerfahrene Werwölfe, die eher jugendlichen Ausreißern gleichen als wilden Bestien. Sie erzählen, dass sie auf der Suche nach einer Bleibe seien, man sie aber bisher überall davongejagt habe (zum Beispiel bei den Wolkenwanderern), selbst wenn sie freundlich um Einlass gebeten haben. Zum Glück haben sie bei den Blutmonden einen guten Tag erwischt. Man beschließt, mit den anderen Rudeln der Stadt Rat zu halten, ob das neue Rudel noch ein Revier in Eichburg erhalten kann. Platz ist ausreichend vorhanden, ihre Hilfe könnte bei den bevorstehenden Problemen von Nutzen sein, und falls die Nachtmahre tatsächlich, wie angedeutet, in unbestimmter Zukunft die Stadt verlassen wollen, würde eine Lücke im Machtgefüge entstehen, die besser durch aufstrebenden Nachwuchs geschlossen wird als durch eine Ausbreitung der Steinbeißer auf den gesamten Norden Eichburgs. Während der Cahalit die jungen Welpen aus dem Revier führt, trifft sich der Elodoth mit Glaswanderer, um ihm die Situation zu erklären. Der versteht die Argumentation und schlägt ein Treffen aller beteiligter Rudel vor. Er weist aber auch darauf hin, dass sich die Neuen selbstverständlich an die Regeln zu halten haben und erkundigt sich, ob sie den Schwur des Mondes kennen. Nur wenn sie sich ausreichend mit dem Werwolftum auseinander gesetzt haben (zum Beispiel indem sie sich einem Stamm angeschlossen haben), ist eine Vertrauensbasis gegeben, aufgrund derer sie die Chance erhalten, sich zu beweisen. Gleichzeitig versucht Schattenflüsterer, die jungen Leute etwas auszufragen. Während des Gespräches und bei den anschließenden Treffen mit Goldfang und Rotlauf treten schließlich folgende Informationen zu Tage:
- Thomas (später: Lauscht-der-Stille) ist Elodoth und Storm Lord. Er redet nicht viel, weiß aber eine Menge über Werwölfe. Auch wenn er sich nicht in den Vordergrund stellt, folgen ihm die anderen instinktiv (was erst bei der gemeinsamen Jagd offensichtlich wurde) und nach einiger Überredung der Blutmonde akzeptiert er schließlich seine Rolle als Alpha, die, auch wenn sie ihm missfällt, dem Rudel guttut. Er war schon früher Teil eines Rudels, hat aber offensichtlich traumatische Erfahrungen gemacht und muss erst vorsichtig mit der Tatsache bekannt gemacht werden, dass Werwolf sein nicht nur Schmerz und Leid bedeutet.
- Jonas (später: Silberzunge) ist Cahalit und Iron Master. Am Anfang schien er der Alpha zu sein, denn er redete viel und nicht unweise, traf außerdem die meisten Entscheidungen. Allerdings ist er mit dem Wolf in sich nicht so eins wie Thomas. Insbesondere bei der Jagd gibt er sich wirklich Mühe, ist aber reichlich unbegabt und steht eher im Weg als dass er hilft.
- Leon (später: Steht-bereit) und Mareike (später: Scherbenkind) sind beide Rahu und Ghost Wolfs. Sie haben ihre erste Verwandlung erst vor Kurzem erfahren (Rotlauf erfährt im Gespräch mit Mareike, dass sie dabei ihre Eltern zerfleischte) und glauben noch nicht so recht an Geister und andere Konzepte, von deren Existenz normale Menschen nichts wissen. Sie geben sich cool und verdrehen bei der Erwähnung werwölfischer Themen die Augen. Die Verwandlung ist für sie ein Albtraum und sie haben ihr noch nichts Positives abgewinnen können. Leon ist allerdings ein geschickter Jäger, der, auch wenn er davon keine Ahnung hat, nie im Weg steht und sehr lern- und wissbegierig ist. Mareike hingegen will keinem lebendigen Wesen Schmerzen zufügen und so verachtet sie die Jagd. Beide wollen von den erbeuteten Tieren nichts essen. Jonas, Leon und Mareike kennen den Schwur des Mondes nur unzureichend aus den knappen Bemerkungen von Thomas, haben die Regeln aber nicht ausreichend verstanden, um die Konsequenzen ihrer Verletzung abschätzen zu können. So erklärt sich auch, warum Leon und Mareike immer noch ein Paar waren, was die Blutmonde ihnen bald verdarben, indem sie von den grauenhaften Dingen erzählten, die eintreten, wenn diese Regel nicht eingehalten wird. Um ihnen das Werwolftum näher zu bringen, nehmen die Blutmonde die Neuen mit auf die Jagd und zeigen ihnen auch die Geisterwelt. Dabei stellt sich heraus, dass die Vier noch gar kein Rudel sind. Die Idee, sich mit einem Totem zu verbinden, scheint ihnen lächerlich, aber sie lassen sich überreden, eines zu suchen, denn nur als Rudel können sie in Eichburg verweilen und sie sehnen sich nach nichts mehr, als einem Platz, an dem sie bleiben können. Thomas übernimmt schnell die Führung, heimlich überwacht von den Blutmonden reden sie im Hisil mit verschiedenen Geistern, bis sie schließlich auf die Schlange Gnädiges-Schweigen treffen, die sie als Totem gewinnen können. Sie verbinden sich zum Rudel Die-am-Ziel-angekommen-sind und nach einem kurzen Briefing, wie man sich den anderen Werwölfen gegenüber zu verhalten habe, brechen sie gemeinsam mit den Blutmonden zum Treffen der Rudel der Stadt auf. Dort läuft es erstaunlich gut und trotz der Zweifel der Steinbeißer erhalten die Neuen schließlich einen schmalen Streifen des Industriegebietes am äußeren Norden der Stadt als ihr Revier, in dem sie die Chance haben, sich zu beweisen und möglicherweise dauerhaft eines der Eichburger Werwolf-Rudel zu werden.

danach: irgendwas mit Beshilu & Azlu? Ratten?
Anfang Juni: Reise ins Himalaya, Suche nach Tlak'Terr, dem Blinden, der alles sieht, Geist, der von Vater Wolf ins Gebirge gebunden wurde

Ereignisse Ende Juli/Anfang August 2007 (20.11.2015)
Beim ersten Streifzug durch das Revier nach der Wiederkehr aus dem Himalaya entdecken die Blutmonde im Wald einen eigenartig tierlosen Bereich. Auch in der Geisterwelt sind dort nur stationäre oder Konzeptgeister vorhanden, und so geht das Rudel ins Hisil, um die Situation zu klären. Dort stoßen sie auf einen erzürnten Raubvogelgeist, der sie nach kurzer Diskussion darüber aufklärt, dass er Rache nehmen wolle an einem Zweibeiner, der eines seiner "Kinder" geschossen habe, ohne die Beute zu respektieren. Rotlauf handelt mit ihm aus, dass die Uratha helfen würden, Rache zu nehmen, wenn er ihnen (insbesondere während langer Zeiten der Abwesenheit) bei der Bewachung des Reviers hilft. Eine Feder des getöteten Greifvogels solle den Blutmonden den Weg zum Präparator zeigen und wenn das Rudel ihn bis zur vom Blitz gespaltenen Fichte (?) am Waldrand brächte, könnten die Kinder des Geistes dort Rache nehmen. Rotlauf willigt ein und zurück im Gurihal machen sich die Uratha auf die Suche, den Missetäter aufzuspüren. Sie beschatten ihn und brechen - während er als Facility Manager im städtischen Krankenhaus arbeitet - in seine Wohnung ein, wo sie mehrere Dutzend präparierte Tiere finden, jeweils immer eines jeder Art. Am Wochenende verfolgen sie den Mann, der erwartungsgemäß in seiner Freizeit auf Jagd geht. Während Rotlauf als potentielle Beute lockt, halten sich die anderen in der Nähe versteckt, und als der Mann seine Waffe bereitmacht, um den Wolf zu erlegen, lässt Goldfang einen Warnheuler ertönen. Schattenflüsterer, der neben dem Beta steht und sich nicht schnell genug vor dem erschrockenen Blick des Jägers verstecken kann, mimt den stöckchenwerfenden Hundebesitzer und die beiden Rudelmitglieder entfernen sich zügig, um die Aktion nicht zu stören. Währenddessen hat sich der Wilderer beruhigt und zielt schließlich auf Rotlauf, die er direkt beim ersten Schuss in den Hinterlauf verletzt. Whiteclaw springt ihn an, um ihn daran zu hindern, die Alpha weiter in Gefahr zu bringen. Der Mann wird von den Werwölfen erst verprügelt (spätestens nachdem er Rotlauf, die ihn trägt, sein Jagdmesser in die Seite gerammt hat, geht man nicht mehr besonders zimperlich mit ihm um) und dann zum vereinbarten Treffpunkt am Waldrand gebracht. Dort wird nach einer heftigen Diskussion, da insbesondere Whiteclaw die Aktion nicht gutheißt, als vereinbartes Zeichen die Feder verbrannt und nach und nach tauchen immer mehr Raubvögel auf, die sich auf den Jäger stürzen, um ihn zu zerfleischen.

(31.12.2015)
Nachdem die Blutmonde die Harmonie in ihrem Revier wiederhergestellt haben, begeben sie sich auf die Suche nach einem Geist, den sie in einen Fetisch binden können, um durch die Barriere zu wechseln, wenn sie Hyphor in die Falle locken. Roter Schleicher schlägt einen mächtigen Geist vor, der für die energiegeladene Stimmung in Vanirheym, der von einer Sekte bewohnten Siedlung außerhalb Eichburgs im Revier der Blutmonde, verantwortlich ist. So macht sich das Rudel auf, Informationen zu sammeln. Während Goldfang bei Prisma in die Lehre geht, um einen für die Falle nötigen Ritus zu lernen, recherchiert Schattenflüsterer im Internet nach der kleinen Ortschaft am Waldesrand, und der Rest schleicht um das Dorf und versucht, einen Blick über die mannshohen Palisaden zu werfen. Obwohl es schon spät ist, umstreunen sie die weitläufige Lichtung und suchen Schutz in Dunkelheit und Unterholz. Rollender Donner klettert mit einem Feldstecher auf einen Baum, von wo aus sie zwar weit entfernt ist, aber einen sehr guten Überblick erhält. Rotlauf und White Claw hieven sich auf die Palisade und Bärenfänger läuft zwischen den Rudelkameraden hin und her, um ihre Hilfe anzubieten. Sie wird schließlich von Rollender Donner zurück in die Stadt geschickt, um ein Seil zu besorgen. Die können währenddessen im Schein vereinzelter Feuer (insbesondere auf dem Weg zu und in der Nähe der Donnerbalken) beziehungsweise mit Hilfe die Sicht verbessernder Gaben die Szenerie betrachten. Die Siedlung besteht aus mehreren nebeneinander stehenden Langhäusern und im Zentrum befindet sich eine kreisförmig angeordnete Gruppe von Bäumen, die an den Kronen zusammengebunden sind und so eine Art natürlichen Tempel bilden. In der Mitte befindet sich ein aus einem Baumstumpf bestehender Altar, auf dem Spuren von eingezogenen Flüssigkeiten vorhanden sind, die allerdings nicht den Anschein von Opferblut erwecken. Der Boden ist dort grob mit Steinen versehen und auf den Rest des Geländes gestampft. Die Gebäude und Palisaden wirken zum Teil etwas stümperhaft erbaut oder repariert. Sicher waren hier keine Experten am Werk und man hat nicht abbilden können was, wenn man einen Blick ins Hisil wirft, die Utopie dieses Ortes ist: Prächtige Langhäuser, umgeben von einer fünf Meter hohen Palisade werden von hell scheinenden Feuern erhellt. Der Tempel befindet sich innerhalb der sich leicht öffnenden Wurzeln eines einzigen riesigen Baumes und der Altar ist glanzvoll anzusehen, statt grob gehackt. Dort fehlen auch die modernen Geräte, die im Gurihal an einer Hütte am Dorfrand abgestellt sind. Ganz ohne Trecker, Fahrräder und moderne Pflüge scheint auch diese Gemeinschaft nicht leben zu wollen - selbst wenn die Gerätschaften ebenfalls ihre besten Tage schon hinter sich haben. Da keine Menschen zu sehen sind, klettert White Claw über die Palisade, um einen genaueren Blick auf den Tempel zu erhaschen und findet auf dem Altar Futhark-Runen, die er sich einprägt, um sie später in der Universitätsbibliothek mit Hilfe von Fachliteratur zu übersetzen. Grammatikalisch nicht ganz korrekt wird hier einem Gott namens Vanir gehuldigt. White Claw zieht sich zurück, bald schon graut der Morgen und das Schauspiel beginnt.
Aus zweien der Langhäuser treten sieben beziehungsweise acht in weiß gekleidete Frauen, die hintereinander laufend in die Mitte treten und einen Kreis um den Tempel bilden. Anschließend erhalten sie durch zehn ebenfalls weißgekleidete Männer Gesellschaft, die aus dem mittleren Langhaus ins Innere des Baumkreises treten. Sie werden angeführt von einem in Ziegenfelle gekleideten Priester, der sich vor den Altar stellt und unter den Gesängen der Jünger seinen Gott anruft. Im Hisil sieht Rollender Donner derweil einen mächtigen Geist, der einem idealisierten muskulösen Wikinger mit Kriegshammer und gekleidet in Tierfelle (darunter auch Wölfe) gleich seinen Platz am Altar einnimmt und auf die Anrufung der Jünger hin einen Riss in die Barriere schlägt und ins Gurihal tritt. Dort wird er freudig von der Dorfgemeinschaft empfangen. Er ruft sie zum ungehemmten Geschlechtsverkehr auf und während um den Tempel herum Jeder mit Jedem verkehrt, erntet er genussvoll von der daraus für ihn resultierenden Essenz. Selbst die Blutmonde werden zum Teil in seinen Bann gerissen und vor allem White Claw kann dem Drang nur schwer widerstehen. Rotlauf ergreift die Flucht und kehrt erst nach Beendigung des Rituals zurück, als der Geist durch den Riss ins Hisil zurückkehrt, wo er sich auflöst. Die Menschen, unter denen sich auch Minderjährige befinden, ziehen sich in die Langhäuser zurück und tauchen erst eine Weile später in praktischerer Kleidung - zum Teil sogar in Jeans - wieder auf, um dem Tagwerk nachzugehen. Erst jetzt sieht man auch Kinder, aber keine älteren Meschen. Die Werwölfe ziehen sich zur Beratung zurück und treffen bei EiSS auf die restlichen Rudelkameraden. Schattenflüsterer bestätigt ein Gefühl, das die Blutmonde bereits beim Auskundschaften der Siedlung gehabt hatten. Immer wieder hatten sie kurz vergessen, was sie auf dieser Lichtung wollten, als wäre das Dorf durch einen ablenkenden Schleier geschützt. Im Internet und den Akten ist fast nichts darüber zu finden. Lediglich zwei Anklagen wegen Entführung und Vergewaltigung zweier 17-jähriger im Zusammenhang mit Vanirheym liefern einen Anhaltspunkt, aber die Informationen sind dürftig und die Verfahren wurden wegen mangelnden Interesses der Öffentlichkeit von der Staatsanwaltschaft eingestellt. Das Rudel beschließt, der Geist Vanir könne ein guter Kandidat für den Fetisch sein. Wenn man ihn - und sein Überschreiten der Barriere! - im Revier dulden solle, müsse er eine Gegenleistung erbringen, nicht zuletzt auch deshalb, weil sein Verhalten ungebetene Gäste wie die Herrin der Lust anlocken könnte. Man müsse ihn also zur Vorsicht mahnen und zu mehr Zurückhaltung auffordern. Diskutiert wird auch, wo der Geist zu finden ist und warum er sich auflöst. Ist es aus List oder eine reine Vorsichtsmaßnahme, um eben jene Begegnungen mit Stärkeren wie den Uratha und der Maeljin zu vermeiden? White Claw kann als Rahu nur berichten, dass Vanir ihm als Kämpfer überlegen sei, doch obwohl die Blutmonde weiter Vorsicht walten lassen, halten sie es für durchaus möglich, gemeinsam gegen ihn gewinnen zu können.
Zwei Nächte später, nachdem Goldfang sein Ausbildung abgeschlossen hat, lauert das Rudel im Hisil dem Geist auf, der auf dem Altar mit Vanitra bezeichnet ist - hier selbstverständlich grammatikalisch einwandfrei. Die Blutmonde verteilen sich über das Gelände, wobei sich allerdings Männchen und Weibchen möglichst fern bleiben, vor Angst der Lust, die Vanir auslöst, nicht widerstehen zu können. Die meisten der Uratha haben einen Blick auf den Altar und so sehen sie, wie er rhythmisch zu pulsieren beginnt, als der Priester im Gurihal seinen Gott anruft, doch es ist kein Geist zu sehen. Rollender Donner, deren Blick auch im Gurihal weilt, kann erkennen, wie der Priester verunsichert wird, als sein Gott nicht erscheint und auch keine Anzeichen seiner nahenden Ankunft sendet und auch die Werwölfe im Hisil werden ungeduldig. Schließlich ruft Schattenflüsterer ihn mit dem auf dem Altar angegebenen Namen und bietet ihm einen Handel an, von dem beide Seiten gewinnen würden. In einer Stichflamme, die aus dem Altar tritt, erscheint da der Wikinger und gibt sich den Blutmonden gegenüber trotzig und feindselig, doch erkennen die Uratha bald, dass er auch eine gewisse Angst ihnen gegenüber verspürt. Während Schattenflüsterer lange versucht, den Geist zum Handel zu überreden, verlieren die Kämpfer ob der wiederholten Provokationen bald die Geduld und White Claw stürzt sich gefolgt von Rotlauf auf den Feind. Der muss mehrfach Schläge und Bisse einstecken bis er beschließt, sein Numen gegen das Rudel einzusetzen. Allerdings verfallen nur Bärenfänger, die sich aber sofort wieder zusammenreißen kann, und Schattenflüsterer fast der Lust. So schlägt die Stimmung des Cahaliten um, der sich in Gaurugestalt auf den Wikinger stürzt. Gemeinsam mit dem Rest der Blutmonde wird dem Feind so sehr zugesetzt, dass er schließlich um Gnade bittet und White Claw und Rotlauf halten den tobenden Schattenflüsterer zurück, während Goldfang mit den Verhandlungen beginnt. Nach einer Weile und diversen ausdrücklichen Drohungen gelingt es dem Rudel schließlich, den Geist vom Handel zu überzeugen. Er fordert noch einen würdigen Gegenstand als Fetisch und so machen sich die Uratha im Gurihal auf die Suche nach einem Kriegshammer, in den sie den Wikinger binden können. Nach wenigen Tagen ist die Waffe vorbereitet und in einem langen Ritual vereint Rollender Donner den Geist mit dem Gegenstand zu einem Fetisch, sodass die Vernichtung Hyphors endlich in die entscheidende Phase gehen kann.